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Johannes Paul II. – ein Papst auf Reisen

Kein Papst vor ihm ist während seines Pontifikats so viel gereist wie Karol Wojtyla. Ob in seiner Heimat Polen oder im fernen Afrika oder Südamerika – wenn der Heilige Vater kommt, feiern die Menschen den Mann aus Rom euphorisch. Im Juni 2003 trat Johannes Paul II. seine 101. apostolische Reise an, die ihn nach Bosnien-Herzegovina führte. 1,2 Millionen Kilometer hat der Pontifex bisher zurückgelegt, soviel wie 30 Umrundungen des Erdballs. Es gibt kaum ein Land, dass er noch nicht besucht hat – hier folgt ein Überblick über einige seiner denkwürdigsten Reisen.

Juni 1979: Heimkehr nach Polen

Die Rückkehr in sein Heimatland Polen ist für Johannes Paul II. eine Selbstverständlichkeit. Für die kommunistische Regierung des Landes wird sein Wunsch jedoch eine schwierige Aufgabe. Der Pontifex hatte bereits bei seiner Amtseinführung im Jahr zuvor betont, dass er gerne zum 900. Todestag des heiligen Stanislaus nach Hause kommen würde. Die polnischen Bischöfe sind begeistert, den Landessohn aus Rom zur Stanislaus-Gedenkfeier empfangen zu dürfen.

Dem Druck der Kirche beugen sich die oberen Funktionäre der polnischen Partei- und Staatsführung. Das große Problem allerdings ist Moskau. Ohne eine offizielle Zustimmung der sowjetischen Verbündeten ist ein Papstbesuch unmöglich. Der polnische Parteichef Edward Gierek schildert in seinen später veröffentlichten Memoiren ein zorniges Telefonat mit dem sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew. Als Gierek ihn informierte, dass das polnische Regime dem Papst aus Rom einen respektvollen Empfang bereiten wollte, antwortete Breschnew verärgert: „Lassen Sie sich von mir beraten, und empfangen Sie ihn nicht. Das wird nur Schwierigkeiten geben."

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Chronik Bildbiografie Johannes Paul II.
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