Pascạl
Blaise, französ.französischer Mathematiker, Theologe u.und Philosoph, * 19. 6. 1623 Clermont, Auvergne, † 19. 8. 1662 Paris; frühreif, beschäftigte sich schon als Kind mit Mathematik. 1639 erschien seine Schrift über die Kegelschnitte (Pascal'scher Satz); mit 19 Jahren erfand er eine Rechenmaschine; 1647 schrieb er über das Vakuum, 1649 über die Zykloide. P.Pascal begründete die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Mit 26 Jahren gewann er Anschluss bei den Jansenisten von Port-Royal. An der Logik von Port-Royal („L'art de penser“ 1662, von Antoine Arnauld d. Ä.dem Älteren) war P.Pascal beteiligt. Die wichtigste den Jansenisten erwiesene literar.literarische Hilfe war jedoch sein gegen die Jesuiten gerichtetes Werk „Lettres à un provincial“ („Lettres provinciales“) 1656/57. Leidenschaftlich, von großer Frömmigkeit u.und durch mehrere Schicksalsschläge erschüttert, fasste P.Pascal in den letzten Jahren sein Nervenleiden als göttl.göttliche Bestimmung auf. Sein glänzend geschriebenes philosoph.philosophisches Hptw.Hauptwerk, „Pensées sur la religion“ (postum zuerst 1670), ist eine Sammlung von Fragmenten, die nach neuerer Forschung (P. L. Couchoud) Materialien zu drei Arbeiten enthalten: „Discours de la condition de l'homme“, „Apologie de la religion chrétienne“ u.und „Fragments intimes“. - Pascals Denken ging es um die Grenzen rationaler Erkenntnis, um das Recht intuitiver Gewissheit („Logik des Herzens“), um Gebrochenheit, Elend u.und Größe des Menschen u.und um die Absolutheit des Christentums. Der französ.französische Existenzialismus führt sich z. T. auf P.Pascal zurück.










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