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wissen.de Artikel

Kreolischer Multi-Kulti-Salat

Die Küche von Trinidad und Tobago

Paradiesische Karibik

Karibischer Strand mit Palmen.

Trinidad und Tobago – der Name verrät schon das Erfolgsrezept. So wie sich der Inselstaat selbst aus zwei spannenden Gegensätzen zusammensetzt (dem temperamentvollen, üppig bewaldeten Trinidad und der kleinen, stilleren, lieblichen Schwester Tobago), so ist das ganze Karibikparadies ein gelungenes Stückwerk; ein Cocktail, gemixt aus den verschiedensten Zutaten aus aller Welt.

Das Englisch heißt dort Kreol und klingt ganz so, als ob es selbst auf Urlaub wäre. Die Bevölkerung schillert in allen Hautfarben von goldbraun bis tiefdunkel. Zur quirlig-bunten Calypso-Musik schmeckt ein Drink aus hartem Rum und süßem Ananassaft. Und Kurzentschlossene können sich binnen 24 Stunden die Hand zum Bund fürs Leben reichen.

Auch der Küche verleihen Kontraste ihre Würze. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: „Tum-Tum“ (pürierte Kochbananen), „Pastelles“ (Fleisch in Maismehlpasteten und mit Bananenblättern umwickelt), belegte Brötchen mit Haifisch oder Schweinesülze, ... Die vielen indischen Einwanderer bereicherten die Multi-Kulti-Salatschüssel um ihre Lieblingsspeisen: „Pilau“-Reis, „Roti“ (Fladenbrot) und rotes Linsen-„Dhal“.

 

Das Nationalgericht ist „Callaloo“

 

Querverbindungen zum 3000 Kilometer entfernten afrikanischen Kontinent sind ebenfalls vorhanden. So wird das Nationalgericht „Callaloo“, eine Art grüne Suppe, im westafrikanischen Sao Tome als „Calulu“ gelöffelt. Was weniger erstaunt, wenn man weiß, dass beide Inselreiche früher wichtige Umschlagplätze auf dem langen Seeweg der Sklavenschiffe von Afrika nach Amerika waren.

 

Vom Nachkochen raten wir übrigens ab. Zwar lassen sich südamerikanische Taroblätter oder afrikanischer Mussuakohl notfalls durch deutschen Blattspinat ersetzen. Doch der speziellen Würzmischung aus verschiedenen exotischen Samen und Blättern – Geheimtipp der afrokaribischen Hausfrau – kommen Sie hierzulande nie auf die Spur.

 

Da versuchen Sie Ihr Glück lieber in einem karibischen, kreolischen oder afrikanischen Restaurant in der nächsten Großstadt. Oder buchen gleich eine Reise ins Inselparadies. Denn so köstlich wie nach einem Tag „Liming“ (Landessprache für: Herumhängen) am Palmenstrand schmeckt’s sowieso nirgends ... Dazu als ideale Begleitung ein eisgekühltes einheimisches Bierchen – Stag oder Carib. Und davor oder danach einen Angostura (Magenbitter).

 

Als Starter für den Versuch am heimischen Herd zu empfehlen ist eine typisch ausgefallene Geschmackskombination aus Shrimps, Kokos und Orangenmarmelade.

 

Rezept: Frittierte Shrimps im Kokosmantel

 

Zutaten:

1 kg große Shrimps (geschält und entdarmt)
2 Tassen Mehl
2 Knoblauchzehen
1 ½ Tassen Milch
1 ½ Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Curry Pulver
½ Teelöffel Salz
2 Tassen Kokosflocken
Salz und Pfeffer

Sojaöl zum Frittieren

Orangenmarmelade

 

Zubereitung:

  1. Knoblauch zerdrücken und unter die Shrimps mengen.
  2. 1 ½ Tassen Mehl, Backpulver, Curry und Salz in einer Rührschüssel vermischen.
  3. Die Milch dazuschütten und solange rühren, bis Sie einen dicken, klumpenfreien Teig erhalten.
  4. Das restliche Mehl und die Kokosraspeln auf zwei separate Teller geben.
  5. Shrimps mit Mehl einstäuben, in den Teig tauchen und anschließend in den Kokosraspeln wälzen.
  6. Die panierten Shrimps in heißem Öl frittieren, bis sie goldbraun sind.
  7. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  8. Mit Orangenmarmelade zum Dippen servieren.


Dazu schmeckt ein karibischer Cocktail:

5 cl Rum, den Saft von 1 Limette, 10 cl Ananassaft, einige Spritzer Angostura, 1 EL Zuckersirup, einige Eiswürfel und Sodawasser der Reihe nach in den Shaker gießen und kräftig durchschütteln. Cheers!

Monika Wittmann
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