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Madonna

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Madonna in einem ihrer ausgefallenen Outfits
Madonna in einem ihrer ausgefallenen Outfits
Corbis-Bettmann, New York
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Madonna auf einer Spiegelkugel
Madonna auf einer Spiegelkugel
Corbis-Bettmann, New York
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Madonna mit Griffin Dunne in dem Film "Who's that girl?"
Madonna mit Griffin Dunne in dem Film "Who's that girl?"
Cinetext, Frankfurt
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Madonna spielte die Hauptrolle in der Verfilmung des Musicals "Evita"
Szene aus der "Evita"-Verfilmung mit Jonathan Pryce und Madonna
Sipa Press, Paris
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Madonna auf einem Konzert in Paris
Madonna auf einem Konzert in Paris
Corbis-Bettmann, New York

Kindheit und Pubertät: streng katholisch

Madonna in einem ihrer ausgefallenen Outfits

Madonna in einem ihrer ausgefallenen Outfits

Madonna wurde am 16. August 1958 in Bay City, Michigan als Madonna Louise Veronica Ciccone geboren. Ihren Vornamen hatte sie von ihrer Mutter, Madonna Fortin. Ihr Vater, Sylvio Ciccone, war Italiener; die Mutter, sie starb an Krebs als Madonna sechs Jahre alt war, war Franko-Kanadierin. Nach dem Tod der Mutter stellte der Vater eine Haushälterin ein, Joan Gustafson, die er später heiratete. Madonna wuchs als eines von sieben Kindern in einem streng katholischen Elternhaus auf. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr besuchte sie eine katholische Mädchenschule. 1973 rang sie ihren Eltern die Erlaubnis ab, auf eine öffentliche High School wechseln zu dürfen. Ihre Kindheit war geprägt von Auseinandersetzungen mit den Eltern und besonders mit der Stiefmutter. In der Schule war sie bei den Cheerleadern, in Tanz- und Theatergruppen sowie im Schulchor engagiert. Eine Tanzausbildung bei Christopher Flynn ließ sie ihr tänzerisches und musikalisches Talent entdecken.

New York und die Welt: die Sängerin

Madonna auf einer Spiegelkugel

Madonna auf einer Spiegelkugel

Nach der High School bekam sie ein Tanzstipendium an der Universität von Michigan, das sie aber nach 1½ Jahren abbrach. Entgegen aller Vernunft und dem Willen ihrer Eltern verließ sie 1978 ihren Heimatort und ging mit 35 Dollar in der Tasche nach New York mit dem festen Willen "ein großer Star" zu werden. Dort hielt sie sich zunächst mit Jobs als Verkäuferin, Kellnerin und Aktmodell über Wasser. Ein erster kleiner Erfolg war ein Arbeitsstipendium am Alvin-Ailey Dance Theater. Gezielt arbeitete sie an ihrer Karriere als Sängerin und begann Affären, die ihr zweckdienlich waren. Zuerst war es Dan Gilroy, der ihr einen Schnellkursus in Musik gab. Über ein Verhältnis mit Diskjockey Mark Kamins kam sie an einen Plattenvertrag mit Sire Records. Die erste professionelle Vermarktung übernahm ihre Managerin Camille Barbone. Die beiden überwarfen sich jedoch bald auf Grund unterschiedlicher Vorstellungen bezüglich Madonnas Erscheinungsbild. Vor ihrer Solokarriere sang sie unter anderem in Bands wie The Millionaires, Modern Dance, The Breakfast oder Emmy. Auch als Backgroundsängerin bei Patrick Hernandez, der mit "Born to be alive" bekannt wurde, zog sie durch die Lande; immer unzufrieden, nicht selbst in der ersten Reihe zu stehen.

1983 gelang ihr schließlich der Durchbruch als Sängerin mit dem Song "Holiday". Mit den Alben "Like a virgin" (1984) und "True Blue" (1986) wurde sie zur Popdiva der 80er Jahre. Sie landete einen Nummer-Eins-Hit nach dem anderen, z.B. "Crazy for you", "Papa don't preach", "Who's that girl" und "Justify my love". Insgesamt sind es heute elf an der Zahl. Damit hat sie zusammen mit Whitney Houston die meisten Nummer-Eins-Hits zu verzeichnen. Ihr Management übernahm Freddy DeMann, der auch Michael Jackson oder Prince betreute.

 

Im Juli 1987 kam an ihrem Gesicht niemand mehr vorbei. Sie prangte auf der Titelseite der Cosmopolitan und hatte damit erreicht, was sie wollte: "Ich will nicht, dass die Leute meinen Namen vergessen. Ich will, dass ihn jeder kennt. Ich will alles, was es im Leben und in der Liebe gibt. Ich will jeden erreichen." Das Musician-Magazin wählte sie sogar zur "Künstlerin des Jahrzehnts". Die katholische Kirche protestierte heftig gegen die Selbstdarstellung und Vermarktung der Sängerin als Heilige und Hure, die immerhin den Namen der Jungfrau Maria trägt. Im Februar 1999 erhielt sie vier der sechs begehrten Grammys für ihr neuestes Album "Ray of Light". Nach ihren internationalen Erfolgen wurde Madonna auch zum Werbestar. Im Mai 1999 hat Max Factor, ein amerikanischer Kosmetikkonzern, seine Werbekampagne für eine Kosmetikserie mit Madonna gestartet. Sie gehört zu den meistfotografierten Frauen der letzten zwei Jahrzehnte.

Ende September 2000 wurde Madonnas Album "Music" veröffentlicht. Die Hitsingles "American Pie" und "Music" spiegeln das Spektrum der CD wider: von klassisch bis futuristisch. Das Album vereint sowohl etablierte Popklänge als auch revolutionäre Dance-Arrangements, ultramodernen Techno-Funk. Regie führte der französische Elektronikzauberer Mirwais Ahmadzai. William Orbit (Producer von "Ray of Light") produzierte drei Tracks des neuen Albums.

Anfang 2001 hat Madonna in den USA mit den Beatles gleichgezogen. Wie die "Fab Four" hat sie 24 goldene Schallplatten (nach 500 000 verkauften Exemplaren) für Single-Hits erreicht.

Im Jahr 2002 steuerte Madonna den Titelsong zu dem James-Bond-Film "Die Another Day" ("Stirb an einem anderen Tag") bei. Für ihr Album "American Life" (2003) arbeitete sie wiederum mit dem französischen Top-Produzenten Mirwais zusammen. So ist die Platte eine gelungene Fortsetzung des 2000er Vorgängers. Zudem machte die Sängerin und Schauspielerin als Autorin von sich reden. Sie hat fünf Kinderbücher geschrieben. Das erste Buch mit dem Titel "Die englischen Rosen" wurde Ende 2003 veröffentlicht.

Für ihren Hit "Hung Up" hat Madonna ein Sample von "Gimme, Gimme, Gimme" verwendet. Nach den Fugees ist sie erst die zweite Künstlerin überhaupt, die von Abba persönlich die Erlaubnis zur Nutzung eines ihrer Songs bekam. Herausgekommen ist ein Dancefloor-Stück mit Ohrwurm-Qualitäten. Madonnas Album "Confessions on a Dancefloor" erschien am 11. November 2005. Das Album wurde zum größten Teil von ihr und Grammy-Preisträger Stuart Price zusammen geschrieben und produziert und in London aufgenommen. Im April 2008 erschien das Album "Hard Candy" (beteiligt daran waren Erfolgsproduzenten wie Timbaland und Pharrell Williams), mit dem Madonna zu ihren Wurzeln als urbane Disco-Queen zurückkehrt. Prominentester Gaststar auf "Hard Candy" ist Justin Timberlake.

Für viele Branchenkenner ist Madonna heute die mächtigste Frau im Musikgeschäft. Auch als Chefin ihres Labels "Maverick" (mit Künstlern wie z.B. Alanis Morissette, "The Prodigy") war sie erfolgreich. Im Juni 2004 hat die Warner Music Group Madonna - nach einem erbitterten Rechtsstreit - aus dem Label herausgekauft. Sie soll für ihre Anteile Presseberichten zufolge rund zehn Millionen Dollar (8,3 Millionen Euro) erhalten haben. Seit Mitte Oktober 2007 ist Madonna als erster Musiksuperstar bei einem Konzertveranstalter (Live Nation) unter Vertrag und demonstriert damit, wie sehr sich die Gewichte in der Musikindustrie zu Ungunsten der Plattenfirmen verschoben haben. Künstler von ihrem Format können mittlerweile viel mehr Geld mit Konzerten als mit CD-Verkäufen verdienen.

Erfolge und Riesenflops: die Schauspielerin

Madonna mit Griffin Dunne in dem Film "Who's that girl?"

Madonna mit Griffin Dunne in dem Film "Who's that girl?"

Parallel zu ihrer Sängerkarriere versuchte sie sich auch an der Schauspielerei. Zutritt in die Filmwelt verschaffte sie sich durch ihre Ehe mit dem Schauspieler Sean Penn. Die beiden heirateten am 16. August 1985, Madonnas 27. Geburtstag. Die Ehe währte aber nur kurz und endete am 10. Januar 1989. Für ihre Rolle in "Susan - verzweifelt gesucht" (1985), eine Mischung aus Thriller und Komödie, erhielt sie zwar viel Kritikerlob, und der Film wurde in den USA zum Kassenschlager. Alle folgenden Streifen wurden jedoch zu Riesenflops, wie z.B. Shanghai Surprise (1986), in dem sie gemeinsam mit ihrem Gatten vor der Kamera stand.

Internationale Anerkennung als Schauspielerin erfuhr sie erst 1990 in dem aufwändig inszenierten Kinostreifen "Dick Tracy" - eine Verfilmung der legendären Comics von Chester Gould aus den 50er Jahren. Regie führte Warren Beatty, mit dem Madonna zu dieser Zeit ein Verhältnis hatte. An der Seite von Beatty in der Hauptrolle spielte sie überzeugend die Breathless Mahoney. Gleichzeitig wurde der Film ein weiterer Meilenstein ihrer Sängerkarriere. Sie schrieb den Soundtrack und sang drei für sie komponierte Lieder, von denen eines ("Sooner or Later") mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. 1991 engagierte Woody Allen sie für eine Nebenrolle in seinem Film "Schatten und Nebel". Im selben Jahr kam der Dokumentarfilm "In Bed with Madonna" heraus, eine Mischung aus Mitschnitten ihrer Welttourneen und Intimitäten aus ihrem Alltag. Der Film festigte ihr Image als "Sexgöttin der 1990er Jahre". Er kam zwar beim Publikum nur mäßig an, aber Madonna füllte damit öffentlichkeitswirksam die internationalen Schlagzeilen.

Madonna spielte die Hauptrolle in der Verfilmung des Musicals "Evita"

Szene aus der "Evita"-Verfilmung mit Jonathan Pryce und Madonna

Ihren größten Erfolg erzielte sie 1996 als Hauptdarstellerin in "Evita". Persönlich bewarb sie sich bei Regisseur Alan Parker mit einem achtseitigen handgeschriebenen Brief um die Rolle, reiste vor den Dreharbeiten nach Buenos Aires und recherchierte dort über die legendäre Politikerin Evita Péron. Fünf Monate stand sie in Buenos Aires, London und Budapest täglich trotz ihrer Schwangerschaft vor der Kamera. Rückblickend resümierte sie: "Ich habe unendlich viel von meiner harten Arbeit an der Evita-Rolle profitiert. Ich habe beispielsweise das Singen ganz neu gelernt. Ich habe Bereiche in meiner Stimme entdeckt, von denen ich vorher nichts wusste." Im Jahr 2000 spielte sie unter der Regie von John Schlesinger neben Rupert Everett in der Kinokomödie "Ein Freund zum Verlieben". 2002 gab Madonna ihr Theater-Debüt auf einer Londoner Bühne. In dem Stück "Up for Grabs" von David Williamson spielte sie eine skrupellose Kunsthändlerin. In dem 007-Thriller "Die Another Day" (Start: 28. November 2002) spielte Madonna eine lesbische Fechtlehrerin. Ihr letzter Film, "Swept Away" (Regie: Ehemann Guy Ritchie), kam im März 2003 in Deutschland in die Kinos.

Der erste Kinofilm, bei dem Madonna Regie führte, erlebte seine Weltpremiere auf der Berlinale (07.-17.02.2008). Der Film "Filth and Wisdom" ("Schmutz und Weisheit") ist eine 30-minütige Komödie, die in der Panorama-Sektion des Festivals außer Konkurrenz lief.

Outfit und Tourneen: die provokante Trendsetterin

Madonna ist dafür bekannt, dass sie ihr gesamtes Outfit häufig verändert. Dennoch erreicht sie es, dass ihre Fangemeinde ihr konsequent treu bleibt und alle Neuerungen mitmacht. Mark Bego vergleicht sie in seiner Biografie mit einem Chamäleon. Ob Punkgirl, Rockerbraut in Leder, Sexbombe á la Marilyn, Zwanziger-Jahre-Bohemienne oder Girlie, Madonna zieht alle Register, wenn es um ihre gekonnte Vermarktung geht. Mit ihrem Outfit wird sie zur Beginn ihrer Karriere zur modischen Trendsetterin, die weltweit Tausende von jungen Mädchen imitieren. Auf ihrer ersten Tournee The Virgin Tour (1985) präsentiert sie sich im schlampigen Punklook mit zerschnittenen Hosen, Spitzendekolletés, Stofffetzen im Haar und großen Kruzifixen um den Hals und im Ohr. Das Video zu "Like a virgin" zeigt sie in einer Kirche, wie sie mit Jesus "flirtet".

1986 änderte sie ihr Erscheinungsbild komplett und entwickelt sich zum Glamourstar im Stil der 50er Jahre. Sie schnitt sich die Haare ab, warf den Billigschmuck weg und kleidete sich fortan in Röhrenhosen und knappen, schlichten Oberteilen. "Als ich aufwuchs, bewunderte ich jene Art wunderschöner glamouröser Frauen, von Brigitte Bardot bis Grace Kelly, die es heute nicht mehr zu geben scheint. Ich denke, es ist an der Zeit, dass diese Art Glamour wiederkehrt.", erklärt sie der Chicago Tribune.

Madonna auf einem Konzert in Paris

Madonna auf einem Konzert in Paris

Ihre zweite Konzerttour von 1987 stand ganz im Zeichen ihres veränderten Images. Statt auf Schmuck konzentrierte sich nun alles auf Gesicht und Silhouette. Die Who's that girl tour wurde zu einem gigantischen Bühnenspektakel mit Broadway-Charakter. Madonna zog sich während der Show ununterbrochen um. Marlene Stewart, ihre Kostümbildnerin, brachte es auf den Punkt: "[...] diese Tournee ist großartig, weil sie eine Zusammenfassung all ihrer Persönlichkeiten darstellt." Sie begann in Japan, tourte anschließend durch 19 nordamerikanische Städte, bevor sie nach Europa kam. In Frankreich brach sie bei ihrer Show mit 110000 Fans ihren eigenen Zuschauerrekord.

Die Blond Ambition Tour von 1990 sprengte jeden bisherigen Rahmen ihrer Auftritte, sowohl was den Aufwand als auch die provokativen Inhalte angeht. Madonna wollte die Einstellung der Welt zum Sex verändern. Die Liedtexte waren von einer hoch explosiven Mischung: Sie handelten vorwiegend von Sex und Bisexualität, aber auch der Kirche und deren Haltung zu diesem Thema. In einem metallisch schimmernden Brustpanzer führte sie ihre Erotikshow auf, die in einer simulierten Masturbation gipfelte.

Drei Jahre später hatte sich ihr Look kaum verändert, auf der Bühne wurde eine noch härtere Gangart eingelegt. Mittlerweile hatte sie ihre Tänzercrew zu einem großen Ensemble aufgestockt, das auf der Bühne eine Massenorgie inszenierte. Sie selbst trat in ihrer Girlie Show als Lederdomina auf: in schwarzen Hotpants, BH und hohen Lederstiefeln. Die Lieder stammten überwiegend von ihrem Album Erotica.

Bei ihrer Welttournee, die im Juni 2001 in Barcelona startete, trat Madonna auf einer 24 mal 24 Meter großen Bühne mit drehbarem Aufsatz und riesigen Videobildschirmen mal als Punk, Geisha, Cowgirl oder als spanische Senorita auf. Ihre Kostüme wurden zum größten Teil von Jean Paul Gaultier entworfen.

Das Western-Girl der "Music"-Etappe verwandelte sich 2003 in eine unauffälligere Frau mit glattem, brünetten Haar. 2004 präsentierte sich Madonna dagegen u.a. im barocken Outfit. Passend dazu der Titel ihrer Welttournee: Re-Invention. Denn nach dreijähriger Pause ging Madonna 2004 wieder auf große Tour. Nach zahlreichen Auftritten in den USA und Kanada stand sie beispielsweise in Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Portugal auf der Bühne. Ein Auftritt in Deutschland war nicht geplant. Für ihre spektakuläre Bühnenshow wurde Madonna von namhaften Designern wie Chanel, Jean Paul Gaultier oder Stella McCartney eingekleidet. Pro Auftritt wechselte sie mehrmals ihr Outfit, vom glitzernden Korsett bis zum Kampfanzug: Kontrastreicher geht es kaum noch! Neben neuen Songs präsentierte die Künstlerin etliche Hits aus ihrer über 20-jährigen Karriere.

Mitte Mai 2006 startete Madonna in Los Angeles ihre Welttournee Confessions Tour. Passend zu ihrer aktuellen Musik präsentierte sie sich diesmal im modernen Disco-Look (u.a. wieder von Jean Paul Gaultier). Zur Freude vieler Fans kam die Künstlerin im Spätsommer 2006 auch nach Deutschland. Ihre Confessions Tour war nach Angaben das "Billboard"-Magazins die erfolgreichste einer weiblichen Künstlerin überhaupt.

Zwei und zwei: Madonna privat

Von 1985 bis 1989 war Madonna mit dem Schauspieler Sean Penn verheiratet. Der Vater ihrer Tochter Lourdes Maria (*14.10.1996), der Kubaner Carlos Leon, ist ihr ehemaliger Fitnesstrainer. Am 11. August 2000 hat sie ihr zweites Kind, den Sohn Rocco Ritchie, auf die Welt gebracht. Der Vater Guy Ritchie (britischer Filmregisseur) war bei der Entbindung dabei. Madonna und Ritchie hatten sich 1999 in London kennen gelernt. In der Abgeschiedenheit von Schloss Skibo im Norden Schottlands (Kathedrale von Dornoch) gab sie ihm am 22. Dezember 2000 das Ja-Wort. Seit 1986 engagiert sich Madonna intensiv im Kampf gegen Aids und für die Rechte der Homosexuellen. Immer wieder propagiert sie bei Konzerten Safer Sex und veranstaltet zahlreiche Benefizkonzerte zu Gunsten der Aidshilfe. Übertroffen wird sie in ihrem Engagement nur noch von Elisabeth Taylor.


Yoga und Philosophie: die Welt der Magie

Mit der Geburt ihrer Tochter Lourdes im Oktober 1996 ist Madonna ruhiger geworden. Sie praktiziert seit vielen Jahren Yoga und meint selbst, die Yogaübungen hätten sie sehr verändert. Für einen Song des Albums "Ray of Light" nahm sie Sanskrittexte auf. "Es handelt sich um Gebete, die ich vor meinen Übungen spreche, erklärte sie in einem Interview. Auch die anderen Texte der CD haben überwiegend philosophischen Charakter. Die fünf Kinderbücher, die sie geschrieben hat, wurden inspiriert von ausgedehnten Studien althebräischer Kabbala-Texte.

Aus der Spiritualität bezieht sie ihre kreative Energie: "Ich fände es Angst einflössend, wenn ich wüsste, dass die materielle Welt, von der wir umgeben sind, schon alles ist. Man braucht ja Quellen, aus denen man Stärke ziehen kann. Und das sind die Welt der Magie, der Imagination und der Spiritualität. Für kreative Menschen ist das besonders wichtig."

Alben und Filme: ein viertel Jahrhundert

Alben

  • "Madonna" (1983)
  • "Like a virgin" (1984)
  • "Vision Quest" (1985)
  • "True Blue" (1986)
  • "Who's that girl" (1987)
  • "Like a prayer" (1989)
  • "I'm breathless" (1990)
  • "Erotica" (1992)
  • "Bedtime Stories" (1994)
  • "Evita" (1996)
  • "Ray of Light" (1998)
  • "Music" (2000)
  • "Greatest Hits Volume 2" (2001)
  • "American Life" (2003)
  • "Confessions on a Dancefloor" (2005)
  • "Confessions Tour" (2007)
  • "Hard Candy" (2008)

Filme

  • "Crazy For You" (1984)
  • "Susan - verzweifelt gesucht" (1985)
  • "Shanghai Surprise" (1986)
  • "Who's that Girl" (1987)
  • "Dick Tracy" (1990)
  • "In Bed with Madonna" (1991)
  • "Schatten und Nebel" (1992)
  • "Eine Klasse für sich" (1992)
  • "Body of Evidence" (1993)
  • "Snake Eyes" (1994)
  • "Blue in the Face" (1995)
  • "Four Rooms" (1996)
  • "Evita" (1996)
  • "Ein Freund zum Verlieben" (2000)
  • "Die Another Day" (2002)
  • "Swept Away" (2002)
  • "Filth and Wisdom" (2008, Regiedebüt)

Preise

1991 erhielt Madonna den Grammy für ihr Tourvideo zu Blond Ambition Tour. Im Februar 1999 holte sie vier von insgesamt sechs Grammys für das beste Pop-Album, das beste Album-Design, das beste Video (zu "Ray of Light") und das beste Dance-Album. Bei der Echo-Verleihung im März 2006 gewann sie als beste internationale Künstlerin sowie mit ihrer Single "Hung Up" als erfolgreichstem Hit des Jahres. Für ihr Tourvideo zur Confessions Tour erhielt sie 2008 einen Grammy. Außerdem hat sie seit März 2008 einen Platz in der ewigen Ruhmeshalle des Rock 'n' Roll (Rock 'n' Roll Hall of Fame). Als Laudator sagte Justin Timberlake: "Madonna hat die Art verändert, wie unsere Welt klingt. Madonna hat die Art verändert, wie unserer Welt aussieht."

Bibliografie

  • J.R. Taraborrelli: Madonna. Die Biographie, Hamburg 2002
  • Rikky Rooksby: Madonno. Story und Songs kompakt, Berlin, 2004
  • Mick St. Michael: Madonna. Talking in her own Words, London 2004
  • Jan-Oliver Decker: Where`s That Girl. Starimage und Erotik im medialen Raum, Kiel 2005
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