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Königin der Lüfte – die Flugpionierin Amelia Earhart

Geboren ist sie am 24. Juli 1897 in Kansas. Gestorben ist sie im Pazifik. Wann und wie ist bis heute nicht bekannt. Klar ist: Amelia Earhart startete am 02. Juli 1937 in Neuguinea mit einer Electra Lockheed, um den Pazifik zu überfliegen. Dann verschwand sie spurlos. Diverse Geschichten kursieren um ihren Tod, aus Mangel an Beweisen gilt keine davon als belegt. Nicht allein ihr letzter Flug, das gesamte Leben der Flugpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Earhart zeugt von Mut, Willensstärke und Abenteuer.

Flugpionierin Amelia Earhart im Cockpit
Die Flugpionierin Amelia Earhart – eine Ausnahme-Persönlichkeit der Fliegereigeschichte.

Als Amelia Earhart zum ersten Mal in ihrem Leben in ein Flugzeug steigt, ist sie 20 Jahre alt. Während andere junge Frauen in ihrem Alter ans Heiraten denken, hat Earhart von diesem Zeitpunkt an nur noch eins im Sinn: Sie will Pilotin werden. Um sich die Fluglizenz leisten zu können, arbeitet sie in unterschiedlichen Jobs und legt das Geld zur Seite. Ein Jahr später ist es soweit und sie nimmt ihre erste Flugstunde bei der Pilotin Neta Snook. Kurz darauf erwirbt sie ihr erstes Flugzeug, eine Kinner Airster.

Über den Atlantik

Höher, schneller, weiter. So lassen sich die Ziele Earharts kurz und knapp formulieren. Erst stellt sie mit 4.300 Metern einen neuen Höhenweltrekord für Frauen auf. Dann überquert sie als erste Frau in einem Flugzeug den Atlantik. Am Steuer saß sie bei diesem Flug nicht, sie flog als Passagierin mit. Die Tatsache alleine aber, dass eine Frau sich den Strapazen eines Fluges über den Atlantik stellt, ist zur damaligen Zeit eine derartige Sensation, dass Earhart zur “Frau des Jahres“ gewählt wird.

Den Frauen eine Stimme geben

Mehr und mehr rückt Earhart in das öffentliche Interesse und sie weiß ihre Popularität zu nutzen. Die Fliegerin ist überzeugte Frauenrechtlerin. Gleichermaßen an Frauen und Männer appelliert sie, “die Frauen aus dem Käfig ihres Geschlechts herauszuholen“. 1929 nimmt Earhart an dem ersten Flugwettbewerb für Frauen teil. Eine große Chance für Pilotinnen birgt dieser Contest, jedoch belächeln Öffentlichkeit und Presse den Wettbewerb. Sie geben ihm den Beinamen “Puderquastenrennen“. Sowohl als Pilotin als auch als Feministin ist Earhart empört. Sie reagiert darauf mit der Gründung der “Ninety Nines“, dem Club der Neunundneunzig. Die Position der Frau in der Luftfahrt zu stärken, das ist das ausgesprochene Ziel dieses Clubs.

Die Rekordjägerin

Als Earhart 1932 von Neufundland nach Nordirland fliegt, hat sie es geschafft: Sie ist die erste Frau, die eine Maschine über den Atlantik steuert und der erste Mensch, der ihn zweimal in der Luft überwindet. Earhart wird des Abenteuers nicht müde und stellt einen Rekord nach dem anderen auf: Erster Solo-Transkontinentalflug einer Frau. Neuer Frauen-Geschwindigkeitsrekord. Erster Alleinflug von Kalifornien nach Hawaii. Erster Alleinflug von Mexiko nach New Jersey - Um nur einige zu nennen.

Weder die Gefahren von Flugabenteuern noch das politische und gesellschaftliche Aufbäumen gegen ihre feministischen Äußerungen scheut sie. Ihren steigenden Bekanntheitsgrad nutzt sie unermüdlich, um sich für die Gleichberechtigung der Frau einzusetzen. Nicht nur ihre Liebe zum Fliegen ist es, die sie immer wieder zu neuen Abenteuern aufbrechen lässt, sondern auch ihr Wille der Gesellschaft zu demonstrieren: Eine Frau ist zu technischen Höchstleistungen fähig.

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