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LEXIKON

Streep

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Meryl, eigentlich Mary Louise Streep, US-amerikanische Schauspielerin, * 22. 6. 1949 Summit, N. J.; seit 1977 Filmrollen und Aufstieg zur international anerkannten Charakterdarstellerin, spielte u. a. in „Holocaust“ 1978 (TV-Serie); „Die durch die Hölle gehen“ 1978; „Kramer gegen Kramer“ 1979; „Die Frau des französischen Leutnants“ 1981; „Sophies Entscheidung“ 1982; „Silkwood“ 1983; „Der Liebe verfallen“ 1984; „Jenseits von Afrika“ 1985; „Wolfsmilch“ 1987; „Ein Schrei in der Dunkelheit“ 1988; „Grüße aus Hollywood“ 1990; „Der Tod steht ihr gut“ 1992; „Das Geisterhaus“ 1993; „Die Brücken am Fluss“ 1995; „Familiensache“ 1998; „Music of the Heart“ 1999; „Adaption“ 2002; „The Hours“ 2002; „Der Manchurian Kandidat“ 2004; „Der Teufel trägt Prada“ 2006; „Von Löwen und Lämmern“ 2007; „Mamma Mia!“ 2008.
  • Deutscher Titel: Die Geliebte des französischen Leutnants
  • Original-Titel: THE FRENCH LIEUTNANT„S WOMAN
  • Land: Großbritannien
  • Jahr: 1981
  • Regie: Karel Reisz
  • Drehbuch: Harold Pinter, nach einem Roman von John Fowles
  • Kamera: Freddie Francis
  • Schauspieler: Meryl Streep, Jeremy Irons, Leo McKern, Lynsey Baxter
Karel Reisz„ Film »Die Geliebte des französischen Leutnants« verknüpft den Kampf einer Frau um Emanzipation mit einer Liebesromanze im Jahr 1897.
Im Viktorianischen England lebt die junge Sarah (Meryl Streep) in einem kleinen Küstenstädtchen. Weil sie ein Verhältnis mit einem französischen Leutnant hatte, wird sie von der Dorfgemeinschaft gemieden. Eines Tages trifft sie den Wissenschaftler Charles (Jeremy Irons), der aus London gekommen ist, um seine Braut zu besuchen. Er fühlt sich aber bald so zu der geheimnisvollen Schönen hingezogen, dass er seine Verlobung löst. Eines Tages ist Sarah verschwunden, und beide finden erst drei Jahre später wieder zueinander.
Die kunstvoll arrangierte Liebesgeschichte wird aus der Sicht einer Filmcrew geschildert, die die Romanvorlage von John Fowles für die Leinwand adaptieren soll; wie Charles und Sarah beginnen auch die Hauptdarsteller eine Liebesbeziehung. Geschickt wird so eine zweite Zeitebene aufgebaut, die Vergleiche zwischen Gegenwart und Vergangenheit ermöglicht.
  • Deutscher Titel: Die durch die Hölle gehen
  • Original-Titel: THE DEER HUNTER
  • Land: USA
  • Jahr: 1978
  • Regie: Michael Cimino
  • Drehbuch: Deric Washburn
  • Kamera: Vilmos Zsigmond
  • Schauspieler: Robert De Niro, John Cazale, John Savage, Christopher Walken;
  • Auszeichnungen: Oscars 1979 für Film, Nebendarsteller (Christopher Walken), Regie, Schnitt, Ton
Michael, Nick und Steven, drei Stahlarbeiter aus einem Provinznest in Pennsylvania, werden in den Vietnamkrieg eingezogen. Cimino erzählt in epischer Breite von der Hochzeit Stevens unmittelbar vor ihrem Abflug und von einem letzten Jagdausflug der Freunde.
In der Kriegsgefangenschaft werden sie gequält; ihre Bewacher zwingen sie, russisches Roulette zu spielen. Doch sie können der Hölle entkommen und überleben den Krieg. Steven verliert bei der Flucht beide Beine und will nicht zurück zu Frau und Kind. Nick verliert den Verstand: Gegen Geld spielt er in Saigon beim russischen Roulette noch immer um sein Leben. Nur Michael kehrt scheinbar unversehrt heim. Er macht sich noch einmal auf die Suche nach Nick, der ihn zunächst nicht erkennt. Als er sich zu erinnern beginnt, ist es zu spät er versetzt sich die tödliche Kugel.
Vor allem wegen der Russisch-Roulette-Szene, die als Metapher auf den Krieg interpretiert wird und die Vietcong als bestialische Sadisten vorführt, löst Ciminos Film allerorts eine heftige Kontroverse aus. Die sozialistischen Staaten verlassen aus Protest die Berliner Filmfestspiele.
In den USA muss sich der Film mit Hal Ashbys »Coming home - Sie kehren heim« (1978) messen: Die beiden Filme teilen sich schließlich die Oscars in den Hauptkategorien.
Zu einem Eklat kommt es dennoch: »Coming-home«-Hauptdarstellerin und Oscar-Preisträgerin Jane Fonda, die sich auch privat gegen das Engagement der USA im Vietnamkrieg einsetzt, wirft Cimino vor, er habe einen rassistischen und regierungsfreundlichen Film gedreht.
  • Deutscher Titel: Kramer gegen Kramer
  • Original-Titel: KRAMER VS. KRAMER
  • Land: USA
  • Jahr: 1979
  • Regie: Robert Benton
  • Drehbuch: Robert Benton, nach einem Roman von Avery Corman
  • Kamera: Nestor Almendros
  • Schauspieler: Dustin Hoffman, Meryl Streep, Justin Henry
  • Auszeichnungen: Oscars 1980 für Film, Regie, Drehbuch-Adaption, Hauptdarsteller (D. Hoffman), Nebendarstellerin (Meryl Streep)
Robert Bentons Ehedrama »Kramer gegen Kramer« wird ein überragender Kassenerfolg und mit Auszeichnungen überhäuft.
Der unspektakulär und unaufwändig inszenierte Film nimmt sich des Themas Ehescheidung und Sorgerecht an. Er konzentriert sich auf den Konflikt zwischen Vater, Mutter und Kind, bietet aber auch echtes Gefühlskino, das heftig auf die Tränendrüsen drückt.
Dem Werbefachmann Ted Kramer (Dustin Hoffman) geht die Karriere über alles. Als ihn seine Frau Joanna (Meryl Streep) verlässt, muss er allein für den kleinen Sohn Billy sorgen. Nach anfänglichem Chaos wächst er in die neue Rolle hinein und entwickelt eine so innige Beziehung zum Kind, dass er selbst den beruflichen Abstieg dafür in Kauf nimmt. Doch nach 18 Monaten kommt Joanna zurück und will vor Gericht das Sorgerecht für Billy erstreiten. Obwohl sie das Kind zugesprochen bekommt, verzichtet sie schließlich freiwillig.
Meryl Streep feiert mit dem Film ihren ersten großen Kinoerfolg.
  • Deutscher Titel: Silkwood
  • Original-Titel: SILKWOOD
  • Land: USA
  • Jahr: 1983
  • Regie: Mike Nichols
  • Drehbuch: Nora Ephron, Alice Arlen
  • Kamera: Miroslav Ondrícek
  • Schauspieler: Meryl Streep, Kurt Russell, Cher, Craig T. Nelson
Mike Nichols erzählt die authentische Geschichte der Gewerkschafterin Karen Silkwood, die 1974 unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben kam.
Karen Silkwood (Meryl Streep) arbeitet in Oklahoma in einer Fabrik, die Brennstäbe für Atomreaktoren herstellt. Der Umgang mit dem gefährlichen Material erfolgt sorglos und z.T. gegen Sicherheitsvorschriften. Doch aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes schweigen die Arbeiter. Als Karen sich der radioaktiven Gefahr bewusst wird, engagiert sie sich in der Gewerkschaft. Trotz der Schikanen ihrer Arbeitgeber sammelt sie Beweismaterial gegen die Plutoniumfabrik. Am 13. November 1974 will sie die Unterlagen einem Reporter der New York Times übergeben. Auf dem Weg zu dem geheimen Treffen verunglückt sie tödlich.
Nichols„ Porträt gewinnt durch die brillante Meryl Streep noch stärker an Glaubwürdigkeit.
  • Deutscher Titel: Das Geisterhaus
  • Original-Titel: DAS GEISTERHAUS
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1993
  • Regie: Bille August
  • Drehbuch: Bille August, nach einem Roman von Isabel Allende
  • Kamera: Jörgen Persson
  • Schauspieler: Jeremy Irons, Meryl Streep, Winona Ryder, Glenn Close
»Das Geisterhaus« ist die filmische Adaption der gleichnamigen Familienchronik von Isabel Allende. Nach Ansicht der Kritiker heben auch die zahlreichen Leinwandgrößen neben den Stars Meryl Streep, Jeremy Irons und Glenn Close sind in Nebenrollen u.a. Antonio Baderas, Vanessa Redgrave und Armin Mueller-Stahl zu sehen die Qualität des Films nicht an; das dichte Format der Vorlage wird nicht erreicht.
»Das Geisterhaus« erzählt über einen Zeitraum von 50 Jahren von dem bewegten Schicksal einer chilenischen Bürgerfamilie bis zum Militärputsch 1973. Der Film reiht aber nur Geschehnisse aneinander, wo das Buch in Fabulierlust schwelgt. Die Darstellung der mystischen Ereignisse und der Bedrohung durch die politischen Veränderungen wirkt in den zu Inhaltsangaben komprimierten Episoden z.T. konstruiert.
Der von dem dänischen Regisseur Bille August für den deutschen Produzenten Bernd Eichinger hergestellte Film erreicht trotz kritischer Stimmen in Deutschland ein großes Publikum.
  • Deutscher Titel: Die Brücken am Fluss
  • Original-Titel: The Bridges of Madison County
  • Land: USA
  • Jahr: 1995
  • Regie: Clint Eastwood
  • Drehbuch: Richard LaGravenese nach dem Roman von Robert James Waller
  • Kamera: Jack N. Green
  • Schauspieler: Clint Eastwood, Meryl Streep, Annie Carley, Victor Slezak, Jim Haynie
Ein durchreisender Fotograf (Clint Eastwood) und eine verheiratete Farmerin (Meryl Streep) erleben eine kurze Episode später leidenschaftlicher Liebe. Die Kritik lobt zwar die atmosphärisch dichte Inszenierung Clint Eastwoods, bemängelt jedoch, dass sein Film »Die Brücken am Fluss« streckenweise sentimental und zudem in der Handlungsführung leicht durchschaubar sei. An die berühmte Romanvorlage von Robert James Waller reiche der Streifen nicht heran.
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