Als Nationalpark wird eine großräumige Landschaft bezeichnet, die wegen ihrer Schönheit und ihrer Naturschätze von nationaler Bedeutung ist und darum geschützt wird. Nationalparks befinden sich in einem vom Menschen nicht oder nur wenig beeinflussten Zustand und dienen vornehmlich der Erhaltung eines möglichst artenreichen heimischen Pflanzen- und Tierbestands.
Der Amboseli Nationalpark in Ostafrika

Die Massai sind ein nomadisch lebendes indigenes Hirtenvolk in Ostafrika.Mehr dazu im Artikel: Die Nationalparks Afrikas
Der besondere Reiz des Nationalparks besteht in der Aussicht auf die herrliche schneebedeckte Silhouette des Kilimandscharo, die sich bei klarem Wetter zeigt. Der Besuch des Parks lohnt sich auch wegen seiner großen Wilddichte. Man trifft auf viele Großwildarten wie Giraffen, Gnus, Zebras, Onyx, Impalas, verschiedene Gazellenarten und auf über 500 Elefanten. Da die Tiere Autos und Touristen gewöhnt sind, lassen sie sich gut fotografieren. Der Park ist touristisch bestens erschlossen, mehrere Hotelanlagen, sog. Lodges, sorgen für Komfort und Möglichkeiten, das Wild zu beobachten, auch ein einfacher Campingplatz ist vorhanden. Der Park ist bei Kenia-Touristen wegen seiner Überschaubarkeit und nicht zuletzt wegen seiner guten Verkehrsanbindung an die nur 260 km entfernte Hauptstadt Nairobi beliebt.
Nakurusee-Nationalpark

Flamingos im Nakuru Nationalpark, Kenia.
Tsavo-Nationalpark

Elefant im Lake Manyara National Park, Tanzania
Das Ergebnis ist im Tsavo Nationalpark besonders traurig: Zur Anfangszeit der Wilderei gab es in Kenia 1973 noch ca. 167 000 Elefanten und 15 000 Nashörner. 1979 war die Zahl bereits auf 60 000 Elefanten und 1200 Nashörner gesunken und ging sogar noch weiter zurück. Durch Schutzmaßnahmen trat in den 1990er Jahren eine Besserung ein, jedoch ist der Bestand heute nur noch sehr gering. Ansonsten beherbergt der Park Zebras, Giraffen, Antilopen, Grantgazellen und Impalas; an einigen Flussufern Krokodile und Flusspferde.
Kilimandscharo-Nationalpark

Der besondere Reiz des Nationalparks besteht in der Aussicht auf die herrliche schneebedeckte Silhouette des Kilimandscharo, die sich bei klarem Wetter zeigt. Der Besuch des Parks lohnt sich auch wegen seiner großen Wilddichte. Man trifft auf viele Großwildarten wie Giraffen, Gnus, Zebras, Onyx, Impalas, verschiedene Gazellenarten und auf über 500 Elefanten. Mehr dazu im Artikel: Die Nationalparks Afrikas
Ngorongoro-Reservat

Ngorongoro Krater mit Flamencos und Zebras in Tansania
Selous Wildreservat

Flusspferd im Selous Nationalpark, Tansania
Serengeti

Serengeti
Der in Nordtansania gelegene und wohl berühmteste Nationalpark Afrikas ist sehr gut erschlossen. Er grenzt im Süden an das Ngorongoro Reservat und im Osten an das Kernland der Massai. Im Westen berührt er die Schutzgebiete Grumeti, Ikorongo und Maswa. Viele teils luxuriöse Lodges stehen dem Safaritouristen zur Verfügung, aber auch Camping ist möglich. Serengeti bedeutet "großer, offener Platz". Damit ist diese unermesslich große, weite Savannenlandschaft passend beschrieben. Der 14 760 km2 große Nationalpark ist alljährlich Schauplatz riesiger Gnu- und Zebrawanderungen, die die Hauptattraktion für die Besucher darstellen. Ca. 1,5 Millionen Gnus und über 200 000 Zebras, begleitet von Thomsongazellen, Elenantilopen und Kuhantilopen versammeln sich und beginnen ihren Zug. Dabei werden sie von ca. 3000 Löwen, Hunderten von Hyänen, Geparden und Wildhunden begleitet, die geschwächte oder isolierte Tiere erbeuten. Nach einem genauen Rhythmus ziehen sie vom Norden in den Süden und schließlich wieder zurück. Die Wanderung verläuft im Uhrzeigersinn. Von Dezember bis Juni, in der regenreichen Zeit, bleiben die Tiere im Süden des Parks in der offenen Savanne unterhalb des Ngorongoro. In der Trockenzeit ab Juni wandern sie nach Norden. Wobei die vielen tausend Tiere den Mara, den Grenzfluss zu Kenia im Norden der Serengeti überschreiten. Dies stellt ein gewaltiges Naturschauspiel dar. Die Gesamtstrecke, die die Tiere auf ihrem Weg zurücklegen, beträgt über 800 km. In der Serengeti ist die Wildbeobachtung überall gut möglich, zumal die Tiere seit Jahrzehnten an Autos und Touristen gewöhnt sind. Die Tierbeobachtung vom Heißluftballon aus kommt immer mehr in Mode.
Dem deutschen Publikum wurde die Serengeti durch Professor Bernhard Grzimek bekannt. Mit seinem Buch "Serengeti darf nicht sterben" warb er für den Erhalt dieser einzigartigen Landschaft. Sein Sohn, der bei einem Flugzeugunglück in der Serengeti ums Leben kam, ist hier bestattet.
Ruwenzori Nationalpark in Uganda

Afrikanische Savanne im Queen Elizabeth Nationalpark, ostafrikanisches Ruwenzori-Gebirge (auch Ruvenzori oder Rwenzori genannt)
Niokolo Koba Nationalpark in Westafrika
Zum Senegal gehört der Niokolo Koba Nationalpark. Er ist mit 8500 km2 einer der größten Natur- und Tierparks Westafrikas. Das weitläufige Gelände liegt zwischen der Trocken- und Feuchtsavanne. Es gibt zwar einige Touristencamps, dennoch kommen nicht viele Besucher hierher. Die Wilderei ist stark verbreitet. Der Park beeindruckt mit altem Baumbestand, der im übrigen Westafrika zumeist abgeholzt wurde. Für diesen Teil Afrikas ist die Population von 400 Elefanten bemerkenswert. Zum Bestand zählen über 80 Säugetierarten, darunter ca. 600 Flusspferde und als Besonderheit viele Affenarten: Schimpansen, Husarenaffen, grüne Meerkatzen, Paviane und Colobusaffen. Hinzu kommen diverse Antilopen- und ca. 330 Vogelarten. In Ost- oder Südafrika wäre der Park wenig herausragend, in Westafrika jedoch sucht er seinesgleichen.
Central Kalahari Wildreservat in Botswana
Im Zentrum Botswanas liegt das Central Kalahari Wildreservat, das 1961 auch zum Schutz der Buschleute eingerichtet wurde. Mit 53 000 km2 ist es das größte Schutzgebiet im südlichen Afrika. Die Buschleute leben traditionell vom Jagen und Sammeln. Das Wildschutzgebiet umfasst Teile der Zentralkalahari an der Westgrenze Botswanas zu Namibia. Nachdem die Öffentlichkeit dort jahrzehntelang keinen Zugang hatte, wird das Gebiet jetzt touristisch erschlossen. Es gibt sogar vier Flugplätze. Die riesige Landfläche, sternenklare Nächte, Ruhe und Einsamkeit schaffen eine ganz eigene Stimmung, die den Reiz des Parks ebenso ausmacht wie die Tierwelt. Im Deception Valley bildet sich während der Regenzeit ein riesiges Grasmeer, das große Wildherden und die dazugehörigen Raubtiere anlockt. In der Trockenzeit sammelt sich das Wild an zwei mit Dieselpumpen ausgestatteten Wasserlöchern, Sunday Pan und Passarge Pan. Piper’s Pan, das isoliert im Inneren des Parks liegt, ist solarbetrieben. Die Suche nach Wasser lässt Gnus und Kuhantilopen auf Wanderschaft nach Norden ziehen. Neben diversen Antilopen kann man im Zentralkalaharipark Großvögel wie Strauße, Riesentrappen und Sekretärvögel sehen. Auch Lauf- und Perlhühner sowie verschiedene Raubvögel sind vertreten. An den Campingplätzen sieht man besonders häufig den hier beheimateten Kalahari-Heckensänger.
Chobe Nationalpark
In den 1960er Jahren richtete Botswana den Chobe Nationalpark ein. Dieser Park ist der zweitgrößte Nationalpark des Landes und umfasst knapp 11670 km2. Das Gebiet erstreckt sich entlang der Flüsse Chobe und Linyanti. Unterhalb des Liambezisees existiert eine Siedlungsinsel, die als Exklave nicht mit in den Park aufgenommen wurde. Die Landschaft des Nationalparks umfasst unterschiedliche Vegetationszonen. Sie ist am Chobeufer durch Schwemmgraslandschaften geprägt. Auch am Linyanti gibt es Sümpfe, in denen Papyrus wächst. In den anderen Gebieten des Parks hingegen dominieren Miombo- und Mopanewälder. Der Chobe Nationalpark ist ein Elefantenpark. Hier leben die meisten der 80 000 Elefanten Botswanas. Da der Park nicht eingezäunt ist, können die Elefanten auch außerhalb des Gebietes ihren alten Wanderpfaden bis in die Nachbarländer hinein folgen. Zu Beginn der Regenzeit findet eine große Zebrawanderung am Linyanti statt, an der ca. 25 000 Tiere beteiligt sind. Die unterschiedlichen Vegetationsformen ermöglichen eine große Artenvielfalt. Flusspferde und Krokodile leben hier ebenso wie eine Vielzahl Antilopenarten, Raubkatzen, Schakale, Dachse und Wildhunde. Am Chobeufer kommen ca. 450 verschiedene Vogelarten vor. Der Park ist gut erschlossen und kann am besten zwischen Mai und September bereist werden.
Luangwa Nationalpark in Sambia

Luangwa (Rio Aruângua), Nebenfluss des Sambesi.
Hwange Nationalpark in Simbabwe
Mit 14651 km2 ist der Hwange Nationalpark der größte Park Simbabwes. Als einer der größten touristischen Sehenswürdigkeiten ist er ganzjährig geöffnet. Er ist mit Flugzeugen und Fernbussen gut zu erreichen. Ferienhäuser in den drei staatlichen Camps sind eine preiswerte Alternative zu den Safarilodges. Im Westen grenzt der Park an Botswana, und die Nähe zu den dortigen Wildparks Moremi und Chobe ermöglicht den Wildtieren ein ungestörtes Wandern über die politischen Grenzen hinweg. Weite Teile des Parks bleiben der Öffentlichkeit unzugänglich. Der Tourismus ist auf den Norden des Geländes beschränkt. Teile des Parks wurden schon ab 1928 als Wildschutzzonen in einem bereits überjagten Gebiet eingerichtet. Weil sich der Jagdtourismus jedoch besser rechnete als der Schutz des Wildes, hatte der Park mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Korruption und Vernachlässigung ließen das Gebiet verkommen, das Wegenetz verfiel und die Wasserlöcher trockneten ein, da die Pumpen nicht repariert wurden. Kalaharisand bedeckte den größten Teil der Parkfläche, vor allem im Südteil und im Zentrum. Durchzogen wird dieses Gebiet von fossilen Flussbetten, Vleis genannt. Wenn während der Regenzeit dort teilweise wieder Wasser fließt, bilden sich frische Grasflächen, die auf die Antilopen, Zebras, Büffel und Gnus eine große Anziehungskraft ausüben. Im Norden des Parks dominiert der Mopanewald. Entlang der Wasserläufe wachsen Akazien, Mukwa, Ebenholz, Teak- und Leberwurstbäume. Neben den Antilopen gibt es dort auch Reptilien wie Eidechsen und über 45 Frosch- und Schlangenarten. Die Ornithologen freuen sich über 420 Vogelarten. Die dort lebenden ca. 30000 Elefanten sind für das natürliche Gleichgewicht im Park fast zu viel und werden teilweise kontrolliert abgeschossen (Culling). 1966 setzte man 35 Nashörner aus, die am Ort schon vollständig ausgerottet waren. Ein Bestand von etwa 50 Spitzmaulnashörnern hat überlebt. Dennoch bleibt die Wilderei weiterhin ein Problem. Die beste Reisezeit ist September und Oktober, wenn die Tiere sich an den vielen künstlich angelegten Wasserstellen tummeln.
Mana Pools Nationalpark

Drei junge Löwen im Mana Pools Nationalpark, Zimbabwe.
Der Mana Pools Nationalpark erstreckt sich über 50 km entlang des Sambesi und über 60 km ins Landesinnere hinein. Er ist von Lusaka aus gut zu erreichen. Wegen der großen Beliebtheit dieses Parks herrscht für die Besucher Reservierungspflicht. Aufgrund der Flussauen, die als Rückzugsgebiet für die bedrohten Spitzmaulnashörner von enormer Bedeutung sind, erkannte die Unesco den rund 2000 km2 großen Park 1984 als Weltnaturerbe an. Die vier Mana Pools sind übrig gebliebene Becken des Sambesi, der ursprünglich weiter südlich floss. Lagunen und Auwälder prägen das Bild. Dort wächst ein riesiger Akaziengürtel, aber auch Leberwurstbäume, Tropenhölzer, Sambesifeigen und Tamarinden sind zu finden. Mit zur Kulisse gehören die fernen Höhenzüge der Sambesiberge. Die Lagunen bilden die Heimat der Flusspferde, Krokodile und Wasservögel. Für einige der über 300 Vogelarten stellt das Sambesital die südliche Grenze ihres Lebensraumes dar. In der Auenlandschaft leben Zebras, Impalas, Warzenschweine und Paviane. Der Elefantenbestand ist auch hier sehr hoch. Bis zu 15000 Tiere durchziehen die Wälder und richten dabei bisweilen beträchtliche Flurschäden an. Mit den einsetzenden Regenfällen ziehen sich die Dickhäuter in die Berge zurück. Erst die Dürre treibt sie wieder hinunter an den Sambesi. Ähnliche Wanderungen vollführen auch die Büffel. Mana Pools ist zugleich einer der wenigen Plätze, an dem die scheuen Nyalaantilopen heimisch sind.
Victoriafälle
Mehr von kulturgeschichtlichem als zoologischen Interesse ist der Nationalpark an den Victoriafällen (Vicfalls Nationalpark) zwischen Sambia und Simbabwe, der seit 1989 auf der UNESCO-Weltnaturerbeliste steht. Die Wassermassen des Sambesi stürzen hier bis zu 108 m in die Tiefe. Dieser Ort ist seit seiner Entdeckung 1855 durch David Livingstone weltbekannt und hat eine lange Tourismusgeschichte. Die Reisenden in der heutigen Zeit werden für Kurztrips von zwei Tagen eingeflogen. Sie können dort nicht nur das grandiose Naturschauspiel der Fälle betrachten, sondern auch Wildwasserfahrten buchen, das traditionelle Ndebeledorf sowie diverse kleine Ausstellungen besuchen, mit Sportflugzeugen und Hubschraubern über die Fälle fliegen oder sich an einer Bungeeleine in die Tiefe stürzen. Trotz des wachsenden Tourismus gibt es hier ein reiches Wildleben, denn den Victoriafällen ist der Sambesi Nationalpark vorgelagert.
Etoscha Nationalpark in Namibia

Herde Giraffen galoppieren durch die afrikanische Savanne im Etosha Nationalpark, Namibia.
Krüger-Nationalpark in Südafrika

Giraffe trinkt an einer Wasserstelle im Krüger National Park.
Umfolozi und Hluhluwe National Parks
Daneben nehmen sich die zwei kleineren Schutzgebiete im Südosten Südafrikas sehr viel geringer aus. Der Umfolozi und der Hluhluwe (sprich: Schluschluwe) Nationalpark in Kwazulu/Natal haben eine Fläche von 880 km2 bzw. 230 km2. Sie wurden schon 1895 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehören zu den ältesten Wildparks in Afrika. Beide Parks sind mit Lodges und Campingplätzen gut erschlossen. Dichte Waldgebiete herrschen vor, die durchsetzt sind mit offenen Savannen. In diesen beiden kleinen Parks gibt es eine große Besonderheit: Knapp 2000 Nashörner leben dort. Dabei sind beide Arten, das Spitzmaul- und das Breitmaulnashorn, vertreten. Dieser Bestand ist weltweit einmalig, denn überall sonst sind die Nashörner durch Wilderei stark dezimiert worden. Die Händler haben es dabei auf das mächtige Horn abgesehen, dem man in Asien Heilkräfte und potenzsteigernde Wirkung zuschreibt und das daher zu allerlei zweifelhaften Präparaten verarbeitet wird. Die beiden südafrikanischen Parks mit ihrem weltweit größten Bestand an Nashörnern sorgen dafür, dass diese Tierart nicht gänzlich ausstirbt. So werden immer wieder Nashörner an andere afrikanische Parks abgegeben.









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