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Kaufberatung: Digitalkameras

Digitalkameras sind in, denn viele Kunden erkennen inzwischen die Vorzüge eines digitalen Geräts: Filme kaufen, Fotos entwickeln lassen, Abzüge abholen: Diese Schritte können Sie sich mit einer Digitalkamera sparen. Ihre digitalen Bilder können Sie sofort am Computer weiterbearbeiten, ausdrucken oder auf der Festplatte archivieren. Doch welche Kamera ist die richtige für Sie? Das Angebot ist riesig. Einsteigermodelle können Sie ab 100 Euro erwerben, hochauflösende High-End-Kameras kosten einige Tausend Euro.

Welche Kamera darf es sein?

Bevor Sie sich eine Digitalkamera zulegen, sollten Sie genau überlegen, wozu Sie die Kamera brauchen. Wenn Sie nur Schnappschüsse im Internet präsentieren wollen, genügt eine billige Kamera mit einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten. Interessant ist für diesen Zweck eine sogenannte Hybridkamera: eine Digitalkamera, die auch als Webcam verwendet werden kann. Agfa, Creative, Logitech und einige weitere Firmen bieten entsprechende Geräte an.

Bessere Fotos machen natürlich Kameras mit einer höheren Auflösung. Ab etwa zwei Millionen Pixeln können Sie Digitalfotos in traditionellen Bildformaten ausdrucken, ohne dass sichtbare Qualitätsverluste auftreten. Die hochauflösendsten Kameras im Amateurbereich schaffen derzeit fünf bis sechs Millionen Pixel - zum entsprechenden Preis natürlich.

Die Auflösung ist aber nicht allein für die Bildqualität entscheidend. Ambitioniertere Fotografen achten auch auf das Objektiv. Optischer Zoom ist dabei dem digitalen Zoom vorzuziehen, da die digitale Variante die Bilder nur elektronisch vergrößert und interpoliert, was auf Kosten der Detailtreue geht. Zur Ausstattung guter Digitalkameras gehören außerdem manueller Fokus, Blendenzeiteinstellung, manueller Weißabgleich und ein Anschluss für ein externes Blitzgerät.

Ein dreh- und schwenkbarer Monitor als Ausstattungs-Extra erleichtert ungewöhnliche Perspektiven, um z.B. auch "um die Ecke" fotografieren zu können.

Speicherkarten und Akkus

Ein weiteres Kaufkriterium sind die Speicherkarten der Kameras. Am Markt existieren derzeit verschiedenste Systeme. Sehr verbreitet sind die sogenannten Flashmodule, die in verschiedenen Größen und Typen, wie Compactflash oder Smartmedia, angeboten werden. Gerade bei Digitalkameras mit hoher Auflösung sollte der Speicherplatz nicht zu knapp bemessen sein. Bei einer 2,1-Millionen Pixel-Kamera passen auf eine Acht-Megabyte-Speicherkarte zum Beispiel nur etwa 20 bis 30 Bilder.

Wer viele große Bilder speichern möchte, ersetzt daher besser seinen Flash-Speicher durch ein Microdrive, eine Minifestplatte für Digitalkameras. Daneben gibt es auch noch alternative Speichermöglichkeiten, wie kleine CD-Brenner oder ZIP-Laufwerke, die aber nur bei wenigen Kameras verwendet werden.

Nicht vergessen sollten Sie beim Kamerakauf Akku und Ladegerät. Bei vielen Kameras gehört das zur Grundausstattung, aber nicht bei allen. Mit herkömmlichen Batterien können Sie Ihre Kamera nicht über längere Zeit betreiben, da der Stromverbrauch der Geräte recht hoch ist.

Was muss mein Computer können?

Zunächst braucht der Computer einen USB-Anschluss, über den die Bilder auf den Rechner übertragen werden. Ohne USB hilft nur der Umweg über ein externes Kartenlesegerät. Um die Fotos am Computer weiterzubearbeiten, sollte der Rechner eine ordentliche Leistung bringen, denn Bilddaten sind speicherintensiv.

Bei allen neueren Systemen ist dies kein Problem, aber auch Besitzer älterer Rechner müssen nicht verzagen, denn beim digitalen Bild handelt es sich nicht um rechenintensive 3-D-Anwendungen. Schon ab der Prozessor-Leistung eines Pentium II mit 400 MHZ steht der Bildbearbeitung nichts im Wege. In puncto Arbeitsspeicher sollten allerdings mindestens 64 Megabyte RAM in Ihrem Computer stecken, besser sind 128 Megabyte oder mehr.

Wer lange Wartezeiten am PC vermeiden will, sollte außerdem eine Grafikkarte mit mindestens 64 Megabyte Speicher im Computer haben. Auch Festplattenplatz sollte ausreichend zur Verfügung stehen. Ein unkomprimiertes Bild mit einer Auflösung von 1600x1200 Bildpunkten braucht rund fünf Megabyte Speicherplatz. Auf 30 Bilder hochgerechnet ergibt das schon 150 Megabyte.

Experimentiert man dann noch mit den einzelnen Schnappschüssen in einem Bildbearbeitungsprogramm und speichert alle Ergebnisse ab, summiert sich der Bedarf an Plattenplatz schnell auf ein Vielfaches.

Was kann man mit Digitalfotos machen?

Bildbearbeitungssoftware gehört zur Grundausstattung einer Digitalkamera. Mit dieser Software können Sie Ihre Fotos schneiden, retuschieren oder mit verschiedenen Filtern verfremden. Die digitalen Fotos können Sie dann beliebig weiterverarbeiten. Mit einem speziellen Fotodrucker oder einem guten Tintenstrahldrucker lassen sich die Bilder auf Spezialpapier ausdrucken. Inzwischen bieten auch viele Fotoshops einen Entwicklungsservice für digitale Bilder an geliefert wird dann ein "klassisches" Foto im gewünschten Format für das Familienalbum.

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