Ạsien
[ assyr.assyrisch açu, Sonnenaufgang]
Asien: Staaten
| Staat | Hauptstadt |
| Afghanistan | Kabul |
| Armenien | Eriwan |
| Aserbaidschan | Baku |
| Bahrain | Manama |
| Bangladesch | Dhaka |
| Bhutan | Thimbu |
| Brunei | Bandar Seri Begawan |
| China | Peking |
| Georgien | Tbilissi (Tiflis) |
| Indien | Neu-Delhi |
| Indonesien | Jakarta |
| Irak | Bagdad |
| Iran | Teheran |
| Israel | Jerusalem |
| Japan | Tokyo |
| Jemen | San'a |
| Jordanien | Amman |
| Kambodscha | Phnom Penh |
| Kasachstan | Astana |
| Katar | Doha |
| Kirgisistan | Bischkek |
| Korea, Nord- | Pjöngjang |
| Korea, Süd- | Seoul |
| Kuwait | Kuwait |
| Laos | Vientiane |
| Libanon | Beirut |
| Malaysia | Kuala Lumpur |
| Malediven | Male |
| Mongolei | Ulan Bator |
| Myanmar | Naypyidaw |
| Nepal | Katmandu |
| Oman | Maskat |
| Osttimor | Dili |
| Pakistan | Islamabad |
| Philippinen | Manila |
| Saudi-Arabien | Riad |
| Singapur | Singapur |
| Sri Lanka | Colombo |
| Syrien | Damaskus |
| Tadschikistan | Duschanbe |
| Taiwan | Taipeh |
| Thailand | Bangkok |
| Türkei | Ankara |
| Turkmenistan | Aschchabad |
| Usbekistan | Taschkent |
| Vereinigte Arabische Emirate | Abu Dhabi |
| Vietnam | Hanoi |
Asien: Staaten standard.tables
Natur
Fast 1/4 der Gesamtfläche entfällt auf die subkontinentalen Halbinseln (Arabien, Indien) u.und Inseln. Nur 1/4 des Kontinents besteht aus Tiefland, über 1/6 liegt mehr als 2000 m ü. M. Ausgesprochener Tieflandcharakter herrscht vor allem im westl.westlichen Sibirien. Zwischen alten Tafelländern im SSüden (Arabien, Dekan) u.und der sibir.sibirischen Masse im NNorden liegen tertiäre Faltengebirge, die gleichzeitig mit dem europ.europäischen Alpenkörper entstanden sind. Sie schließen die meist abflusslosen Hochländer von Anatolien u.und Iran ein, scharen sich in mächtigen Gebirgsknoten (Armenien, Hochland von Pamir), erreichen ihre größte Höhe im Himalaya u.und biegen, durch tiefe Talschluchten voneinander getrennt, über Hinterindien nach SSüden um; in Indonesien sind sie z. T. vom Meer überflutet. Tertiär sind auch die japan.japanischen Inselbögen bis Kamtschatka. Der Himalaya, paläozoische Faltengebirge (Tian Shan, Altai) u.und die Schollen der sibir.sibirischen Masse (Khangai-, Jablonowyj- u.und Sajanisches Gebirge) schließen die innerasiat.innerasiatischen Hochländer (Tibet, Dsungarei) mit ihren Steppen u.und Wüsten (Tarimbecken, Gobi) ein. A.Asien ist häufig Schauplatz schwerer Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Taifune), die vor allem im SSüden u.und OOsten des Kontinents auftreten.
Gewässer
Zum Nordpolarmeer ziehen die sibir.sibirischen Riesenströme Ob (mit Katun 5570 km), Jenissej (4092 km) u.und Lena (4400 km), deren Schiffbarkeit durch gewaltige Hochwasser, Verwilderung u.und lange Eisbedeckung stark behindert ist. Zum Einzugsbereich des Pazifischen Ozeans gehören Amur (4416 km), Huang He (4845 km) u.und Chang Jiang (6300 km), zu dem des Indischen Ozeans Euphrat (3380 km), Tigris (1899 km), Indus (3200 km), Ganges (2511 km) u.und Brahmaputra (2896 km) sowie die hinterind.hinterindischen Ströme Mekong (4500 km), Saluen (2414 km) u.und Irrawaddy (2092 km). - Eine riesige Fläche im Innern hat keinen Abfluss zum Meer; ihre Flüsse enden in großen Binnenseen. Das größte Binnengewässer Asiens u.und der Erde überhaupt ist das Kaspische Meer (386 500 km2), das tiefste (1637 m) der Baikalsee.
Klima
Durch starke Ein- u.und Ausstrahlung im Binnenland werden heiße Sommer u.und strenge Winter hervorgerufen. Ausgedehnte winterl.winterliche Hochdruckgebiete im Innern u.und im NNorden sowie sommerl.sommerliche Tiefdruckgebiete in den inner-, vorder- u.und südasiat.südasiatischen Binnenräumen verursachen in Süd- u.und Ostasien die im Winter meerwärts, im Sommer landeinwärts wehenden Monsunwinde. Monsunklima mit einem ausgeprägten Wechsel von Trocken- u.und Regenzeiten kennzeichnet die Küstenländer u.und Gebirgsränder im SSüden u.und OOsten. Im äußersten SOSüdosten hat A.Asien Anteil am ständig feuchtheißen Tropenklima. Steppen- u.und Wüstenklima bestimmen den großen zentralasiat.zentralasiatischen Trockengürtel u.und die Arabische Halbinsel. An den Westrändern Vorderasiens überwiegt subtrop.subtropisches Mittelmeerklima. Der größte Teil Sibiriens u.und die nördl.nördliche Mandschurei haben ausgesprochen kontinentales Klima. Bei Ojmjakon im NONordosten Sibiriens liegt der Kältepol der Nordhalbkugel mit durchschnittl.durchschnittlichen Tiefstwerten bis -69,8 °C u.und absolutem Minimum von -78 °C.
Pflanzen- und Tierwelt
Die Pflanzenwelt entspricht den verschiedenen Klimazonen, doch ist in weiten Gebieten infolge der uralten Besiedlung die ursprüngl.ursprüngliche Vegetation stark verändert oder vernichtet worden. Vom Malaiischen Archipel bis nach Sri Lanka u.und Indien ist trop.tropischer Regenwald von großer Üppigkeit u.und Artenfülle verbreitet. Erst in Höhen von 2000 m u.und mehr geht der Regenwald in Nebelwald über, der in noch höheren Lagen von Krummholz u.und Matten abgelöst wird. Laub abwerfende Monsunwälder finden sich in den monsuntrop.monsuntropischen Landstrichen. In den regenarmen Gebieten dieses Bereichs herrschen Savannen vor. In Ostasien sind teilweise noch prachtvolle Laub- u.und Mischwälder mit großem Artenreichtum erhalten. Der WWesten Kleinasiens wird durch Mittelmeervegetation bestimmt. Der asiat.asiatische Trockengürtel ist durch Steppen, Halbwüsten u.und Wüsten gekennzeichnet; Kamele, Wildesel, Antilopen, Wölfe, Nagetiere u.und Steppenvögel bilden die Tierwelt dieser trockenen Gebiete. In Sibirien dehnt sich das größte Waldgebiet der Erde, die Taiga, aus, in der im versumpften WWesten Birken, im Übrigen aber Nadelwälder vorherrschen; Hirsche, Elche u.und Pelztiere haben in diesen Wäldern noch eine weite Verbreitung. Im nördlichsten Streifen von A.Asien wachsen Zwergsträucher, Flechten u.und Moose der Tundra, in der Rentier, Lemming, Schneehase, Eisfuchs u.und Vielfraß leben.
Vegetationszonen der Erde img
Bevölkerung
In A.Asien leben rd.rund 4,0 Mrd. Menschen u.und damit über 3/5 der Erdbevölkerung. Die Bevölkerung ist ausgesprochen ungleich verteilt. Den fast menschenleeren Räumen im NNorden Sibiriens, in den zentralasiat.zentralasiatischen Hochgebirgen u.und den Wüsten u.und Halbwüsten der Arabischen Halbinsel u.und des Iran stehen vor allem im SSüden u.und OOsten des Kontinents äußerst dicht besiedelte Gebiete gegenüber. Die bis heute anhaltende Landflucht hat vor allem einige Küstenstädte zu riesigen Ballungsräumen mit mehreren Millionen Ew.Einwohnern anschwellen lassen (z. B. Shanghai, Kolkata, Mumbai, Jakarta). Die Wachstumsraten einiger asiat.asiatischer Länder (z. B. Saudi-Arabien, Oman) sind infolge hoher Geburtenraten bei abnehmenden Sterberaten bes.besonders groß. Das zahlenmäßig stärkste Volk Asiens u.und der Erde überhaupt sind die Chinesen, die mehr als 1/5 der Menschheit ausmachen, dicht gefolgt von den Indern.
Asien: Völker und Sprachen img
China: Grundschüler img
Zahlreiche frühmenschl.frühmenschliche Knochenreste sind auf asiat.asiatischem Boden gefunden worden, so der Pithecanthropus auf Java u.und der Sinanthropus in China. Der weite, dünn besiedelte NNorden ist das Gebiet der Jäger- u.und Fischervölker, die heute stark mit russ.russischen Kolonisten durchsetzt sind. In den Stromtiefländern des Ostens bildete sich das Volk der Chinesen heraus, sog die benachbarten Stämme allmählich auf u.und legte den Keim zur Entstehung der koreanischen u.und der japan.japanischen Kultur. Auch nach SSüden strahlte die chines.chinesische Kultur aus u.und traf in Hinterindien auf den indischen Kultureinfluss (Khmer, Cham), der bis nach Indonesien hinein zu finden ist (Java, Bali), dem Siedlungsgebiet der Malaien. Indien ist ein Land mit alter Schriftkultur (Induskultur), in dem mehrere Bevölkerungsschichten einander abgelöst u.und verdrängt haben. Die in Südostasien lebenden so genannten Negritos wurden durch die Gruppe der Dravidavölker abgelöst (Südindien), die wiederum durch die von NWNordwesten einwandernden Indoeuropäer (Hindu) verdrängt wurden, die das heutige Gesicht Indiens bestimmen. Das Völkerbild Westasiens weist eine Gruppe indoeurop.indoeuropäischer Völker (Perser u. a.) neben den Semiten (Araber) auf. Innerasien, das Gebiet der Turk- u.und Mongolenstämme, ist eine Völkerwiege, aus der in mehreren Wellen Stämme nach China, Indien, Kleinasien u.und bis nach Europa vordrangen.
Den alten Kulturzentren in Mesopotamien, Indien, Ostasien entstammen auch die drei großen Religionsgruppen; in Vorderasien: Christentum, Judentum, Islam (bis nach Innerasien u.und Indonesien ausgebreitet); in Indien: Hinduismus u.und der bis weit nach Ost- u.und Nordasien verbreitete Buddhismus; in China u.und Japan: Konfuzianismus, Daoismus u.und Shintoismus.
Wirtschaft
A.Asien gehört zu den rohstoffreichsten Erdteilen. Die Bodenschätze sind aber sehr ungleich verteilt; nur China u.und Russland haben große Reserven an fast allen wichtigen Rohstoffen bzw. Energiequellen. Die Ausbeutung der Bodenschätze ist örtlich zwar schon vor Jahrtausenden begonnen worden, jedoch ist die zielbewusste Nutzung erst eine Folge abendländ.abendländischen Einflusses. Tropen- u.und Monsunländer erweckten frühzeitig das Interesse der Europäer, die den größten Teil der wirtschaftlich wertvollen Gebiete in Besitz nahmen. Die Industrialisierung hat in vielen Ländern eine entscheidende Änderung des sozialen Gefüges herbeigeführt. Mitte der 1990er Jahre zählten viele Staaten Ost- u.und Südostasiens (z. B. China, Singapur, Südkorea, Malaysia) zu den Ländern mit dem weltweit höchsten Wirtschaftswachstum. Diese Entwicklung wurde jedoch durch die sogenannte Südostasienkrise 1997/1998 unterbrochen. Hochwertige Hightech-Produkte gelangen vor allem aus Japan, Singapur u.und Hongkong auf den Weltmarkt. Indien hat sich zu einer Hochburg der Computertechnologie u.und Mikrochiperzeugung entwickelt. Das anhaltend hohe Wirtschaftswachstum in China hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft (Verknappung von Rohstoffen u.und Investitionsgütern durch den wachsenden chines.chinesischen Bedarf, Erschließung Chinas als neuen Absatzmarkt von Seiten der westl.westlichen Industrieländer).
In der Landwirtschaft versucht man durch Ausdehnung des Kulturlands dem wachsenden Bevölkerungsdruck Rechnung zu tragen. Zu den wichtigsten landwirtschaftl.landwirtschaftlichen Produkten Asiens zählen Reis (Süd- u.und Südostasien), Kautschuk (Sri Lanka, Malaysia, Indonesien), Jute (Bangladesch), Baumwolle (Südasien, Westturkistan), Seide (Ostasien), Sojabohnen (Mandschurei), Tee (Südkaukasien, Indien, Sri Lanka, Indonesien, China), Tabak (Südkaukasien, Indien, Indonesien, China u. a.) u.und Weizen (Südwestsibirien, Pakistan, Indien, China, Mandschurei). Die wichtigsten Bodenschätze sind Erdöl u.und Erdgas (Vorderasien, Westsibirien, Kaukasus, südl.südlicher Ural, Indonesien), Zinn (Malaysia, Indonesien), Mangan (Indien, Kaukasus), Wolfram (China, Hinterindien).
Java: Teepflücker img
Verkehr
Die Verkehrserschließung Asiens ist sehr uneinheitlich. Ein ausgebautes Straßennetz ist in den meisten Ländern vorhanden, allerdings sind die Straßen vielfach ohne feste Decke u.und folglich in den Monsungebieten nicht ganzjährig befahrbar. Nur West- u.und Mittelsibirien, Myanmar u.und die Himalayastaaten verfügen über kein ausgebautes Straßennetz. Das Eisenbahnnetz ist vor allem in Japan, im OOsten Chinas, Sibirien, Indien, Pakistan, Indonesien (Insel Java) u.und Irak ausreichend dicht. Die Binnenschifffahrt ist bes.besonders in Vorderindien (Ganges-Brahmaputra-Delta), Myanmar, Thailand, China u.und in Sibirien wichtig. Für die Inseln der südostasiat.südostasiatischen Länder ist die Küstenschifffahrt von großer Bedeutung. Wichtige Seehäfen gibt es an allen asiat.asiatischen Küsten mit Ausnahme vom Nördlichen Eismeer. Der nationale u.und internationale Luftverkehr ist überall in A.Asien bedeutend. Alle asiat.asiatischen Staaten haben eigene Fluggesellschaften.
Erforschung
Der asiat.asiatische Kontinent wurde von Europa aus wohl zunächst durch phöniz.phönizische Seefahrer erforscht, die als Erste eine engere Verbindung zwischen der Mittelmeerkultur u.und dem westl.westlichen A.Asien herstellten. Vom 7. Jh. v. Chr. an wurden durch griech.griechischen Kolonisten in Kleinasien weitere Einzelheiten bekannt. Die Feldzüge Alexanders des Großen brachten im 4. Jh. v. Chr. eine starke Erweiterung der Kenntnisse. Aber noch im Kartenwerk des Ptolemäus (2. Jh. n. Chr.), das bis ins MA grundlegend blieb, war von Nordasien nichts, von Zentral- u.und Ostasien nur wenig bekannt, u.und selbst über Indien bestanden nur unklare Vorstellungen. Die Araber erweiterten zwar die Kenntnisse über A.Asien beachtlich, doch erhielt Europa erst spät von diesem Wissen Kunde. Im 13. Jh. kam es mit der Errichtung des Mongolenreichs zu einer ersten unmittelbaren Berührung zwischen Europa u.und dem Fernen OOsten. Reisende, wie Marco Polo (in China von 1271-1295), schilderten dem staunenden Abendland den Glanz bisher unbekannter Kulturen. Ein entscheidender Fortschritt trat erst ein, als durch Vasco da Gama 1497/98 der Seeweg von Europa nach Indien entdeckt wurde. Mit dem seit dem ausgehenden 16. Jh. beginnenden russ.russischen Vorstoß nach Sibirien (J. Timofejew 1580; S. I. Deschnew umfuhr 1648 das Ostkap Asiens, V. Bering entdeckte 1728 die Beringstraße) kam auch der bis dahin fast unbekannte N des Erdteils deutlicher in den europ.europäischen Gesichtskreis. Am spätesten, mit Beginn des 19. Jh., wurde Innerasien in die Erforschung einbezogen (A. von Humboldt 1829, Gebr. Schlagintweit 1855/56, N. Prschewalskij 1870-1885, F. von Richthofen 1868-1872, S. Hedin durch vier Reisen zwischen 1894 u.und 1935, W. Filchner 1900-1938).
Geschichte
Um 3000 v. Chr. entstand in A.Asien, im SSüden Mesopotamiens, die erste Hochkultur der Geschichte: das Reich der Sumerer. Sie gründeten die ersten Städte, pflegten Beziehungen zur Indus-Kultur (Mohenjo-Daro) u.und entwickelten die erste Schrift. Ihr Reich ging Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. in dem der Akkader auf, das später unter die Herrschaft der Babylonier fiel.
In der 1. Hälfte des 6. Jh. Jahrhunderts v. Chr. dehnten die Perser ihre Herrschaft über ganz Kleinasien u.und 517 v. Chr. bis ins Industal hinein aus, wo es bereits um 1500 v. Ch. eine weitere asiat.asiatische Hochkultur (Indushochkultur) gab. Die Perser wurden im 4. Jh. Jahrhundert v. Chr. von Alexander dem Großen (Alexander III. von Makedonien) unterworfen. Eine dritte asiat.asiatische Hochkultur entstand in China um 1500 v. Chr. in den Flussebenen des mittleren Huang He unter der Herrschaft der Shang-Dynastie.
Im 4. Jh. Jahrhundert n. Chr. eroberten die aus der Mongolei kommenden Hunnen Nordchina u.und wandten sich, nachdem sie durch die chines.chinesische Han-Dynastie zurückgedrängt wurden, nach Europa. Ihr Eindringen löste die german.germanische Völkerwanderung u.und damit den Untergang des Weströmischen Reichs aus. Ihr folgte später die Ausbreitung der Slawen.
Im 7. Jh. Jahrhundert wurde das durch die islam.islamischen Araber geeinte Kleinasien zum Ausgangspunkt für die Eroberungszüge des Islams. 751 siegten islam.islamische Truppen unter Sija Ibn Salich im Gebiet des Talas über chines.chinesische Streitkräfte u.und entschieden damit die künftige Zugehörigkeit Innerasiens zum islamischen, nicht zum chinesisch-buddhist.chinesisch-buddhistischen Kulturkreis. 712 begann die Islamisierung Indiens durch die Araber, die Ende des 12. Jh. Jahrhunderts mit der Einnahme von Bihar (1194) ihren Höhepunkt erreichte.
Mongolen: Reiche und Feldzüge img
In Kleinasien traten die Türken unter Osman I. (1288-1326) die Nachfolge der Mongolen an u.und schufen bis zum 16. Jh. Jahrhundert im Mittelmeerraum das vom Islam geprägte Osmanische Reich. Nur in Nordindien gelang den Mongolen noch eine Staatsgründung: 1526 entstand das Reich der Großmoguln.
Durch die Eroberungskriege der Türken wurden bereits im 15. Jh. Jahrhundert die Mittelmeerwege u.und die alten Karawanenstraßen, auf die sich die direkten Handelsbeziehungen zwischen dem Abendland u.und dem Orient stützten, unpassierbar. Die auf den Seehandel angewiesenen Staaten Spanien u.und Portugal begannen nach neuen Seewegen zu suchen, vor allem für den Handel mit Indien, u.und leiteten damit das Zeitalter der europ.europäischen Entdeckungs- u.und Eroberungsexpeditionen ein. Die Portugiesen sicherten sich die Vorherrschaft im Indischen Ozean; die Spanier begannen um 1565 mit den Philippinen Handel zu treiben; die Briten u.und Holländer nahmen um 1600 den Asienhandel auf; um 1600 eroberten die Holländer Java u.und nahmen um 1640 den Portugiesen Malakka ab.
Entdeckungsgeschichte bis um 1500 img
Entdeckungsgeschichte (16.-18. Jh.) img
China erlebte unter der Mandschu-Dynastie (1644-1911) einen Höhepunkt seiner Macht. Die Berichte europ.europäischer Missionare über die hohe Kultur Chinas erregten in Europa Aufsehen u.und Bewunderung. Das europ.europäische Kultur- u.und Geistesleben wurde in jener Zeit stark von China beeinflusst (Chinoiserie), während sich der europ.europäische Einfluss in China zunächst auf einzelne Küstenstädte, wie Canton, Macau u.und Ningbo, beschränkte.
In Japan setzte nach dem ersten Eindringen des Christentums eine heftige nationale Reaktion ein. Von 1633 ab sperrte sich das Land gegen alle kulturellen Einflüsse von außen. Nach diesen Misserfolgen in Ostasien wandten die Holländer u.und Briten sich Süd- u.und Südostasien zu. So bauten die Holländer in Indonesien, die Briten in Indien ihre Handelsniederlassungen aus. In Indonesien übernahm Anfang des 17. Jh. Jahrhunderts die Niederländisch-Ostindische Kompanie alle bereits vorhandenen Faktoreien. In Indien setzte die brit.britische Ostindische Kompanie im 17. Jh. Jahrhundert ihren Einfluss durch.
Kolonialismus: Aufteilung der Erde img
Russland schloss um 1870 die Eroberung Zentralasiens ab u.und drang in Ostsibirien (seit Mitte des 17. Jh. Jahrhunderts) bis zur Nordgrenze Chinas vor. Die durch Volksaufstände geschwächte Qing-Regierung wurde seit Mitte des 19. Jh. Jahrhunderts von den europ.europäischen Großmächten zum Abschluss der sog. Ungleichen Verträge gezwungen.
Japan wurde 1854 von den USA zum Abschluss eines Handelsvertrags gezwungen. Diesem folgten Handelsverträge Japans mit anderen Westmächten. 1894/95 kam es zum chinesisch-japanischen Krieg, in dem Japan durch seinen Sieg den chines.chinesischen Einfluss in Korea zurückdrängte u.und Formosa (Taiwan) u.und die Pescadores erhielt. Aufgrund seiner Erfolge im russisch-japanischen Krieg (1904/05) erhielt Japan die Schutzherrschaft über Korea zugesprochen u.und gewann damit freie Hand zur Annexion Koreas 1910.
Die Zeit bis zum Ende des 2. Weltkriegs war einerseits geprägt durch das wirtschaftliche u.und militär.militärische Expansionsstreben Japans in Ost- u.und Südostasien, dessen Ziel die Schaffung einer „Gemeinsamen Großostasiatischen Wohlstandssphäre“ war, andererseits durch die Schwäche Chinas, in dem seit der Revolution von 1911/12 Bürgerkrieg herrschte. Seit der russ.russischen Oktoberrevolution von 1917 gewannen die Ideologien vom Nationalismus bis zum Kommunismus im polit.politischen Geschehen Asiens zunehmend an Wirksamkeit.
Das Osmanische Reich zerfiel bereits nach dem 1. Weltkrieg in national-arab.national-arabische Staaten, während aus den asiat.asiatischen Kolonialreichen nach dem 2. Weltkrieg die heutigen Nationalstaaten hervorgingen. 1949 begann mit der Ausrufung der chines.chinesischen Volksrepublik eine Periode der inneren Festigung u.und des Neuerstarkens Chinas.
Die Unabhängigkeit brachte den meisten asiat.asiatischen Staaten politische u.und vor allem wirtschaftl.wirtschaftliche Probleme. Der europ.europäische Einfluss wurde durch den US-amerikan.US-amerikanischen Einfluss abgelöst. Das Zentrum des ideolog.ideologischen Ost-West-Konflikts u.und damit des weltpolit.weltpolitischen Geschehens hatte sich (wie zunächst der Korea-Krieg u.und dann der Vietnam-Krieg bewiesen) zunehmend nach A.Asien verlagert.
Trotz des Bestrebens, internationale Konflikte durch Konferenzen u.und Verträge zu lösen, blieben neben Indochina sowohl die vorderasiat.vorderasiatischen Krisenherde (Zypern-Frage, arabisch-israel.arabisch-israelischer Konflikt) als auch die Indien-Pakistan-Frage (Krieg um Bangladesch 1971) explosiv.
China stand in der Machtpolitik Südostasiens im Gegensatz zur Sowjetunion, die in Vietnam nach Beendigung des Vietnamkriegs einen Verbündeten besaß. Vietnam marschierte 1978/79 in Kambodscha ein, während die Sowjetunion Ende 1979 Afghanistan besetzte.
In vielen asiat.asiatischen Staaten kam es wiederholt zu Militärputschen u.und Machtwechseln, so in der Türkei (September 1980) u.und im Iran, wo der Schah das Land im Januar 1979 verlassen musste. Zwischen Iran u.und Irak kam es 1980 zum Golfkrieg, in dem erst 1988 ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen wurde. Der Abzug der Sowjetunion aus Afghanistan sowie der Abzug Vietnams aus Kambodscha 1989 beseitigte nicht das Krisenpotenzial dieser Länder. Im gleichen Jahr verschärften sich die innenpolit.innenpolitischen Konflikte in Sri Lanka u.und auf den Philippinen. In Birma (Myanmar) formierte sich seit 1988 eine starke Demokratiebewegung, die - ebenso wie in China 1989 - blutig unterdrückt wurde.
Kambodscha: Abzug vietnamesischer Truppen img
1990 vereinigten sich die beiden jemenit.jemenitischen Staaten. 1991 kam es zum 2. Golfkrieg, durch den Kuwait von der Besetzung durch den Irak befreit wurde.
Das Ende der UdSSR im Dezember 1991 brachte gravierende Änderungen für die polit.politische Landschaft Asiens. Vor allem die Türkei u.und der Iran bemühten sich um eine Kooperation mit den neuen mittelasiat.mittelasiatischen Staaten. Neue Konfliktherde entstanden (u. a. Tadschikistan). In Afghanistan übernahmen die radikalislam.radikalislamischen Taliban die Macht. Neben der Wirtschaftsvormacht Japan gerieten auch Indonesien, Malaysia, Singapur, Südkorea, Taiwan u.und Thailand, die seit den 1980er Jahren ein immer schnelleres industrielles Wachstum vorgelegt hatten, 1997/98 in eine schwere ökonom.ökonomische Krise, die in Indonesien zum Sturz des Suharto-Regimes beitrug. In Pakistan, dessen Beziehungen zu Indien nach wie vor gespannt blieben (Kaschmirkonflikt), putschte 1999 das Militär. Ein Gipfeltreffen der Staatschefs von Nord- u.und Südkorea 2000 brachte keine Lösung des Koreaproblems. Das islamist.islamistische Talibanregime in Afghanistan wurde durch eine Militäroffensive der USA 2001 gestürzt. 2002 erlangte Osttimor die volle staatl.staatliche Souveränität. Im gleichen Jahr einigten sich die Bürgerkriegsparteien Sri Lankas auf einen Waffenstillstand u.und formelle Friedensverhandlungen. 2003 beendeten die USA die Herrschaft Saddam Husseins im Irak. Südasien wurde 2004 von einer Flutkatastrophe (Tsunami) heimgesucht.





















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