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LEXIKON

Bau der Cheops-Pyramide

Bau der Cheops-Pyramide
Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet um 450 v. Chr. über die gigantischen Arbeiten an der größten ägyptischen Pyramide. Pharao Cheops ließ sie um 2540 v. Chr. in 20jähriger Bauzeit unter großen Opfern seines Volkes als Grablege errichten:

"Aber Cheops stürzte das Land ins größte Unglück. Er schloss nämlich alle Tempel und hinderte die Leute zunächst am Opfern. Dann zwang er alle Ägypter dazu, für ihn zu arbeiten. Die einen mussten Steinblöcke aus den Steinbrüchen im arabischen Gebirge bis an den Nil schleppen. Nachdem die Blöcke auf Schiffen über den Fluss geschafft waren, trug er den anderen auf, sie zu übernehmen und bis zu den libyschen Bergen weiterzuschleifen. Zu je 100 000 Menschen arbeiteten sie gruppenweise daran, jede Gruppe drei Monate. Zehn Jahre gingen für das fronende Volk dahin, allein durch den Bau der Straße, auf der sie die Steine beförderten ...
An der Pyramide selbst ist in ägyptischer Schrift angegeben, wie viel Geld man auf Rettich, Zwiebeln und Knoblauch für die Arbeiter ausgegeben hat. Wenn ich mich recht an die Summe erinnere, die der Dolmetscher mitteilte, so waren es 1600 Silbertalente. Wenn das stimmt, welche Unsummen müssen da erst für Eisen aufgewendet worden sein, mit dem sie arbeiteten? Wie viele Mengen an Lebensmitteln und Kleidung für die Schaffenden? ...
Cheops ging in seiner Schlechtigkeit so weit, dass er aus Geldmangel die eigene Tochter in ein Freudenhaus brachte und sie dort eine möglichst hohe Summe Geld verdienen ließ."
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