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LEXIKON

Hamburg

Freie und Hansestadt Hamburg
Hamburg: Stadtwappen
Stadtwappen
Schleswig-Holstein: Satellitenaufnahme
Satellitenaufnahme von Schleswig-Holstein
Landsat-Bild der deutschen Nord- und Ostseeküste mit Elbmündung und Hamburg
größter deutscher Seehafen, Bundesland (755 km2) und mit 1,7 Mio. Einwohnern zweitgrößte Stadt Deutschlands, liegt 104 km vor der Mündung der Elbe in die Nordsee und an der Mündung der zu einem See (Außen- und Binnenalster) aufgestauten Alster in die hier 400 m breite Norderelbe. Durch Kanäle mit dem Hinterland verbunden, entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten deutschen Verkehrszentren und erwarb sich den Beinamen „Tor zur Welt“. Im Zuge der Autobahn „Westliche Umgehung“ wurden ein neuer Elbtunnel (3,3 km lang) und die Köhlbrandbrücke (4 km lang) gebaut. Hamburg ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt für den Fernverkehr. Ein dichtes Netz an U- und S-Bahnen bewältigt den innerstädtischen Verkehr. Hamburgs Flughafen liegt in Fuhlsbüttel.
Der Anteil des Hafens (74 km2) am Seeverkehr der Bundesrepublik Deutschland betrug 2007: 38% (Gesamtumschlag 2007: 130,2 Mio. t, davon 12,0 Mio. t im Binnenschifffahrtsverkehr). Der Hamburger Hafen ist ein offener Tidenhafen (Gezeitenhafen): Bei nur 3,57 m Gezeitenunterschied kann Hamburg darauf verzichten, die Hafenbecken abzuschleusen, so dass die Schiffe nahezu jederzeit aus- und einlaufen können. Um aber auch den großen Containerschiffen das Einlaufen in den Hafen zu ermöglichen, wird eine weitere Elbvertiefung um 1,50 m diskutiert. Als offizieller Gründungstag des Hamburger Hafens gilt der 7. Mai 1189, an dem Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Hamburger Schiffer- und Kaufmannssiedlung am unteren Alsterlauf (heute Nikolaifleet) Zollfreiheit gewährte für ihre Schiffe auf der unteren Elbe bis an die See. Das erste neuzeitliche Hafenbecken entstand 18631866; seitdem entwickelte sich der Hafen auf dem Elbinselgebiet zwischen Norder- und Süderelbe zu seiner heutigen Gestalt. 18851910 wurde die Speicherstadt im Freihafen errichtet. 2003 wurde der moderne Containerterminal von Altenwerder eröffnet. Jüngstes Bauprojekt ist die moderne HafenCity mit der Elbphilharmonie (Eröffnung 2012).
Hamburg besitzt eigene Gerichtsbarkeit (Hamburgisches Verfassungsgericht, Hanseatisches Oberlandesgericht u. a.), ist Erzbischofssitz (seit 1994) und Standort zahlreicher öffentlicher Einrichtungen: Internationaler Seegerichtshof (seit 1996), Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Bundesanstalt für Wasserbau (Abteilung Küste), Bundesforschungsanstalt für Fischerei, Niederlassung des Deutschen Wetterdienstes u. a.; Bundeswehrstandort mit Führungsakademie, Universität, Lazarett u. a.
Hamburg: Chilehaus
Chilehaus in Hamburg
Fritz Höger erbaute das Chilehaus in Hamburg, ein Musterbeispiel der neuen Backsteinarchitektur, für den Überseekaufmann Henry B. Sloman, der im Salpeterhandel mit Chile erfolgreich war.
Hamburg ist in sieben Bezirke gegliedert (Mitte, Altona, Eimsbüttel, Nord, Wandsbek, Bergedorf, Harburg). Der halbkreisförmig am Nordufer der Elbe gelegene alte Stadtkern mit Rathaus, Börse (gegründet 1558 als erste Börse im nordeuropäischen Raum), Petri-, Nikolai-, Jakobi-, Katharinen- und Michaeliskirche („Michel“, das Wahrzeichen der Stadt) und zahllosen Kontorhäusern in der engen, von vielen Fleeten durchzogenen Altstadt und mit der westlich gelegenen Neustadt ist auch heute noch das Zentrum der Millionenstadt. Bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten sind: Chilehaus, Heinrich-Hertz-Fernmeldeturm (271,5 m), Binnen- und Außenalster, daran anschließend die Promenaden des Jungfernstiegs, Wallanlagen mit Bismarckdenkmal, Vergnügungsviertel mit der Reeperbahn und der Großen Freiheit von St. Pauli und der Fischmarkt in Altona. Der Stadtteil Pöseldorf ist für seine Boutiquen, Galerien, Lokale, der Stadtteil Blankenese für seine malerische Lage mit winkeligen Gassen am 85 m hohen Süllberg bekannt. An weiteren Attraktionen bietet die Stadt Planetarium, Stadion HSH Nordbank Arena, Veranstaltungshalle Color Line Arena (2002 eröffnet), Trabrennbahnen in Farmsen und Bahrenfeld, Pferderennbahn in Horn (Dt. Derby).
Wichtige Kultur- und Bildungseinrichtungen sind: Universität (gegründet 1919), technische Universität (gegründet 1978), Hochschulen für Wirtschaft und Politik, Musik und Theater, Bildende Künste, Universität für Baukunst und Raumentwicklung (HafenCity Universität; gegründet 2006), Fachhochschulen, Deutsches Elektronensynchrotron DESY (Teilchenbeschleuniger), Deutsches Übersee-Institut, Institut für Tropenkrankheiten, Welt-Wirtschafts-Archiv, Max-Planck-Institute, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Zoologisches Staatsinstitut und Zoologisches Museum, Tierpark Hagenbeck, Ausstellungsgelände „Planten un Blomen“. Hamburg war 1953, 1963 und 1973 Schauplatz der Bundesgartenschau.
Zu den renommiertesten Bühnen Hamburgs zählen: Staatsoper (gegründet 1678 als erste ständige Musikbühne in Deutschland), Deutsches Schauspielhaus und Thalia Theater; außerdem gibt es Kammerspiele, Altonaer, Ohnsorg u. a. Theater. Die Stadt ist bekannt für ihre Musicalbühnen. Mittelpunkt der Museumslandschaft ist die „Kunstmeile“ mit Kunsthalle, Galerie der Gegenwart, Kunsthaus, Museum für Kunst und Gewerbe u. a., desweiteren Ernst-Barlach-Haus, Museum für Hamburgische Geschichte und Museum für Völkerkunde.
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