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LEXIKON

Bürgerrechtsbewegung

Gruppen und Einzelpersonen in den kommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas, die von den Behörden die Respektierung der in den Verfassungen ihrer Staaten garantierten Menschen- und Bürgerrechte forderten. Ansätze zu dieser Bürgerrechtsbewegung entstanden bereits in den 1960er Jahren. Seit der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 (OSZE) trat die Bürgerrechtsbewegung stärker hervor. Zu nennen sind beispielhaft die Gruppe Charta 77 in der Tschechoslowakei und das Komitee zur Verteidigung der Arbeiter (KOR) in Polen. In der DDR entstand erstmals 1986 eine Gruppe der Bürgerrechtsbewegung, die Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM). 1989 traten öffentlich hervor: Neues Forum (NF), Demokratie Jetzt (DJ) und Demokratischer Aufbruch (DA). Die Bürgerrechtsbewegungen in der DDR und den anderen Ostblockstaaten hatten großen Anteil an den Aktionen des Massenprotests, die zum Sturz der kommunistischen Machthaber führten.
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