Lexikon
Wagner
Wegweiser der modernen Oper
Wagners Bedeutung für die Entwicklung der Oper im 20. Jahrhundert liegt formal in seiner Entwicklung des Musikdramas, mit dem er die romantische Idee vom Gesamtkunstwerk als Einheit aller Künste verwirklichte. Musikalisch wurde er durch die Einführung des Sprechgesangs und die Ausweitung der Tonalität zum Wegbereiter der modernen Oper. Während Wagners erste Werke noch den Einfluss der italienischen und französischen großen Oper zeigen, vollzog sich der Umbruch mit den Werken der Dresdner Schaffensperiode und wurde seit „Tristan und Isolde“ konsequent weitergeführt. Kennzeichen dieser Erneuerung der Oper sind: Wahl der Stoffe aus dem Mittelalter oder dem Mythos der germanischen Heldensage, Abwendung von der alten Form der Nummernoper (Arie, Duett u. Ä.), Umwandlung des Orchesters zum musikalischen Handlungsträger durch das Mittel der „unendlichen Melodie“, Anwendung der Leitmotivtechnik zur musikalischen Charakterzeichnung und Durchbrechen der harmonischen Grenzen durch Chromatik und Enharmonik („Tristan-Akkord“).
- Einleitung
- Vom Kreuzschüler zum Kapellmeister
- Revolutionärer Geist
- Komponist seiner Majestät
- Festspielgründer
- Wegweiser der modernen Oper
Wissenschaft
Eine Menge Magie in der Materie
In den Jahren des Ersten Weltkriegs hat der berühmte Soziologe Max Weber seine nach wie vor oft zitierte Rede über „Wissenschaft als Beruf“ gehalten und darin von der Berechenbarkeit der Dinge zwischen Himmel und Erde gesprochen, die in seinen Augen eine „Entzauberung der Welt“ zur Folge hatte. Leider ist Max Weber schon 1920...
Wissenschaft
Tobias Erb
(*1979) ist Biochemiker am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg. Mit seiner Forschungsgruppe untersucht er Stoffwechsel-Mechanismen. Der Fokus liegt dabei auf der Umwandlung von Kohlendioxid durch Bakterien, Algen und Pflanzen – und wie sich dieser Prozess synthetisch verbessern lässt.
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