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Jeden Tag etwas Gutes für die Umwelt tun – so geht’s ganz einfach

Der Schutz der Umwelt geht alle Menschen etwas an. Nicht nur zerstört der Mensch mit der zunehmenden Verschmutzung des Ökosystems den Planeten und vermüllt ihn immer mehr, er vertreibt sich damit letzten Endes auch aus seinem eigenen Lebensraum. Es ist, als würde es ihn nicht kümmern, dass er täglich ein Stück seines Astes absägt, auf dem er selbst sitzt. Um zu verhindern, dass dieser Ast in den kommenden Jahrzehnten bricht und auf die Köpfe der nachkommenden Generation fällt, kann jeder täglich etwas zum Umweltschutz beitragen.

Radfahrerin vor rötlichem Abendhimmel
Morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren tut der Seele gut: Man bewegt sich und erspart der Umwelt eine Menge CO2.
Die tägliche Fortbewegung

  • Die meisten Menschen fahren mit Bahn, Bus oder Auto zur Arbeit und machen sich nur wenige Gedanken um ihre Fortbewegung. Liegt der Arbeitsplatz weit entfernt, ist es verständlich, dass man nicht zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt. Wer allerdings dreißig Minuten oder weniger mit dem Rad braucht, sollte auf den Drahtesel umsteigen: denn bereits 3 täglich zurückgelegte Kilometer mit dem Rad, statt dem Auto, ersparen der Umwelt ¼ Tonne CO2 im Jahr. Jenes CO2 ist eines der gravierendsten Treibhausgase und dafür mitverantwortlich, dass sich das Klima immer drastischer ändert.
  • Wer dennoch nicht auf das Autofahren verzichten kann, sollte Dienste wie Mitfahrgelegenheit und Co. nutzen oder anbieten. So sitzen mitunter vier Leute, die das gleiche oder ein ähnliches Ziel haben, in einem Auto und verschmutzen die Umwelt nicht in vierfacher Weise.
  • Klingt verrückt, aber: wer sein Auto putzen will, sollte in die Waschanlage fahren. Natürlich nicht jeden Monat, aber wenn es einmal nötig ist, dann spart man in der Waschanlage eine beachtliche Menge Wasser gegenüber der Reinigung auf eigene Faust. Genaugenommen die Hälfte!

Zu Hause und im Büro

Zu Hause:

  • Wer sich weiße Ziegel aufs Dach setzen lässt oder sich anderweitig ein weißes Dach auf das Haus setzt, spart Geld und tut der Umwelt einen Gefallen. Die Stromabrechnung sinkt damit nämlich um bis zu 40%.
  • In der Dusche das Wasser während des Einseifens laufen zu lassen, ist ein Fauxpas, der gerade noch verzeiht werden kann. Dass aber manche Menschen immer noch während des Zähneputzens den Hahn nicht zudrehen, ist kaum vorstellbar. Sie verschwenden am Tag bis zu 20 Liter Wasser.
  • Auch die tägliche Dusche und das tägliche Haarewaschen sind bei den meisten Menschen längst Routine geworden. Dabei tut zu viel Pflege Haut und Haar gar nicht gut. Und viel schlimmer: in vielen Kosmetika, Duschgels und Peelings finden sich kleine Plastikteilchen, die ins Abwasser gelangen und so die Umwelt verschmutzen.
  • Dreckiges Geschirr gehört in die Spülmaschine. Beim Abwasch mit der Hand verschwendet man nicht nur Energie, sondern auch viel zu viel Wasser. Wer den Geschirrspüler im Haushalt dagegen unter idealer Auslastung verwendet, kann im Monat hunderte Liter Wasser sparen!

Im Büro:

  • Wer private Rechnungen oder Rechnungen fürs und im Büro online zahlt, verbraucht jährlich 10kg weniger Holz und 13kg weniger Treibhausgas, als wenn er Papier benutzt.
  • Gerade in großen Büros sollten außerdem Energiesparlampen verwendet werden. Diese verbrauchen bis zu 75% weniger Energie als die herkömmlichen Glühbirnen. Misst man das an der Lebensleistung einer handelsüblichen Glühbirne, lassen sich damit mehr als 20€ sparen.

Aludosen
Aluminiumdosen sollten nach dem Gebrauch sofort zum Pfandautomaten gebracht werden. Ansonsten sammeln sie sich als Müll und schaden sie der Umwelt.
Papier, Verpackung und Recycling

  • Das Thema Papier und Recycling zählt seit Jahren zu den großen Themen des Umweltschutzes. Fast jeder kennt die entsprechenden Symbole auf Schreibblöcken, Kartons, Tüten usw. und trotzdem achten die wenigsten Menschen darauf beim Einkauf konsequent zu bleiben. Wer aber immer recyceltes Papier verwendet, verursacht bis zu 75% weniger Luftverschmutzung und 35% weniger Wasserverschmutzung.
  • Gerade wenn es um das Ein- und Verpacken geht, sollten Verbraucher auf Recyclingmaterialien achten. Insbesondere beim täglichen Einkauf im Supermarkt sind Papiertüten Plastiktüten vorzuziehen, auch wenn sie vielleicht ein paar Cent teurer sind. Dasselbe gilt für nachhaltige Verpackungen, wie Kartons, in denen man beispielsweise Sachen über Auktionsplattformen oder andere Produkte jeglicher Art verkauft. Hier ist nicht nur auf die Außenverpackung, sondern ganz besonders auch auf ein umweltfreundliches Füllmaterial zu achten, welches das Paket und seinen Inhalt bei starken Stößen und Erschütterungen schützt.
  • Auf Dosen aus Aluminium (d.h. die üblichen Dosen, in denen sich Cola, Red Bull und Co. befinden) sollte bestenfalls gänzlich verzichtet werden. Jährlich wird durch sie so viel Müll produziert, dass man diesen ganze 57 Mal von der Erde bis zum Mond stapeln könnte. Wer dennoch aus Dosen konsumieren möchte, sollte wenigstens richtig recyceln; selbst, wenn es nicht allzu viel Pfand gibt. Statt die Dosen plattzudrücken und wegzuwerfen, sind sie unverformt zum Pfandautomaten zu bringen. Dann dauert es in der Regel nur knapp 60 Tage, bis aus einer alten Dose eine neue entstanden ist.

Immerhin weisen Firmen wie Red Bull übrigens auch selbst auf die Wichtigkeit des Recycelns hin – auch wenn sie sich damit natürlich nicht gänzlich aus der Affäre ziehen.

Gut zu wissen: Eine recycelte Dose spart ganze drei Stunden Strom für Laptop oder Fernseher. Jedes Kilo recyceltes Aluminium wiederum 9kg Treibhausgas. Und: aus 670 Getränkedosen lässt sich ohne Probleme ein neues Fahrrad herstellen.

Kühe
Nicht nur braucht die Herstellung von Fleisch Unmengen an Wasser; Tierställe produzieren außerdem eine riesige Menge an CO2.
Essen und Trinken

  • Auch beim Essen kann der Umwelt eine Menge Gutes getan werden. Alleine der Verzicht auf Fleisch oder die Reduzierung des Fleischkonsums haben drastische Auswirkungen. Die Fakten zur Fleischproduktion dürften den ein oder anderen trotz Vorwissen übrigens überraschen. So werden für die Produktion von nur einem Kilogramm Fleisch sage und schreibe 10.000 Liter Wasser benötigt. Richtig gehört. Und es kommt noch besser: Tierställe, in denen das Essen gehalten wird, bevor man es schlachtet und für die Teller der Konsumenten vorbereitet, produzieren mehr CO2 als alle Autos zusammen. Für rund 70 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen muss sich die Tierzucht verantworten.
  • Wer beim Essen Servietten mehrmals nutzt, dämmt die Menge an Bäumen, die dafür gefällt werden müssen, deutlich ein. Und die ist nicht gerade gering: Im Jahr sind es ganze 34 Millionen Bäume. Auf Stoffservietten umzusteigen ist natürlich die beste Lösung von allen.
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