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Martin Luther King

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Kurzbiografie

Name:Martin Luther King
geboren am:15.1.1929
geboren in:Atlanta (Georgia)
gestorben am:4.4.1968
gestorben in:Memphis(Tennessee)
amerikanischer Bürgerrechtler und Schwarzenführer

Der Baptistenpfarrer mobilisierte die Schwarzen in den Vereinigten Staaten von Amerika für den Kampf um ihre Rechte als US-Bürger und setzte die rechtliche Gleichstellung mit den Weißen durch. Den Rassismus in der Gesellschaft konnte er jedoch nicht beenden.

Leben und Werk

Jugend und Berufsausbildung

Der Sohn eines Baptistenpfarrers war ein überaus begabter Schüler, der dank eines Stipendiums ein College in seiner Heimatstadt Atlanta besuchen konnte. Nach dem erfolgreichen Abschluss ließ sich King 1948 von seinem Vater zu einem Theologiestudium überreden, obwohl er ursprünglich von einem medizinischen oder juristischen Beruf geträumt hatte. Am theologischen Seminar in Chester/Pennsylvania setzte sich King neben den üblichen Ausbildungsschwerpunkten zunehmend mit Mahatma Gandhis Lehren zum gewaltlosen Widerstand auseinander. Das Lebenswerk des Inders sollte das Denken und Handeln Kings in der Folgezeit nachhaltig prägen. Er beendete das Seminar als Klassenbester und wechselte 1951 auf die theologische Fakultät in Boston. Ein Jahr vor dem erfolgreichen Studienende heiratete King 1953 die Bostoner Musikstudentin Coretta Scott; aus der Ehe stammen vier Kinder.

Politische Aktivitäten

Ab 1954 hatte King eine Stelle als Baptistenpfarrer in Montgomery/Alabama inne, und dort begann auch sein Kampf für die Rechte der Schwarzen. Unmittelbarer Auslöser war ein Gerichtsurteil, in dem eine Schwarze schuldig gesprochen worden war, weil sie einem Weißen ihren Sitzplatz im Bus nicht hatte abtreten wollen. King rief die Montgomery Improvement Association ins Leben - eine Bürgerrechtsvereinigung, die zum Boykott der öffentlichen Verkehrsmittel aufforderte. Die Aktion schlug hohe Wellen: Der Baptistenpfarrer erhielt mehrere Morddrohungen, zudem verübten Unbekannte einen Sprengstoffanschlag auf sein Haus. Allen Schwierigkeiten zum Trotz hatte der Boykott Erfolg; ein Jahr später gehörte die Rassentrennung in den Bussen von Montgomery der Vergangenheit an. Ganz im Geiste des Vorbilds Mahatma Gandhi hatten King und seine Mitstreiter auf Gewalt verzichtet und ihre Ziele nur durch passiven Widerstand erreicht.

Nationale Interessenvertretung

Beflügelt vom ersten großen Triumph stellte King die regionale Massenprotestbewegung der Schwarzen 1957 auf eine nationale Basis. Als Interessenvertretung der Schwarzen in den USA entstand die Southern Christian Leadership Conference (SLCL), die sich in kurzer Zeit als machtvolle Plattform der Bürgerrechtsbewegung (Civil Rights Movement) etablierte. Unermüdlich propagierte King als Anführer der Bewegung vor seinen begeisterten Anhängern den gewaltlosen Widerstand gegen die herrschenden Weißen. Die amerikanischen Behörden betrachteten den Schwarzenführer und seine zunehmende Gemeinde mit Argwohn. Wie machtvoll die Bewegung bereits war, zeigte sich 1960, als Kings erste Verhaftung in Alabama Massenproteste auslöste. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber John F. Kennedy setzte sich daraufhin persönlich und mit Erfolg für die Freilassung des Pfarrers ein. Die Behörden hatten die Bürgerrechtsbewegung nicht wie erhofft schwächen können, sie erhielt im Gegenteil sogar weiteren Zulauf.

Marsch auf Washington

In den folgenden Jahren machte die Schwarzenbewegung durch zahlreiche Aktionen in den USA von sich reden. Ihr Ziel, das Ende der Rassendiskriminierung, erreichten die Schwarzen jedoch zunächst nicht. Den Höhepunkt ihres Kampfes gegen Unterdrückung markierte im August 1963 der Marsch auf Washington. Mehr als eine Viertelmillion Schwarze schlossen sich Martin Luther King an und forderten nachdrücklich die Verabschiedung der Bürgerrechtsgesetze, die von US-Präsident Kennedy eingebracht worden waren. In einer berühmt gewordenen Rede vor dem Lincoln Memorial beschwor King seinen Traum von einer gerechteren Gesellschaft, in der Schwarze und Weiße gleichberechtigt leben können:

"Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können. Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt. Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern allein nach ihrem Charakter beurteilen wird." Die Massendemonstration und die gefeierte Rede verfehlten ihre Wirkung nicht: Kennedys Nachfolger im Amt des Präsidenten, Lyndon B. Johnson, unterzeichnete Anfang Juli 1964 das Bürgerrechtsgesetz (Civil Rights Act) zur Aufhebung der Rassentrennung. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität wurde King noch im selben Jahr als erster Schwarzer überhaupt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In der Alltagsrealität zeigte sich jedoch bald, dass sich das Gesetz nur langsam positiv auszuwirken begann; die soziale Situation der Schwarzen, insbesondere in den Gettos der Großstädte, besserte sich nicht. Enttäuscht wandten sich viele Jugendliche von King und seinen gewaltfreien Aktionen ab und bildeten zunehmend militante Verbände. Vergeblich versuchte King, die Abtrünnigen wieder für sich zu gewinnen, indem er den Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit gleichberechtigt neben den Einsatz gegen Rassismus stellte.

Die Bürgerrechtsbewegung hatte den Zenit ihrer Macht jedoch überschritten, die Verwicklung der USA in den Vietnamkrieg beherrschte ab Mitte der 60er Jahre die öffentliche Diskussion. King wandte sich scharf gegen die Rolle der USA in diesem Krieg und forderte erneut zum massenhaften Bürgerprotest auf. Er wies u.a. darauf hin, dass die Kriegskosten dramatisch anwuchsen, während immer mehr Menschen in den USA unter der Armutsgrenze leben mussten. Für den Sommer 1968 plante er deshalb einen Marsch der Mittellosen und sozial Benachteiligten auf die Hauptstadt Washington, konnte dieses Vorhaben jedoch nicht mehr realisieren: Am 4. April 1968 kam der 39-Jährige bei einem Attentat auf dem Balkon eines Motels in Memphis/Tennessee ums Leben. Der Täter, der weiße Südstaatler James Earl Ray, wurde zu 99 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Würdigung

Der Baptistenpfarrer führte die Massenbewegung der Schwarzen in den USA an, die erfolgreich - und mit gewaltfreien Mitteln - für ihre rechtliche Gleichstellung kämpften. An der mangelhaften sozialen Lage der Schwarzen konnte King jedoch nichts ändern.

Ehrungen und Preise

Als erster Schwarzer erhielt Martin Luther King 1964 den Friedensnobelpreis zuerkannt.

Bibliografie

Richard Deats: Martin Luther King. Traum und Tat, 2001.

William F. Pepper: In der Schußlinie. Die wahren Hintergründe der Ermordung von Martin Luther King, 1998.

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ich macche eine collage über m.l.k. und ich find ihn total stark


gut


In Religion müssen wir ein Steckbrief über Martin Luther King schreiben und www.wissen.de hat mir dabei sehr sehr sehr geholfen DANKESCHÖN


wir haben das thema auch als refarat gewählt ich fand es sehr komisch das manche menschen so behandelt worden sindund das Martin luther king sich dafür eingesetzt hat und einen steckbrief dazu zumachen fande ich eine gute idee deshalb forschte ich überall im internet nach aber nirgendwo habe ich einen steckbrief gefunden deshalb habe ich wissen eingegeben dort hab ich es gut gemacht gefunden


Meine Hausaufgabe war sich ueber Martin Luther zu Informieren . Und dieser Steckbrief hat mir geholfen !! Dankeschoen !!Vielen dank , jetzt ist meine Hausaufgabe getan ;) !


ich schreibe ein portfolio über martin luther king und finde diese infos nützlich danke!


in religion müssen wir ein referat über m-l-k halten undwww.wissen.de hat mir dabei sehr geholfen


Hallo. Ich muss in Religion etwas ueber Martin Luther King schreiben und "www.wissen.de" hat mir sehr dabei geholfen was ueber ihn herauszufinden!!!Dankeeeeeeeee :-*Eure LeonieP.S Macht weiter so =)


ich muss ein referat schreiben und die seite ist echt total hilfreich


dankeschööööön ich sollte ein aufsatz über martin luther schreiben und die seite hat miir sehr geholfen lg janina


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