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Lernen will gelernt sein: So klappt das Pauken vor der Prüfung

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Lern-Wohlfühloasen schaffen

Für viele ist absolute Stille und so wenig Ablenkung wie möglich ein absolutes Muss beim Lernen. Besonders, wenn der Countdown zur Prüfung läuft und der Stress kontinuierlich steigt, werden Nebengeräusche wie Kindergeschrei, laute Musik oder handwerkende Nachbarn zur Belastungsprobe. Denn unser Gehirn kann dann diese zusätzlichen Reize nur noch schwer verdrängen – und das stört unsere Konzentration.

Oft hilft hier nur ein Tapetenwechsel. So bieten Universitäten zum Beispiel häufig Lernkabinen für ein ruhiges und ungestörtes Arbeiten an. Auch Bibliotheken verfügen meistens über einen abgetrennten Bereich mit Arbeitsplätzen und WLAN-Zugang. Mittlerweile haben auch einige Cafés die Lage für sich erkannt und bieten nicht nur Kaffee und Belohnungskuchen, sondern auch ruhige Tische mit ausreichend Platz und Internet an. Sollte ein Ortswechsel nicht möglich sein, schaffen Schallkopfhörer und Ohropax Lärmabhilfe.

Gesundes Doping für Körper und Geist

Sport ist nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden wichtig, sondern steigert auch nachweislich die Gehirnleistung. Wissenschaftler nehmen an, dass sportliche Aktivitäten die Zellbildung im Hippocampus anregen und damit den Zwischenspeicher im Kopf ordentlich boosten. Verstärkt wird der Effekt durch Tryptophan. Über das Blut wird der Botenstoff ins Gehirn transportiert und dort in Serotonin umgewandelt: Mit dem Effekt, dass die Stimmung deutlich gehoben und die Leistungsfähigkeit steigt.

Und noch etwas hilft: Viel Trinken und die richtige Ernährung. Gerade in den Lernphasen sollten es am besten zwischen zwei bis drei Liter Wasser täglich sein. Für die nötige Energie sorgen gesunde Snacks, wie Walnüsse oder Mandeln. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Nüsse senken den Cholesterinspiegel. Eiweiß, B-Vitamine, Kalium, Magnesium und Eisen wiederum sorgen für ein starkes Nervenkostüm beim Lernen.

Lerngruppe in der Bibliothek
In der Gruppe können auch Wissenslücken durch verpasste Vorlesungen oder fehlendes Verständnis bei komplexen Fragestellungen kompensiert werden.
Schwarmintelligenzen nutzen

Sharing ist caring: Was bei Autos, Klamotten oder Lebensmitteln funktioniert, lässt sich auch auf Lernerfolge übertragen. Lernen in der Gruppe verhindert nicht nur die "Aufschieberitis" und schützt vor Ablenkung. Innerhalb der Gemeinschaft können auch Wissenslücken durch verpasste Vorlesungen oder fehlendes Verständnis bei komplexen Fragestellungen einfach aufgefangen werden.

"Wissensaustausch ist kein neuer, aber ein wachsender Trend", sagt Nini. "Dank der Digitalisierung sind Online-Communities im Vormarsch. Der Vorteil eines solchen kollaborativen Lernens liegt darin, dass Sachverhalte in der Gruppe erklärt, durchgesprochen und gemeinsam verstanden werden können. So ist am Ende jeder bestens auf die anstehende Prüfung oder das zu haltende Referat vorbereitet."

ckju.net, 07.09.2016
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