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Krebse

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[[{"type":"media","view_mode":"media_large","fid":"11043","attributes":{"alt":"","class":"media-image","typeof":"foaf:Image"}}]]Die ersten Krebse lebten schon im Erdaltertum in den Meeren. Das war vor über 500 Millionen Jahren. Im Laufe der langen Zeit bis heute sind viele Krebsarten ausgestorben, aber auch neue entstanden. Manche urtümlichen Arten erinnern noch an die ersten Krebstiere. Heute leben Krebse im Meer und im Süßwasser. Einige haben sogar das Land erobert. Man kennt rund 40.000 Arten dieser Gliederfüßer. Sie sind die nächsten Verwandten der Insekten.

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Wassertiere

Die Krebse sind leicht von den sechsbeinigen Insekten und den achtbeinigen Spinnen zu unterscheiden: Die meisten besitzen fünf Paar Schreitbeine. Das vordere Beinpaar ist bei vielen Krebsen zu kräftigen Scheren umgebildet. Die Krebse haben auch noch eine Reihe kleiner Schwimmfüße. Auffällig an den Krebstieren sind ihre Antennen. Sie erinnern an die Fühler der Insekten. Krebse haben zwei Paar Antennen. Das zweite Antennenpaar ist oft sehr lang wie beim Hummer oder der Languste. Als Wassertiere atmen Krebse mit Kiemen. Auch Krebse, die an Land leben, haben die Kiemenatmung beibehalten.

Gepanzerte Ritter

Das Auffälligste an den großen Krebsen ist ihr Panzer. Er besteht aus Chitin wie das Körpergerüst der Insekten. In diesen Panzer sind noch Kalkteilchen eingelagert, so dass er ganz starr ist. Deshalb heißen die Krebse auch Krustentiere. Der Panzer schützt den Krebs vor Feinden. Er wird ihm aber auch immer wieder zum Gefängnis. Wenn ein Krebs wächst und größer wird, wächst sein Panzer nicht mit. Dann muss er die alte Hülle verlassen. Der Krebs häutet sich. Es dauert eine Weile, bis der neue Panzer fest und hart geworden ist.

Große und kleine Krebse

Man unterscheidet die Krebse nach der Länge ihres Hinterteils. Danach unterteilt man sie in Langschwanzkrebse, Mittelkrebse und Kurzschwanzkrebse. Die großen Krebse wie der Flusskrebs, der Hummer oder die Strandkrabbe sind den meisten bekannt. Es gibt aber eine fast unvorstellbare Zahl von kleinen Krebsen. Manche von ihnen werden kaum einen Millimeter groß wie der Wasserfloh. Die Japanische Riesenkrabbe dagegen wird mit ihren 1,50 Meter langen Beinen so groß, wie ein Pony hoch wird! Und auch der Hummer gehört mit einem halben Meter Länge nicht gerade zu den Zwergen unter den Krebsen.

Ei - Larve - Krebs

Krebse entstehen aus Eiern. Die höher entwickelten Krebse legen nur ein paar hundert Eier. Diese kleben sie an ihren Schwimmbeinen unterhalb des Schwanzes fest und tragen sie mit sich herum. Bei einigen Arten schlüpfen daraus sofort die jungen Krebschen. Sie klammern sich oft noch ein bis zwei Wochen an den Beinen der Mutter fest. Meist schlüpfen aus den Krebseiern aber zuerst Larven. Diese schwimmen im Wasser umher. Die Larven entwickeln sich nach mehreren Häutungen zu fertigen Jungkrebsen. Sehr viele Larven werden von Fischen und anderen Tieren gefressen. Deshalb legen viele Krebsweibchen bis zu 100.000 Eier.

Arten im Überblick

Es gibt über 40.000 Arten von Krebstieren
Zehnfußkrebse  
Kurzschwanzkrebse (Krabben): rund 5.000 Arten
Langschwanzkrebse: rund 1.300 Arten
Garnelen: rund 2.000 Arten
Mittelkrebse: rund 1.700 Arten
Kleinkrebse  
Rankenfußkrebse: rund 1.300 Arten
Ruderfußkrebse: rund 8.500 Arten
Blattfußkrebse: rund 640 Arten
Muschelkrebse: rund 12.000 Arten
   
Flohkrebse: rund 3.000 Arten
Asseln: rund 4.000 Arten

Mit bis zu 1,50 m Beinlänge ist die Japanische Riesenkrabbe der größte aller Krebse. Der kleinste Krebs hingegen ist nur 0,5 mm lang es ist der Wasserfloh.

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N.N.
Bertelsmann Kinder-Tierlexikon
Bertelsmann Lexikon Institut Januar 2002
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