Orléans
[
ɔrleˈã
]mehrere Zweige des französ.französischen Königshauses, denen 1344 das Herzogtum Orléans verliehen wurde. Der erste Herzog 1344-1375 war Philipp I., ein Sohn König Philipps VI. (* 1293, † 1350). König Karl VI. gab das heimgefallene Lehen 1392 seinem Bruder Ludwig I., Grafen von Valois (* 1372, † 1407), dem Begründer der Linie Orléans-Valois. Er machte sich als Reichsverweser (seit 1404) verhasst u.und wurde von Herzog Johann ohne Furcht von Burgund ermordet. Sein Sohn Karl, dritter Herzog von O.Orléans (* 1391, † 1465), heiratete in das Grafengeschlecht Armagnac ein. Sein Sohn bestieg als Ludwig XII. den französ.französischen Thron (1498). 1626 vergab König Ludwig XIII. das Herzogtum Orléans an seinen Bruder Gaston (* 1608, † 1660), der erfolglos gegen Richelieu u.und Mazarin opponierte. 1660 übergab König Ludwig XIV. das erledigte Lehen seinem Bruder Philipp (* 1640, † 1701), dem Begründer der Linie Bourbon-Orléans. Die Söhne erhielten jeweils nach den wichtigsten Besitzungen ihren Titel, der älteste hieß stets Herzog von Chartres. Philipp II. (* 1674, † 1723) erhielt im Spanischen Erbfolgekrieg den Oberbefehl in Italien 1706 u.und in Spanien 1707/08. Unter Ludwig XV. war er Premier-MinPremierminister. Sein Urenkel Ludwig Philipp Joseph (* 1747, † 1793) unterstützte die Französische Revolution u.und war als Philippe Égalité Mitglied des Jakobinerklubs. Sein Sohn Louis-Philippe wurde französ.französischer König (1830-1848). 1848 u.und 1886 wurde die Familie aus Frankreich verbannt.









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