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LEXIKON

Adipsitas

[die; lateinisch]
Obesitas; Fettsucht
vom Normalgewicht um mehr als 20 % abweichende Vermehrung der Körpermasse durch Zunahme des Depotfetts (Body-Mass-Index größer als 30). Am verbreitetsten ist die Adipositas infolge von Überernährung und Bewegungsmangel, in eher seltenen Fällen ist sie durch eine Krankheit wie Störung des Hormonstoffwechsels bedingt. Zugrunde liegt der Adipositas vermutlich eine erbliche Veranlagung. Nach heutiger Auffassung besteht das Wesen der Adipositas in einer Störung des normalen Hunger-Sättigungsrelationsmechanismus, der zu einer positiven Energiebilanz führt: Es wird mehr Energie aufgenommen als verbraucht, und die überschüssige Energie wird in Form von Fett im Gewebe gespeichert. Adipositas ist ein Risikofaktor für Bluthochdruck, Diabetes mellitus u. a. Zur Behandlung dienen Reduktionsdiät, körperliche Bewegung und Verhaltenstherapie.
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