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Lebensmittel richtig lagern

Wie Oma ihre Vitamine über den Winter rettete

Spanische Tomaten im Dezember, griechischer Spargel im März und das ganze Jahr über frisches Obst aus aller Welt. Supermärkte und Kühltechnik haben Essgewohnheiten und den Umgang mit Lebensmitteln in der industrialisierten Welt verändert. Während wir uns jederzeit mit allem Möglichen eindecken können, mussten die Menschen vergangener Tage noch auf das zurückgreifen, was der Boden hergab – und das auch, wenn er gerade nichts hergab. Kurzum, sie mussten ihre Ernten oder Käufe einlagern. Doch wie lagerte man was ein? Eine Frage, die heute wieder interessant wird für jene, die sich bewusst ernähren und mehr lokales Obst und Gemüse in ihren Speiseplan aufnehmen wollen. Tipps von wissen.de.

Kartoffel statt Haferbrei

Kartoffeln
Kartoffeln

Erst im 18. Jahrhundert wurde die Kartoffel auf deutschen Tischen populär. Heute ist sie aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

„Kerls, ihr sollt mehr Kartoffeln anbauen“, wies einst König Friedrich der Große von Preußen seine Untertanen an, das sei für Preußen gut. Alsdann ließ er Wachen um bereits vorhandene Kartoffelfelder aufstellen. Wenn diese schon unter königlichem Schutz stehen, muss es sich ja wohl um eine wertvolle Pflanze handeln, sollte das Volk denken und neugierig werden.

Auf lange Sicht ging Friedrichs Rechnung auf. Bald galt die vitaminreiche Knolle als heimisches Hauptgrundnahrungsmittel. Nicht nur, weil sie leckerer schmeckte als Haferbrei, sondern weil sie sich auch bis zur nächsten Ernte hielt. Ein wichtiger Aspekt für die Menschen damals, die ohne Kühlschrank und Südfrüchte über den Winter kommen mussten.

Sicherlich bedurfte es jedoch einiger Versuche, das Ackergold ohne Verluste aufzubewahren, denn auch die lagerfähigste Frucht will richtig gelagert sein. Bekommt die Kartoffel zu viel Licht, beginnt sie zu keimen. Wird sie zu warm oder feucht verstaut, bildet sich Fäulnis. Auch Frost mag die Kartoffel nicht. Am liebsten hat sie es bei fünf Grad im dunklen luftig-feuchten Raum. Als Behältnis empfiehlt der Kartoffelbauer luftige Holzkisten und warnt davor, den Inhalt mit Plastikplane abzudecken.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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