Lexikon
Neuseeland
Wirtschaft und Verkehr
In den 1970er Jahren erlebte Neuseeland eine schwere wirtschaftliche Rezession, ausgelöst durch sinkende Weltmarktpreise für die Hauptausfuhrerzeugnisse, steigende Ölpreise und den Eintritt Großbritanniens in die EG, der den Absatz in einem der wichtigsten Abnehmerländer drastisch einschränkte. Mit der Erschließung neuer Märkte (vor allem in Australien, Japan und den USA) sowie durch Deregulierungen und Privatisierungen erfuhr die Wirtschaft einen neuen, nachhaltigen Aufschwung.
Über die Hälfte der Landesfläche dient als Weidefläche, auf der 46 Mio. Schafe grasen; Anfang der 1980er Jahre waren es noch 70 Mio. Obwohl die Landwirtschaft weniger als ein Zehntel zur Wirtschaftsleistung beiträgt, stellen land- und forstwirtschaftliche Produkte über die Hälfte des Exportvolumens. Eine immer größere Rolle spielt der Fischfang.
Neuseeland verfügt über nur wenige Rohstoffe, in erster Linie Kohle, Eisensande und Gold; auch werden Erdöl und Erdgas gefördert. Die meist auf der Nordinsel angesiedelte Industrie hat ihre Schwerpunkte in der Nahrungsmittel-, Textil- und Holzbranche. Bedeutend sind auch die Stahl- und Aluminiumerzeugung und der Maschinen-, Kfz- und Flugzeugbau.
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