Archäologie
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]Archäologie: Leittypen
Archäologie: Leittypen
Altsteinzeitliche Leittypen im Rahmen des Eiszeitalters:
1) Speerspitze, 2) Kratzer, 3) Klinge mit beidseitiger Randretusche, 4) Gravettespitze,
5) Kerbspitze, 6) Blattspitze, 7) Harpune, 8) Lochstab, 9) Sägeklinge,
10) Bohrer, 11) Papageienschnabelklinge, 12) Zinken
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Archäologie: Leittypen img
Die A.Archäologie entstand als Zweig der Altertumswissenschaft aus dem Interesse an den Kultur- u.und Kunstdenkmälern der griechischen u.und römischen Antike. Als eigentl.eigentliche Begründer der klassischen Archäologie gilt J. J. Winckelmann (* 1717, † 1768).
Die ägypt.ägyptische A.Archäologie, die ein Teilgebiet der stark philologisch geprägten Ägyptologie ist, begann mit dem Feldzug Napoleons I. nach Ägypten (1798-1801), wo ihn eine französ.französische Gelehrtenkommission begleitete, die ihre Forschungsergebnisse in 36 Bänden vorlegte. Die etwas später entstandene vorderasiat.vorderasiatische A.Archäologie wandte sich als Teilgebiet der Altorientalistik der Erforschung der Kulturen der Sumerer, Babylonier, Assyrer, Hethiter/Luwier, Hurriter, Syrer, Phönizier, Meder, Perser u.und Sassaniden zu.
Im späteren 19. Jh. Jahrhundert entwickelte sich die prähistor.prähistorische A.Archäologie oder Ur- bzw. Vor- u. Frühgeschichte.
Vor allem aus der prähistor.prähistorischen A.Archäologie u.und der Alten Geschichte haben sich im 20. Jh. Jahrhundert die provinzialröm.provinzialrömische A.Archäologie, aus ersterer u.und der Mittelalterlichen Geschichte die mittelalterl.mittelalterliche A.Archäologie entwickelt. Gegenwärtig gibt es auch eine christliche, biblische oder hebräische, islamische, indische, chinesische u.und amerikan.amerikanische AArchäologie. Letztere gehört zur Ethnologie u.und erforscht vor allem die vorkolumbian.vorkolumbianischen Indianerkulturen Lateinamerikas.
Außerhalb der klass.klassischen A.Archäologie konzentriert man sich nicht nur auf die Bau- u.und Kunstdenkmäler, sondern auf alle Lebensbereiche des Menschen, dabei nimmt die Siedlungsarchäologie einen wichtigen Rang ein.
Die Arbeitsweise des Archäologen umfasst zwei Bereiche: die Datenerfassung u.und darauf aufbauend die Rekonstruktion der Kunstgeschichte bzw. der histor.historischen Verhältnisse im Allgim Allgemeinen. Die Datenerfassung besteht einmal aus der Auffindung archäolog.archäologischer Bodendenkmäler mit Hilfe von zufälligen Fundmeldungen, der archäologischen Landesaufnahme, des Surveys, d. h. der Ermittlung u.und Dokumentation von Topographie, Fundobjekten u.und Bauresten auf dem bzw. im Boden, der Luftbild- und Unterwasserarchäologie u.und der darauf folgenden Ausgrabung, deren Methodik nicht nur, aber stark in der prähistor.prähistorischen A.Archäologie ausgebildet u.und verfeinert wurde.
Stratigraphie img
Die Ausgrabung wird in allen archäolog.archäologischen Fächern praktiziert, auch in der klass.klassischen A.Archäologie, obwohl hier nur der kleinere Teil der Wissenschaftler sie beherrscht. Zur Grabungstätigkeit gehört die sinnvolle Anlage von Grabungsschnitten, das genaue Erkennen u. die sorgfältige Beobachtung der Stratigraphie, weiterhin die Bauaufnahme, aber auch die Bearbeitung des unterschiedl.unterschiedlichen Fundmaterials, von Keramik, Kleinfunden u.und anderen Gegenständen.
Naturwissenschaftliche Disziplinen sind als Hilfswissenschaften zunehmend wichtiger geworden: Die Magnetometermessung zur Feststellung von im Boden verborgenen Bauten, die C-14-Methode u.und die Dendrochronologie zur Datierung; Geologie, Pollenanalyse, Botanik u.und Zoologie bei der Rekonstruktion früherer Landschafts- u.und Klimaverhältnisse u.und der Nahrungsmittel; Röntgenuntersuchungen bei stark verrrosteten Gegenständen zur Rekonstruktion ihrer ursprüngl.ursprünglichen Form u.und Verzierung; Spektralanalysen zur Bestimmung von Metalllegierungen, chem.chemische Untersuchungen zur Analyse von Gefäßinhalten; die Neutronenaktivierungsanalyse zur Bestimmung der Herkunft von Keramik (lokale Produktion - Import); anthropolog.anthropologische Untersuchungen menschl.menschlicher Skelette.
Die Deutung der Denkmäler u.und Befunde findet in der Bibliothek statt u.und baut auf den gängigen archäolog.archäologischen Methoden wie Stilkritik, Datierung, Ikonographie einerseits u.und Interpretation von Stratigraphie, Bauresten u.und Gebrauchsobjekten andererseits auf. Daran schließt sich die Einordnung in die politischen, sozialen u.und kulturellen Gegebenheiten u.und Entwicklungen an.
Neue Impulse wurden den archäolog.archäologischen Fächern auch durch die stark theoretisch fundierte New Archaeology gegeben, in deren Zentrum Fragen über soziale u.und kulturelle Prozesse stehen.
In der Contextual Archaeology geht es darum, die materielle Kultur als Ausdruck von sozialem Tun, individuellem Denken u.und gesellschaftl.gesellschaftlichen Regeln zu verstehen.
Als neue Richtung hat sich auch die Gender Archaeology ausgebildet, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht allein biologisch, sondern vor allem sozial u.und kulturell bedingt sieht. Eine weitere neue Richtung ist die bes.besonders in Skandinavien u.und England betriebene Experimentelle Archäologie.
In Deutschland sind Träger archäolog.archäologischer Forschung, auch von Ausgrabungen, die Museen, die Landesdenkmalämter (oft eng miteinander verbunden), die jeweiligen Universitätsinstitute u.und das Deutsche Archäologische Institut..











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