Die folgenden Auflistung zeigt bedeutende Schiffsunglücke ab dem Jahr 1900. Nicht aufgeführt sind kriegsbedingte Schiffsunglücke.
1900 – 1910
16.12.1900 – Gneisenau
Im Hafen von Malaga sinkt das deutsche Segel-Schulschiff „Gneisenau“. 41 von 466 Besatzungsmitgliedern sterben. Bei der Rettungsaktion sterben mindestens 12 spanische Retter.
15.06.1904 – General Slocum

Das Wrack der ""General Slocum"". Der Eigner wird am 28.6. wegen mangelhafter Sicherheitseinrichtungen an Bord der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.
12.03.1907 – Panzerschiff Iéna
Eine Explosion der Pulverkammern im vor Toulon auf Reede liegenden französischen Panzerschiff „Iéna“ kostet 120 Besatzungsmitglieder das Leben, 150 werden verletzt.
1910 – 1920
15.04.1912 – Titanic

Der Untergang der Titanic – Diese grauenerregende Szene wurde 1930 vom deutschen Maler Willy Stoewer gemalt.
29.05.1914 – Empress of Ireland
Im St. Lorenz Strom kollidieren der Luxusliner „Empress of Ireland“ und der norwegische Kohlendampfer „Storstad“. Die „Empress of Ireland“ sinkt, etwa 1000 der knapp 1500 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.
06.12.1917 – Mont Blanc / Imo
Im Hafen von Halifax kollidieren das französische Munitionsschiff „Mont Blanc“ und der belgische Frachter „Imo“. Das daraufhin ausbrechende Feuer führt zur Explosion der Munition. Diese Explosion gilt als die bis dahin größte durch Menschen verursachte Explosion. Große Teile der Stadt Halifax werden zerstört, etwa 1500 bis 2000 Menschen sterben, tausende werden schwer verletzt.
1920 – 1950
26.10.1927 – Principessa Mafalda

Am 26. Oktober 1927 explodiert und sinkt der Dampfer „Principessa Mafalda“ vor der brasilianischen Küste. Schiffbrüchige in einem Rettungsboot.
14.06.1931 – Saint-Philibert
Der Ausflugsdampfer „Saint-Philibert“ sinkt in der Loire-Mündung, über 500 Personen kommen bei dem Umtergang um.
1950 – 1970
26.07.1956 – Andrea Doria

Vor der amerikanischen Atlantikküste sinkt am 26. Juli 1956 das italienische Passagierschiff „Andrea Doria“.
Der Funkspruch „Alles klar auf der Andrea Doria“ wird zum geflügelten Wort und von Udo Lindenberg musikalisch verewigt. Die Stockholm fährt später unter dem Namen „Völkerfreundschaft“ als einziges DDR-Kreuzfahrtschiff und fährt heute unter italienischer Flagge.
21.09.1957 – Pamir
Westlich der Azoren sinkt im Atlantik das deutsche Segelschulschiff „Pamir“ im Sturm, wobei 80 der 86 Besatzungsmitglieder sterben.
23.02.1967 – Adolph Bermpohl
Der Seenotrettungskreuzer „Adolph Bermpohl“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gerät vor Helgoland in einen schweren Sturm und kentert. Die vierköpfige Bsatzung und drei von ihr gerettete niederländische Seeleute kommen ums Leben. Das Schiff wird gerettet.
1970 – 1990
23.01.1977 – Lucona
Im indischen Ozean sinkt der Frachter „Lucona“. 6 Seeleute sterben. Wie sich später herausstellte, wurde das Schiff zum Zweck des Versicherungsbetrugs mitsamt der Besatzung vorsätzlich versenkt. Als Hauptschuldiger wurde der Besitzer der Wiener Konditorei „Demel“, Udo Proksch, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte beste Beziehungen zu österreichischen Spitzenpolitikern. Die Verschleppung der Aufklärung wurde als „Lucona-Affäre“ bekannt und der größte Skandal in der österreichischen Nachkriegsgeschichte.
16.03.1978 – Amoco Cadiz

17.03.1978 im Golf von Biskaya. Der Supertanker Amoco Cadiz bricht im Sturm auseinander und verursacht eine Ölpest.
13.12.1978 – MS München
Der deutsche Frachter „MS München“ sinkt in einem tagelangen Sturm nördlich der Azoren. Zuvor gesendete SOS-Rufe lösen eine der größten internationalen Rettungsaktionen im Atlantik aus. Das Schiff bleibt mitsamt der 28-köpfigen Besatzung verschollen.
11.08.1979 – Admirals Cup
Das Fastnet Race ist Bestandteil des Admirals Cup, einer der bedeutendsten Regatten für Hochseesegler. Startpunkt ist Cowes in Südengland. Die Regatta führt durch die Irische See zum Fastnet Rock an Irlands Südspitze und zurück zum Ausgangspunkt. Am 13. August 1979 gerät das Regattafeld mit über 300 Schiffen in einen Orkan. 15 Regattateilnehmer und 4 Retter sterben, 24 Yachten sinken.
06.03.1987 – Herald of Free Enterprise
Die britische Kanalfähre „Herald of Free Enterprise“ kentert kurz nach dem Verlassen des belgischen Hafens Zeebrügge. Um Zeit zu sparen, hatte die Fähre bei noch geöffnetem Bugtor abgelegt. 193 Menschen starben, über 400 konnten gerettet werden.
24.03.1989 – Exxon Valdez
Der Öltanker „Exxon Valdez“ läuft auf einem Riff im Prinz-William-Sund auf Grund. 40.000 Tonnen Rohöl laufen aus und verseuchen die an dieser Stelle zuvor nahezu unberüherte Küste Alaskas. Geschätzte 250.000 Seevögel sowie zahlreiche Robben und Seeotter verenden durch das ausgelaufene Öl.
1990 – heute
05.01.1993 – Braer
Vor den Shetlandinseln läuft der Tanker „Braer“ auf Grund und verliert fast 85.000 Tonnen Rohöl.
28.09.1994 – Estonia

Der Bug der „Estonia“ wird nach der Bergung zur Untersuchung durch Experten nach Hangö gebracht.
13.11.2002 – Prestige
Der mit 77.000 Tonnen Öl beladene Tanker „Prestige“ gerät vor der spanischen Atlantikküste in Seenot und schlägt Leck. Die spanische Regierung lässt das Schiff aufs offene Meer schleppen, wo es nach sechs Tagen auseinanderbricht und sinkt. Das austretende Öl verseucht die spanische Küste.
03.02.2006 – Al Salam Boccaccio 98
Die ägyptische Fähre „Al Salam Boccaccio 98“ sinkt nach Ausbruch eines Feuers an Bord etwa 90 km vor dem Zielort Safaga (Ägypten) im Roten Meer. Sie kam mit über 1400 Passagieren und Besatzungsmitgliedern aus dem saudi-arabischen Hafen Dschidda. Etwa 1000 Personen, zumeist Ägypter, starben. Möglicherweise hat Löschwasser das Schiff zum Kentern gebracht. Wie auch bei der 1987 gekenterten „Herald of Free Enterprise“ handelte es sich bei der „Al Salam Boccaccio 98“ um eine Ro-Ro-Fähre älterer Bauart.









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