Pompẹji
Stadt in Kampanien, am Südfuß des Vesuvs, 26 000 Ew.Einwohner; Bischofssitz u.und Wallfahrtsort; Observatorium mit Vesuv-Museum.
Westlich der modernen Stadt liegen die Ruinen des antiken P.Pompeji Die alte oskische Stadt wurde im 7. Jh. Jahrhundert v. Chr. wohl unter griech.griechischem Einfluss gegrgegründet. Im 6. Jh. Jahrhundert v. Chr. etruskisch, geriet sie im 5. Jh. Jahrhundert v. Chr. unter samnit.samnitische Herrschaft. 89 v. Chr. wurde P.Pompeji von den Römern unter Sulla erobert u.und 80 v. Chr. zur Kolonie gemacht. 62 n. Chr. beschädigte ein schweres Erdbeben die Stadt, die am 24. 8. 79 n. Chr. durch einen Vesuvausbruch gemeinsam mit den benachbarten Städten Stabiae u.und Herculaneum verschüttet wurde. 1748 begannen offizielle Ausgrabungen u.und die archäolog.archäologische Erforschung. Die Funde, Dokumente aus dem Leben einer wohlhabenden römischen Provinzstadt des 1. Jh. Jahrhundert n. Chr., sind zu einem Großteil an ihrem ursprüngl.ursprünglichen Ort belassen oder befinden sich im Nationalmuseum Neapel (Mosaiken, Fresken, Skulpturen).
Pompeji: Fresko
Die von einer Mauer umgebene Stadtanlage hat - abgesehen von den älteren Bezirken um das Forum - ein rechtwinkliges Straßennetz. Vor den Toren befinden sich die von Grabstätten flankierten Ausfallstraßen mit suburbanen Villen (Villa dei Misteri). Als Wohnbauten finden sich vor allem Atriumhäuser, die zu einem Innenhof geöffnet sind. Häuser der Oberschicht weisen große Gartenhöfe (Peristyle) auf. Bekannt ist das „Haus des Fauns“ (Casa del Fauno) mit reichen Mosaiken. Die wichtigsten öffentl.öffentlichen Gebäude in der Stadt sind die Basilica, drei Thermen, das Macellum (Markt- u.und Verkaufshalle), die Bauten der Stadtverwaltung am Forum, das Gebäude der Eumachia, zwei Palästren (Trainingsstätten), ein Amphitheater (Fassungsvermögen 20 000 Personen), ein großes u.und ein kleines (ehem.ehemals überdachtes) Theater am Forum Triangulare u.und zahlreiche Heiligtümer (Apollon-, Merkur-, Venustempel, Kapitol, Tempel für den Kaiserkult). Viele Privathäuser u.und Villen sind noch gut erhalten. Insbes.Insbesondere die Fresken bilden eine Grundlage für die Erforschung der römischen Malereistile. Auch für die Erforschung antiker Infrastruktur (Wasserversorgung) u.und Stadtentwicklung lieferten die Ausgrabungen wichtige Ergebnisse. P.Pompeji gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.











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