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LEXIKON

Suburbanisierung

[lat.lateinisch]
eine Phase der Stadtentwicklung in Industrieländern, die die Ausbreitung städtischer Siedlungselemente in stadtnahe ländliche Gemeinden („Zersiedlung“) bezeichnet. Die Suburbanisierung wird ausgelöst durch eine wachsende Nutzungskonkurrenz in den Kernstädten und durch einen wachsenden Wohn- und Freizeitflächenanspruch („Wohnen im Grünen“) bei gleichzeitig stark gestiegener Mobilität. Zur Suburbanisierung gehört auch eine Dekonzentration der Produktionsstätten, der Verwaltung sowie des Handels. Die Randverlagerung der Produktion ist mit einem hohen Flächenanspruch verbunden, der sich in den eingeschossigen Produktionsanlagen im Umland der Großstädte äußert. Anzeichen einer Suburbanisierung des tertiären Sektors sind die Gründungen von Gartencentern, Verbraucher-, Möbel-, Bau- und Hobbymärkten sowie das Entstehen von Bildungsstätten und Kultureinrichtungen im großstädtischen Umland. Die Suburbanisierung hat einen Bedeutungsverlust der Kernstädte (bis zur Verödung innenstadtnaher Wohngebiete) und hohe Anforderungen an die Infrastruktur zur Folge. Mit der Zunahme von Ein-Personen-Haushalten ist jedoch ein rückläufiger Trend zu beobachten; zentrumsnahe Wohnungen erfahren wieder eine Aufwertung. Verstädterung.
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