Lexikon
nụbische Kunst
die Kunst des christlichen Königreiches Nubien (9.–14. Jahrhundert) südlich des ersten Nilkataraktes, bis heute noch nicht vollständig erforscht. Erhalten sind mit Trockenziegeln erbaute Basiliken des Mittelalters, die mit Fresken ausgemalt sind. Bedeutend ist die 1961 entdeckte Kathedrale von Faras, die eine ungefähre Vorstellung gibt von der Entwicklung der wegen der Islamisierung Ägyptens weitgehend isolierten, mit der koptischen Kunst in lockerer Beziehung stehenden Malerei. Die religiösen Bildnisse sind gekennzeichnet von einer durch die Jahrhunderte nahezu unveränderten Starrheit der Gesichter und Gewänder, Fehlen der perspektivischen Sichtweise, Beziehungslosigkeit der Figuren untereinander und strengen Frontalansicht. Die sparsame, flächig eingesetzte Farbe variierte anfangs in Violetttönen, später dominierte Weiß, dann Rot und Gelb, erst vom 11. Jahrhundert an setzte sich die Vielfarbigkeit durch.
Wissenschaft
RNA macht Raupenfrauen
Manche Dinge können Männer besser, manche anderen dagegen nicht. Die reinen Fakten lassen daran meist keinen Zweifel. Das Tierreich jedenfalls ist voll von Beispielen. In vielen Fällen haben die Männchen zum Beispiel spezielle Qualitäten entwickelt, um Weibchen anzulocken. Und nicht immer handelt es sich dabei nur um schmuckvolle...
Wissenschaft
Der Körper trauert mit
Trauer ist kein rein seelisches Phänomen. Der Verlust eines geliebten Menschen wirkt sich auch auf die körperliche Gesundheit der Hinterbliebenen aus. von CLAUDIA CHRISTINE WOLF Ein tragischer Fall macht deutlich, welch gravierende Folgen Trauer haben kann: Tasha Lawson starb im April 2025, nur wenige Tage, nachdem ihr Sohn Tee’...