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LEXIKON

Bibelgesellschaften

gemeinnützige Vereinigungen zur Verbreitung der Bibel, in 110 Staaten tätig mit dem Ziel, den Menschen die Bibel in ihren eigenen Sprachen anzubieten. Die ältesten Bibelgesellschaften sind die 1710 gegründete von Cansteinsche Bibelanstalt in Halle und die 1804 gegründete Britische und Ausländische Bibelgesellschaft (British and Foreign Bible Society). 1946 wurde der Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) gegründet (Sitz: Reading bei London), dem fast alle protestantischen Bibelgesellschaften beigetreten sind. In Deutschland schlossen sich 1948 alle Bibelgesellschaften im Verband der Evangelischen Bibelgesellschaften aus Ost und West zusammen. Nach dem politisch bedingten Ausscheiden der 4 Bibelgesellschaften der DDR gründeten die 28 Bibelgesellschaften der Bundesrepublik Deutschland und von Berlin (West) 1965 das Evangelische Bibelwerk, während sich die Bibelgesellschaften in der DDR zu einer eigenen Arbeitsgemeinschaft zusammenfanden. 1981 wurde die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG, Sitz: Stuttgart) als kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts gegründet, die die bisherige Arbeit der Deutschen Bibelstiftung und des Evangelischen Bibelwerkes fortführt. Die Bibelgesellschaften in der DDR haben sich nach der deutschen Vereinigung 1991 der Deutschen Bibelgesellschaft angeschlossen.
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