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GESUNDHEIT A-Z

Harnstein

Harnkonkrement;
in der Niere oder den ableitenden Harnwegen entstandenes, steinartiges Gebilde. 80% der Harnsteine bestehen aus Kalziumoxalat, 15-20% aus Urat (Salz der Harnsäure) und weiteren Mineral- bzw. organischen Salzen. Ursachen für eine Harnsteinbildung sind z. B. Störungen des Harnsäurestoffwechsels, des Kalzium-Phosphat-Haushalts (Hyperparathyreoidismus) oder der Ernährung (zu wenig Flüssigkeitszufuhr, eiweiß- und fettreiche Nahrung). Meist sind diese Störungen kombiniert mit Erkrankungen der Nieren wie Harnwegsinfekten oder Harnstau. Die Symptome des akuten Harnsteinleidens (Urolithiasis) sind kolikartig auftretende Bauchschmerzen, die in die Leistengegend ausstrahlen, und Blutnachweis im Urin. In schweren Fällen kann es zum Versagen der Nierenfunktion kommen. Zur Verhinderung weiterer Steinbildung sollte der Patient viel trinken und eine spezielle Diät einhalten (je nach Ursache und Steinzusammensetzung). Unter Umständen ist auch eine medikamentöse Therapie erfolgreich. Bei akuten Koliken hilft die Einnahme von krampflösenden Schmerzmitteln. Harnsteine können je nach Lage, Größe und Beschaffenheit mittels einer Schlingenextraktion, der medikamentösen Auflösung der Steine, der Stoßwellenlithotripsie oder im Rahmen eines operativen Eingriffs entfernt werden.
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