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LEXIKON

Knada

Der zweitgrößte Flächenstaat der Erde erstreckt sich über fünfeinhalb Zeitzonen zwischen Pazifik und Altantik. Kanada verfügt neben reichen Bodenschätzen über die größten Süßwasserreserven der Welt. Die Bevölkerung konzentriert sich auf einem schmalen Streifen an der Grenze zu den USA, der dünn besiedelte Norden liegt in der Selbstverwaltung der Inuit. Innenpolitischen Konfliktstoff bilden die Autonomiebestrebungen der Frankokanadier in Quebec.

Natur und Klima

Das riesige Land, das fast die Größe Europas erreicht, erstreckt sich von den Kordilleren im WWesten über 5500 km bis zur Insel Neufundland im OOsten. Vom Kanadisch-Arktischen Archipel im NNorden zieht es sich über 4600 km über den Kanadischen Schild bis in die fruchtbaren Großen Ebenen im SSüden. Über ein Drittel der Landesfläche ist von dichten Wäldern bedeckt.

Hügellandschaften und Inseln

Kanada.sgm
Offizielle Bezeichnung:
Kanada
KFZ-Kennzeichen:
CDN
Fläche:
9 984 670 km2
Einwohner:
33,9 Mio.
Hauptstadt:
Ottawa
Zeitzone:
Mitteleuropäische Zeit -4 1/2 Std. bis -9 Std.
Amtssprache(n):
Englisch, Französisch
Staatsform:
parlamentarische Monarchie im Commonwealth
Nationalfeiertag:
1.7.
Währung:
1 Kanadischer Dollar = 100 Cents
Kanada.sgm country.box
Kanada: Verwaltungsgliederung
Kanada: Verwaltungsgliederung
Provinzen/TerritorienFläche (in km2 )Einwohner (in 1000)Hauptstadt
Provinzen
Alberta661 8483 585Edmonton
British Columbia944 7354 382Victoria
Manitoba647 7971 208Winnipeg
New Brunswick72 908747Fredericton
Newfoundland405 212508St. John's
Nova Scotia55 284938Halifax
Ontario1 076 39512 929Toronto
Prince Edward Island5 660140Charlottetown
Quebec1 542 0567 751Quebec
Saskatchewan651 0361 016Regina
Territorien
Northwest Territories1 346 10643Yellowknife
Nunavut2 093 19031Iqaluit
Yukon Territory482 44333Whitehorse
Kanada: Verwaltungsgliederung standard.tables
Das Land baut sich zur Hälfte aus dem Rumpf des Kanadischen Schildes auf, der halbkreisförmig die Hudsonbai umschließt u.und auch die Halbinsel Labrador im OOsten umfasst. Das alte erzreiche Faltengebirge wurde im Laufe der Erdgeschichte durch Erosion auf 400-500 m Höhe eingeebnet; die Gletscher der Eiszeit gaben der flachwelligen Landschaft den letzten „Schliff“. Im NNorden löst sich das Festland im Polarmeer in die zahlreichen, teilweise vergletscherten Inseln des Kanadisch-Arktischen Archipels auf. Während auf dem größten Teil des Kanadischen Schildes ein schütterer borealer Nadelwald mit Fichten, Tannen u.und Birken wächst, trotzt im äußersten NNorden eine arkt.arktische Strauch- u.und Flechtentundra der eisigen Kälte.
Im OOsten Kanadas erstrecken sich am Atlantik die Hügellandschaften der Halbinsel Nova Scotia u.und der Inseln Neufundland u.und Prince Edward Island. Der mächtige Sankt-Lorenz-Strom im SSüden wird zu beiden Seiten von einem fruchtbaren Tiefland begleitet, das dank seines milden Klimas einen wirtschaftl.wirtschaftlichen Kernraum Kanadas bildet. Im südöstl.südöstlichen K.Kanada bilden hauptsächl.hauptsächlich Laubwälder aus Eschen, Pappeln, Eichen u.und Ahorn die Vegetation.

Ebenen und Kettengebirge

Nach SSüden u.und WWesten schließen sich dem Kanadischen Schild die Großen Inneren Ebenen an, die als Tafellandschaft von OOsten nach WWesten von 300 m auf 1500 m Höhe stufenartig ansteigen. Die Prärien bilden mit ihren fruchtbaren Böden die Kornkammer des Landes. In ihrem Untergrund lagern riesige Kohle-, Erdöl- u.und Ölsandvorkommen.
Den WWesten Kanadas beherrschen die 3000-4000 m hohen Kordilleren der Rocky Mountains u.und der pazif.pazifischen Küstenkordillere. Die Kettengebirge (im Mount Logan 5951 m) schließen 1000-2000 m hohe Becken ein. Die Gebirge sind mit dichten Nadelwäldern bedeckt u.und in den Gipfellagen vergletschert. Vor der in Buchten u.und Fjorden gegliederten Pazifikküste erstreckt sich ein untermeer.untermeerischer Gebirgsstrang, dessen Gipfel in zahlreichen Inseln u.und Halbinseln sichtbar sind; Vancouver Island ist die größte von ihnen. Dort bilden mächtige Zedern u.und Douglasfichten einen der letzten außertrop.außertropischen Regenwälder der Erde.
K.Kanada verfügt über die größten Süßwasserreserven der Welt. Ausgeschürft haben die eiszeitl.eiszeitlichen Gletscher u. a. die Becken des Großen Bärensees, des Großen Sklavensees, des Athabascasees u.und des Winnipegsees sowie die der Großen Seen u.und unzähliger kleinerer Seen.

Klima: arktisch-kalt bis gemäßigt-mild

Der NNorden u.und NONordosten Kanadas liegen in der arktischen, das Zentrum u.und der NWNordwesten in der subarkt.subarktischen Klimazone. Während der gemäßigte SOSüdosten unter maritimem Einfluss steht, herrscht im größten Teil des Landes ein kontinentales Klima mit kalten, langen Wintern u.und kurzen, relativ warmen Sommern. Die arkt.arktischen Luftmassen stoßen bis weit in den SSüden vor, ohne dass sich ihnen ein Gebirge in den Weg stellt. In über der Hälfte des Landes liegen die Temperaturen im Jahresdurchschnitt unterhalb des Gefrierpunktes, im Sommer steigen sie im NNorden auf 15 °C u.und im SSüden auf 26 °C. Nur die pazif.pazifische Südwestküste hat unter dem Einfluss einer warmen Meeresströmung relativ milde Witterungsverhältnisse.
Die feuchten Westwinde regnen sich an den Westflanken der Kordilleren ab, dagegen fallen im Windschatten der Kordilleren weniger als 250 mm Niederschlag. Nach NNorden nehmen die Regenmengen weiter ab, nach OOsten steigen sie an.

Bevölkerung

Die Bevölkerung konzentriert sich auf einem bis zu 350 km breiten Streifen entlang der Grenze zu den USA. Dagegen sind weite Teile des Nordens nahezu unbesiedelt. Fast vier Fünftel der Kanadier leben in Städten, die meisten in den Millionenmetropolen Toronto, Montreal, Vancouver u.und Ottawa.
K.Kanada ist ein Einwanderungsland mit einer multikulturellen Bevölkerungsstruktur. Bis heute wandern jährlich 200 000 Menschen legal ein. Die meisten Kanadier sind Weiße britisch-irischer oder französ.französischer Abstammung. Die rd.rund 7 Mio. Frankokanadier gehen auf die französ.französischen Immigranten des 17. u.und 18. Jh. Jahrhunderts zurück u.und leben vor allem in der Provinz Quebec. Ihnen folgten im 18. Jh. Jahrhundert brit.britische Einwanderer. Anfang des 20. Jh. Jahrhunderts kamen neben Briten auch Zentral-, Ost- u.und Südeuropäer ins Land, nach dem Zweiten Weltkrieg folgten weitere Südeuropäer. Viele Immigranten der 1960er Jahre stammten aus der Karibik u.und Südamerika, seit den 1970er Jahren aus Asien (vor allem aus China, Indien u.und Pakistan).

Indianer und Inuit

In K.Kanada leben noch rd.rund 780 000 Indianer, verteilt auf den gesamten SSüden u.und die bewaldeten Gebiete im NNorden. Hinzu kommen noch 50 000 Inuit an den nördl.nördlichen Küsten u.und auf den arkt.arktischen Inseln. 1999 wurde ihnen mit Nunavut das erste weitgehend autonom verwaltete Gebiet übertragen; später kamen noch Inuvialuit im kanad.kanadischen NWNordwesten sowie Nunavik u.und Nunatsiavut im NWNordwesten bzw. NONordosten der Halbinsel Labrador hinzu.

Bildung

Im föderalist.föderalistischen K.Kanada gibt es kein einheitliches nationales Bildungssystem; für das Schulwesen sind die Provinzen u.und Territorien zuständig. Daher unterscheiden sich in einigen Provinzen Schuleintrittsalter (5. oder 6. Lebensjahr) u.und Dauer der Grundschulzeit (bis Klasse 6 oder 7). Die Sekundarstufe (in Quebec École polyvalente genannt) umfasst in Form einer Gesamtschule die dreijährige Junior Highschool (Sekundarbereich I) u.und die zwei- bis vierjährige Senior Highschool (Sekundarbereich II). Da das kanad.kanadische Bildungssystem eine hohe Chancengleichheit anstrebt, erfolgt der Übergang von einer Schulstufe in die andere ohne Leistungsprüfung. Erst innerhalb der Senior High School ist der Erwerb des Abschlusszeugnisses (High School Diploma/Diplôme d'Études Secondaire) vom Erreichen bestimmter Bewertungspunkte (Creditpoints) abhängig. 2% der Schulen liegen in privater, überwiegend kirchl.kirchlicher Hand. Während der Schulbesuch kostenfrei ist, werden an den Hochschulen Studiengebühren unterschiedl.unterschiedlicher Höhe fällig. Von den über 70 Universitäten zählen die University of Toronto (1827) u.und die Université de Montréal (1878) zu den größten.

Staat und Politik

Nach der Verfassung von 1982 ist K.Kanada eine bundesstaatliche parlamentar.parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Staatsoberhaupt ist der brit.britische Monarch, vertreten durch einen Generalgouverneur. Die Exekutive liegt bei der dem Parlament verantwortl.verantwortlichen Bundesregierung unter Führung des Premierministers. Das Zweikammerparlament besteht aus dem Unterhaus (House of Commons) u.und dem Senat. Die 308 Abgeordneten des Unterhauses stehen alle fünf Jahre zur Wahl. Die 105 Senatoren werden als Vertreter der Provinzen ernannt. Wichtige Parteien sind die zentrist.zentristische Conservative Party (CP), die sozialliberale Liberal Party (LP), der Bloc Québécois (BQ), der für die Souveränität der Provinz Quebec eintritt, u.und die New Democratic Party (NDP). Die Provinzen haben eigene Parlamente u.und Regierungen u.und genießen weit gehende Selbstverwaltung. Recht u.und Rechtsprechung sind nach engl.englischem Vorbild aufgebaut, nur in Quebec orientieren sie sich am französ.französischen Vorbild.

Wirtschaft und Verkehr

Ein seit über zehn Jahren anhaltendes Wirtschaftswachstum, verbunden mit Überschüssen im Staatshaushalt, hat K.Kanada an die Spitze der G 8-Staaten gebracht. Die kanad.kanadische Wirtschaft ist bis heute eng mit den USA verknüpft, insbes.insbesondere über die nordamerikan.nordamerikanische Freihandelszone NAFTA (zusammen mit Mexiko).

Land- und Forstwirtschaft

Obwohl nur 8% der Staatsfläche landwirtschaftlich genutzt werden, gehört das Land zu den größten Getreideexporteuren der Welt. Über 80% der Agrarfläche des Landes liegen in den Prärien östlich der Kordilleren. Dort werden neben Weizen, Hafer u.und Gerste auch Ölsaaten wie Raps u.und Leinsamen angebaut. Am Altantik wachsen Obst u.und Gemüsekulturen. Die Vieh- u.und Milchwirtschaft liefert etwa die Hälfte aller Agrarerträge. Die Betriebe sind in hohem Maße technisiert u.und mechanisiert. Während die Farmen in den Prärien im Durchschnitt über 300 ha erreichen, umfassen die Betriebe in Ostkanada weniger als 100 ha; dort sind viele Farmen in den letzten Jahren aufgegeben worden.
Die reichen Fischgründe des Pazifiks u.und des Atlantiks bilden die Grundlage der kanad.kanadischen Fischereiwirtschaft, die u. a. Lachs, Kabeljau, Hummer u.und Hering exportiert. Die Neufundlandbank gehört zu den ertragreichsten Fischgründen der Welt. Auch der Pelztierfang u.und die Pelztierzucht sind immer noch bedeutsam.
Dank der großen Waldflächen kommt der Forstwirtschaft eine wichtige Stellung zu. K.Kanada gehört zu den weltweit größten Produzenten von Holzschliff, Zellstoff, Papier u.und Pappe. Allerdings führt der Kahlschlag weiter Flächen regelmäßig zu Protesten von Umweltschützern. Zentrum der Holzwirtschaft ist die an den Pazifik angrenzende Provinz British Columbia.
British Columbia: Berglandschaft
British Columbia: Berglandschaft
See in der Berglandschaft von British Columbia, Kanada.
Kanada Victoria (Kanada) img

Reiche Bodenschätze

Seit Anfang des 21. Jh. Jahrhunderts die Technik die Gewinnung der großen Schwerölvorräte in den Ölsanden Albertas rentabel machte, ist K.Kanada zum neuntgrößten Erdölförderer der Welt geworden; in der Weltgasförderung belegt es Platz drei. Der Bergbau beruht neben Erdöl u.und Erdgas auf reichhaltigen Erzlagerstätten. K.Kanada ist der weltgrößte Uranförderer u.und steht auch bei Asbest, Cadmium u.und Nickel auf Spitzenplätzen. Viele Erze lagern allerdings im schwer erschließbaren Dauerfrostboden.
Auf der Basis seines Rohstoffreichtums hat K.Kanada eine breit gefächerte Industrie aufgebaut, deren Schwerpunkte neben dem Automobil- u.und Flugzeugbau u.und der Metallindustrie in der Nahrungsmittelherstellung u.und der Holz- u.und Papierverarbeitung liegen. Auch die chemische u.und die elektrotechn.elektrotechnische Industrie sind stark vertreten, zunehmend auch der Hightech-Bereich. K.Kanada verfügt über ein riesiges Potenzial an Wasserkraft, die zwei Drittel zur Energiegewinnung beiträgt.

Transkontinentale Verbindungen

Der SSüden hat ein dichtes Eisenbahn- u.und Straßennetz, im NNorden ist es allerdings wesentlich weitmaschiger; dort spielt der Luftverkehr die wichtigste Rolle. Zwei große transkontinentale Eisenbahnlinien u.und eine Autobahn queren das Land von der West- zur Ostküste. Große Bedeutung kommt der Schifffahrt auf den Großen Seen u.und auf dem Sankt-Lorenz-Strom zu.

Geschichte

Französische und britische Kolonialzeit

Entdeckungsgeschichte bis um 1500
Entdeckungsgeschichte bis um 1500
Entdeckungsgeschichte bis um 1500 img
1497 erreichte John Cabot, der den Seeweg nach Indien suchte, die kanad.kanadische Küste. 1534/35 nahm Jacques Cartier das Gebiet beiderseits des St.-Lorenz-Stroms für Frankreich in Besitz. Seit 1603 entwickelte Samuel de Champlain den Pelzhandel in dem Gebiet u.und 1663 wurde K.Kanada zur königlichen französ.französischen Kolonie Neufrankreich. Nach zahlreichen krieger.kriegerischen Auseinandersetzungen trat Frankreich im Frieden von Paris 1763 alle nordamerikan.nordamerikanischen Festlandsbesitzungen an Großbritannien ab (Britisch-Nordamerika). Die Briten sicherten den Frankokanadiern mit dem Quebec Act von 1774 Religionsfreiheit u.und Eigentum zu u.und erreichten damit deren Neutralität im nordamerikan.nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg. 1791 wurde das Gebiet in Oberkanada (vorwiegend englisch) u.und Unterkanada (französisch) geteilt, die sich gemeinsam gegen Angriffe US-amerikan.US-amerikanischer Truppen 1812-1814 zur Wehr setzten. 1840 wurden die beiden Regionen durch den Canadian Union Act wiedervereinigt.

Dominion of Canada

Aus Furcht vor neuen Angriffen der USA, die Vancouver beanspruchten u.und Alaska kauften, verabschiedete das Londoner Parlament den British North America Act 1867. Er schuf das Dominion of Canada, das sich aus Nova Scotia, New Brunswick, Quebec u.und Ontario zusammensetzte. Bald danach wurden neue Territorien u.und Provinzen gebildet: Saskatchewan u.und Alberta (1870), Manitoba u.und British Columbia (1870/71). Unterdessen hatten sich die Parteien der Konservativen u.und Liberalen formiert. Die weitere Entwicklung bestimmten hauptsächlich die Premier-Min.Premierminister Alexander Mackenzie, Sir John Macdonald u.und Sir Wilfrid Laurier. Nachdem K.Kanada den Burenkrieg (1899-1902) u.und den 1. Weltkrieg an der Seite des brit.britischen Mutterlandes bestritten hatte, erlangte es 1931 mit dem Westminsterstatut die vollständige Unabhängigkeit. Im 2. Weltkrieg erfüllte K.Kanada unter William L. Mackenzie King wieder seine Verpflichtungen gegenüber Großbritannien, arbeitete aber auch eng mit den USA zusammen.

Das moderne Kanada (ab 1945)

Nach dem 2. Weltkrieg wurde K.Kanada Gründungsmitglied der UNO u.und der Nato. 1949 konnte sich Newfoundland mit Labrador als 10. Provinz anschließen. K.Kanada unterstützte die USA im Koreakrieg 1950-1953 u.und stellte auch Stationierungsstreitkräfte für die BR DeutschlandBundesrepublik Deutschland. Unter Führung von John Diefenbaker gelang es den Konservativen 1957, die seit 1935 regierenden Liberalen in der Staatsführung abzulösen. Diefenbaker scheiterte jedoch mit seiner Wirtschaftspolitik, so dass nach den Wahlen 1963 erneut die Liberalen die Regierung übernahmen. Unter den Premierministern Lester Pearson (1963-1968) u.und Pierre Elliot Trudeau (1968-1979 u.und 1980-1984) vermied K.Kanada das weitere Engagement auf US-amerikan.US-amerikanischer Seite in Ostasien. Die Regierung Trudeau suchte engeren Kontakt zur EG u.und zur Dritten Welt.
Zu einem schwer wiegenden innenpolit.innenpolitischen Problem entwickelten sich die Autonomiebestrebungen der Frankokanadier in der Provinz Quebec, deren angestrebte Loslösung aus dem kanad.kanadischen Staatsverband aber scheiterte. Das 1982 verabschiedete neue Verfassungsgesetz (Canadian Act) löste den seit 1867 bestehenden British North America Act ab.
Die Parlamentswahlen 1984 u.und 1988 gewannen die Konservativen unter Brian Mulroney.
Elisabeth II.: Staatsbesuch
Elisabeth II.: Staatsbesuch
Königin Elisabeth II., Königin von Großbritannien und Nordirland, ist das nominelle Staatsoberhaupt von Kanada. Das Bild zeigt die Königing während eines Staatsbesuchs in Québec 1987.
Elisabeth II.: Staatsbesuch img
Die anhaltenden Autonomiebestrebungen Quebecs führten 1990 zu einer schweren innenpolit.innenpolitischen Krise, doch eine von Quebec geforderte Verfassungsreform wurde 1992 per Referendum abgelehnt. Nach den Wahlen 1993 wurde Jean Chrétien von der Liberalen Partei neuer Premier-MinPremierminister. 1995 scheiterte erneut ein Referendum, das zur Unabhängigkeit Quebecs führen sollte. 1999 erhielten die kanad.kanadischen Inuit ein eigenes Territorium (Nunavut) mit weit gehenden Selbstverwaltungsrechten.
Nach den Anschlägen des Elften Septembers 2001 engagierte sich das Land im Kampf gegen den globalen Terrorismus. Differenzen über das Vorgehen im Irakkonflikt führten zu Verstimmungen mit den USA. 2003 zog sich Chrétien aus der Politik zurück. Neuer Führer der Liberalen u.und Premier-Min.Premierminister wurde Paul Martin. Unter seiner Führung verloren die Liberalen bei den Wahlen 2004 die absolute Mehrheit. Martin blieb aber Regierungschef an der Spitze eines Minderheitskabinetts. Auf Grund von Korruptionsvorwürfen gegen die Liberalen brachte das Parlament die Regierung 2005 durch ein erfolgreiches Misstrauensvotum zu Fall. Vorgezogene Neuwahlen 2006 gewannen die Konservativen unter Führung von Stephen Harper, der neuer Premier-Min.Premierminister wurde. Da seiner Minderheitsregierung der polit.politische Handlungsspielraum fehlte, bat er die Generalgouverneurin Michaëlle Jean im September 2008 um die Auflösung des Parlaments. Bei den Neuwahlen im Oktober 2008 konnten die Konservativen zwar die Anzahl ihrer Parlamentsmandate erhöhen, verfehlten aber die angestrebte absolute Mehrheit. Nach Auseinandersetzungen über die Haushalts- und Rüstungspolitik stürzte die Opposition die Regierung Harper am 25. 3. 2011 mit einem Misstrauensvotum im Parlament. Am 2. 5. 2011 fanden vorgezogene Neuwahlen statt, die den Konservativen die absolute Mehrheit der Mandate im Unterhaus einbrachten (167 der insgesamt 308 Sitze). Die NDP wurde zur zweitstärksten politischen Kraft. Harper blieb Regierungschef.
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