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LEXIKON

Mobbing

[das; englisch, sich zusammenrotten und herfallen über jemanden]
über einen längeren Zeitraum anhaltende und häufig auftretende schikanöse Handlung am Arbeitsplatz oder in der Schule. Diese kann sowohl von einer als auch von mehreren Personen der unmittelbaren Arbeitsumwelt bzw. der Schulklasse eines bestimmten Opfers ausgehen. Ziel des Mobbing ist die Manipulation wichtiger Funktionen und Aufgaben im Arbeitsleben des Mobbing-Opfers. Täter und Zielpersonen sind in allen Arbeitsbereichen und Hierarchieebenen zu finden. Sie sind nicht durch einen bestimmten Personentyp zu kennzeichnen. Mobbing-Aktionen sind u. a. Versuche, jemanden zur Anpassung zu zwingen, Ausdruck einer persönlichen Feindschaft, Ventil für Aggressionen oder Reaktionen auf Andersartigkeit des Opfers (z. B. aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Religion). Mobbing äußert sich in unterschiedlichen Angriffsarten, z. B. durch Angriffe auf soziale Beziehungen und Ansehen, auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation, auf das Aussehen und auf die Gesundheit. Neben der erheblichen Minderung des Selbstwertgefühls kommt es bei Mobbing-Opfern u. a. zu Magen-Darm-Erkrankungen, Depressionen, Herzbeschwerden, Konzentrations-, Schlaf- und Gedächtnisstörungen. Darüber hinaus kann Mobbing in Einzelfällen zum Selbstmord führen. Die selbständige Bewältigung der Problemsituation gelingt in der Regel nicht.
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