neue Linke
zusammenfassende Bez.Bezeichnung für eine vorwiegend von Intellektuellen getragene polit.politische Richtung, die im Zuge der vom Neomarxismus geprägten Studentenbewegung seit Mitte der 1960er Jahre vor allem in den westl.westlichen Demokratien eine große Rolle als oppositionelle Strömung gespielt hat. Die nicht homogene n. L.neue Linke richtete sich sowohl gegen die kapitalist.kapitalistische Gesellschaft als auch gegen den Sowjetmarxismus; ein Teil wandte sich dem Maoismus zu. Charakteristisch war die Propagierung unkonventioneller Protestformen wie sie etwa im Universitätsbereich Anwendung fanden (Sit-in u. Ä.). In den 1970er Jahren verlor die n. L.neue Linke im herkömml.herkömmlichen Sinne an Bedeutung. In gewisser Weise ist der linke Terrorismus ein Zerfallsprodukt der neuen Linken, ebenso wie die maoist.maoistischen K-Gruppen. Auch Teile der Grünen wurden wesentlich vom Ideengut der neuen Linken inspiriert.
Außerparlamentarische Opposition: Kundgebung
Seit den 1980er u.und 1990er Jahren konnte sich zunächst im Zusammenhang der Friedensbewegung, dann mit der Kritik am ökonom.ökonomischen Globalisierungsprozess eine neue Linksbewegung etablieren. Sie wendet sich vor allem gegen eine neoliberale Finanz- u.und Wirtschaftspolitik sowie gegen die „imperiale“ Politik der USA. Diese n. L.neue Linke manifestiert sich in Organisationen wie Attac u.und artikuliert sich bei öffentl.öffentlichen Großereignissen (z. B. Weltsozialforum). Vor diesem Hintergrund entstanden auch globalisierungskrit.globalisierungskritische Theorieentwürfe wie etwa von M. Hardt u. A. Negri („Empire. Die neue Weltordnung“ 2002; „Multitude. Krieg und Demokratie im Empire“ 2004) oder neue Untersuchungen zur Arbeiterbewegung (B. J. Silver „Forces of Labor“ 2003).










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