Lexikon
Meißen
Kreisstadt in Sachsen, an der Elbe, 27 900 Einwohner; gotischer Dom (13./14. Jahrhundert), Albrechtsburg (1471–1521), Altes Rathaus (15. Jahrhundert), Frauenkirche (um 1500), ehemalige Fürstenschule Sankt Afra, jetzt Hochschule für Landwirtschaft; weltberühmte Porzellanmanufaktur (Meissener Porzellan®), Kaolin- und Tonerdeabbau, Autozulieferindustrie, keramische Industrie, Kabelwerk; Tourismus; Verwaltungssitz des Landkreis Meißen (1452 km2, 259 000 Einwohner).
Meißen: Stadtwappen
Stadtwappen
© wissenmedia
Meissener Porzellan
Meissener Porzellan
Die Figurengruppe »Kolumbine und Pantalone« wurde im 18. Jahrhundert von J. J. Kändler modelliert.
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Geschichte
Meißen wurde 928 von König Heinrich I. als Zwingburg und als Schutz des Elbübergangs erbaut.
Aus einem Teil der großen Sorbenmark wurde 965 nach dem Tod Markgraf Geros die Mark (Markgrafschaft) Meißen gebildet. 1423 wurde Markgraf Friedrich I. (der Streitbare) mit dem Herzogtum Sachsen(-Wittenberg) und der Kurwürde belehnt. Seitdem bildete Meißen das Kernland des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen.
Das Bistum Meißen wurde 967 von Otto I. (dem Großen) gegründet; der Bischof war Reichsfürst. Als die Reformation sich im Bistum ausbreitete, verzichtete 1581 der letzte Bischof, Johann IX. von Haugwitz (seit 1555), auf sein Amt. Die Verwaltung übernahm Kursachsen.
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