Lexikon
Toruń
[ˈtɔrunj]
deutsch ThornStadt in Polen, an der unteren Weichsel, 204 000 Einwohner; Universität (1946); Altstadt (Weltkulturerbe seit 1997), ehemalige Festung; mittelalterliche Bauwerke in Backsteingotik, Rathaus (1393, Stadtmuseum), St. Johanniskirche (13. Jahrhundert), Marienkirche (14. Jahrhundert), St. Jakobiskirche (14. Jahrhundert), Heilig-Geist-Kirche (18. Jahrhundert), Kopernikushaus (Geburtshaus des Astronomen) und -Denkmal, ehemaliges Zeughaus (mit Volkskundemuseum), barock geschmückte Giebelhäuser, u. a. das Haus „Zum Stern“ (enthält ein Museum mit fernöstlicher Kunst), mittelalterliche Festungsanlagen, Ruine der ehemaligen Festungsburg; chemische (Kunstfaser-), Metall-, Elektro-, Maschinen-, Nahrungsmittelindustrie; Handels- und Verkehrszentrum.
Gegründet 1231 vom Deutschen Orden, 1232 Stadt mit deutschem (Kulmer) Recht, Hanse-Mitglied, 1454/1466 zu Polen, 1557 der Reformation beigetreten, 1724 Thorner Blutgericht (Enthauptung des protestantischen Rats), 1793–1919 preußisch. Im 1. Thorner Frieden (1411) musste der Deutsche Orden Samogitien, im 2. Thorner Frieden (1466) Westpreußen, Kulm und Ermland abtreten.
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