Grimm
Jacob, dt.deutscher Germanist, * 4. 1. 1785 Hanau, † 20. 9. 1863 Berlin; Bruder von Ludwig E. Grimm u.und Wilhelm Grimm; nach Jurastudium Bibliothekar in Kassel, 1830-1837 Prof.Professor für dt.deutsche Altertumswissenschaft in Göttingen, dann als Mitverfasser des Protestes der Göttinger Sieben amtsenthoben u.und ausgewiesen; seit 1841 Profesor in Berlin; 1848 als Abgeordneter in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. - Mit seinen auf eingehender Quellenforschung beruhenden Werken legte er die Grundlage der histor.historischen Sprachforschung, der germanist.germanistischen Sprachwissenschaften u.und der dt.deutschen Philologie. So formulierte er in der „Deutschen Grammatik“ 1819-1937 u. a. erstmals die Gesetzmäßigkeiten des Ab- u.und Umlautes, der Brechung u.und Lautverschiebung u.und verfasste eine „Geschichte der deutschen Sprache“ 1848. Er bearbeitete die ersten Bde.Bände des von ihm u.und Wilhelm G.Grimm begründeten „Deutschen Wörterbuchs“ (16 Bde.Bände 1854-1961). Ebenfalls in Zusammenarbeit mit seinem Bruder war er als Sammler, Hrsg.Herausgeber u.und Bearbeiter von Märchen, Sagen, rechts- u.und religionsgeschichtl.religionsgeschichtlichen Literaturzeugnissen tätig, die in Einheit von Poesie u.und Geschichte die Ursprünge einer nationalen Identität u.und allg.allgemeinen Geistesgeschichte aufzeigen sollten („Kinder- und Hausmärchen“ 1812-1815, „Deutsche Sagen“ 1816-1818, „Deutsche Rechts-Alterthümer“ 1828, „Deutsche Mythologie“ 1835).










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