Lexikon
Struktụrwandel
der stetige Prozess der Veränderung wirtschaftlicher Produktionsfaktoren sowie der Zusammensetzung des gesamtwirtschaftlichen Produkts einer Volkswirtschaft. Der Strukturwandel beschreibt dabei langfristige Entwicklungen, die unabhängig von Konjunkturzyklen und saisonalen Schwankungen eintreten. Als hauptsächlicher Wesenszug hat sich die Bedeutungsverschiebung einzelner Wirtschaftssektoren herausgestellt. Im Laufe der Wirtschaftsgeschichte hat die Bedeutung des primären Sektors (Landwirtschaft, Fischerei, Forsten) zu Gunsten des sekundären (industrielle Produktion) und tertiären Sektors (Handel, Dienstleistungen) abgenommen. Die Volkswirtschaften der marktwirtschaftlich am weitesten entwickelten Staaten sowie der Länder mit wenigen natürlichen Ressourcen (z. B. Bodenschätze) zeichnen sich durch einen ständigen Bedeutungszuwachs des tertiären gegenüber dem sekundären Sektor aus. Der Strukturwandel umfasst darüber hinaus auch langfristige Änderungen der Beschäftigungsstruktur (Aufteilung nach Geschlecht, Ausbildung, Alter), der Produktionsbedingungen (Rationalisierung, Arbeitsteilung) sowie der Bedeutung regionaler Wirtschaftsräume.
Wissenschaft
Kosmischer Babyboom
Vor etwa zehn Milliarden Jahren entstanden auf einen Schlag sehr viele Sterne. Seither sinkt die Geburtenrate – und inzwischen hat eine Art kosmischer Dämmerzustand begonnen. von THOMAS BÜHRKE Das Sternbild Fornax (Chemischer Ofen) besteht nur aus wenigen lichtschwachen Sternen. Doch Kosmologen fanden dort den sprichwörtlichen...
Wissenschaft
Herzenssache
Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufsystems können lebensbedrohlich sein. Doch die Herzmedizin hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. von CLAUDIA EBERHARD-METZGER Das Herz schlägt zwei Zentimeter unter der Haut, leicht nach links versetzt hinter dem Brustbein zwischen der zweiten bis fünften Rippe. Es...