Baumwolle
die weichen Samenhaare der Baumwollpflanzengattung Gossypium aus der Familie der Malvengewächse. Wild kommt die Gattung in Asien, Afrika, Australien sowie in Nord-, Mittel- u.und Südamerika vor. Die Pflanzen werden 1-2 m hoch u.und verzweigen sich stark. Die wechselständigen Blätter sind groß u.und lappig, dreigeteilt u.und behaart. Die Blüten sind meist prächtig (gelb) gefärbt. Die Frucht enthält 3-5 Fächer u.und öffnet sich durch Zurückbiegen der Zipfel, wodurch die Samen zwischen den Scheidewänden frei werden.
Da die Baumwollpflanze sehr kälteempfindlich ist u.und während der fünfmonatigen Wachstumszeit eine Durchschnittstemperatur von mindestens 15 °C benötigt, ist ihr Anbau auf der nördl.nördlichen Halbkugel auf das Gebiet südlich des 40. Breitengrads, auf der südlichen Halbkugel bis etwa zum Wendekreis begrenzt. In Nordamerika wird Gossypium hirsutum, die die „Upland-Baumwolle“ hervorbringt, angepflanzt. In Indien u.und Ostasien wird vor allem Gossypium herbaceum kultiviert. Als „levantinische Baumwolle“ wurde die Upland-Baumwolle zuerst nach Europa eingeführt, wobei Venedig der bevorzugte Handelsplatz war. Eine bes.besonders gute B.Baumwolle liefert Ägypten; sie zeichnet sich durch eine besondere Länge, durch Weichheit u.und Glanz aus; die Abstammung der ägypt.ägyptischen Baumwollsorten ist ungeklärt.
Die B.Baumwolle wird heute vielfach mit Pflückmaschinen geerntet. Sie wird dann nach Güte u.und Reinheit sortiert u.und an der Sonne getrocknet. Anschließend folgt die Trennung der Samenkörner von der BBaumwolle. Die Fasern haben Bändchencharakter u.und korkzieherartige Verdrehungen, im Inneren ein Lumen. Der Cellulosegehalt beträgt etwa 80-90%. Je nach Sorte haben sie eine durchschnittl.durchschnittliche Länge von etwa 10-50 mm u.und einen mittleren Durchmesser von etwa 16-22 mm. Wichtige Materialeigenschaften sind: Feinheitsfestigkeit 15-16 cN/tex, Dehnung 7-11%, relative Nassfestigkeit 102-107% der Trockenfestigkeit, Dichte 1,55 g/cm3, Feuchtigkeitsaufnahme bei Normalklima 7-9%; Farbe: creme, bräunlich graustichig; bleichbar u.und färbbar mit basischen, sauren u.und substantiven Farbstoffen sowie mit Beizen- u.und Küpenfarbstoffen. Nach Länge, Farbe, Festigkeit u.und Reinheit der Faser eingeteilt, gelangt die B.Baumwolle in Ballen von 140-300 kg zur Verschiffung. Als Nebenerzeugnisse fallen Samen u.und Grundwolle an.
Baumwollernte (Ländervergleich)
| Land | 1985 | 1990 | 2004 |
| Welt | 50 704 | 53 628 | 69 849 |
| davon: | |||
| Ägypten | 1 200 | 838 | 785 |
| Brasilien | 2 840 | 1 846 | 3 793 |
| China | 12 441 | 13 524 | 18 960 |
| Indien | 4 392 | 4 983 | 7 700 |
| Mexiko | 576 | 550 | 186 |
| Pakistan | 3 651 | 4 912 | 7 279 |
| Sudan | 590 | 239 | 269 |
| Türkei | 1 347 | 1 587 | 2 355 |
| USA | 7 713 | 8 790 | 12 539 |
| Usbekistan | - | - | 3 535 |
Baumwollernte (Ländervergleich)
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- Verarbeitung
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