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Kinderbetreuung in Deutschland

Bei berufstätigen Eltern, Müttern und Vätern spielt die Frage der Kinderbetreuung eine entscheidende Rolle. Doch das Betreuungsangebot lässt in Deutschland stark zu wünschen übrig.

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Während die Betreuungsquote in Krippen für Kinder unter drei Jahren in Dänemark bei 64 Prozent oder in Frankreich bei 29 Prozent liegt, beträgt sie in Westdeutschland nur magere drei Prozent. Dabei ist nach einem aktuellen Gutachten, das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW Berlin) für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt hat, der Ausbau der Kinderbetreuung sogar aus ökonomischer Sicht sinnvoll. Ein solcher Ausbau bringt mehr Geld ein, als er kostet.

Dementsprechend stellt die Bundesregierung dafür jährlich 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Ziel bis 2010: einen garantierten Krippenplatz für 20 Prozent der Kleinkinder unter drei Jahren. Vorläufig ist aber für viele Eltern und allein erziehende Mütter und Väter noch starkes Eigenengagement und Phantasie gefragt.

Wegen der fehlenden Krippenplätze für Kinder bis zum dritten Lebensjahr und des ebenso unzureichenden Ganztagsangebotes für Kinder zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr sollten berufstätige Eltern auch alternative Betreuungsmöglichkeiten ins Auge fassen:

  • Tagesmütter bieten individuelle und stundenweise Betreuung an (der Stundenlohn liegt etwa zwischen 3 und 7 Euro)
  • die Betreuung über ein Aupair (monatliche Kosten zwischen 250 und 300 Euro plus Kost und Logis)
  • abwechselnde Betreuung der Kinder durch Freunde, Verwandte oder Nachbarn
  • Betreuung über Elterninitiativen

Glücklicherweise erkennen immer mehr Unternehmen, dass sich Familienfreundlichkeit auszahlt. Mit flexibleren Arbeitszeiten, einer Unterstützung bei der Betreuung oder der Möglichkeit zur gelegentlichen Heimarbeit leisten sie ihren Beitrag zur Mitarbeiterbindung bzw. -motivation und zugleich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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Michael Fischer
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