Ist Zufriedenheit und Glück ein momentaner Zustand der Freude und Erfüllung, der im nächsten Augenblick schon wieder vorüber ist? Bestimmt kennen Sie auch Menschen in Ihrem Umfeld, die eine ruhige stetige Zufriedenheit ausstrahlen. Was machen diese Menschen anders? Worin liegt der Schlüssel zu deren beruflicher und privater Zufriedenheit?
Freude am Job gehört unbedingt dazu
Die Lebensläufe einiger bekannter Persönlichkeiten, die dieses Wohlbehagen ausstrahlen, wie beispielsweise Elisabeth Kübler-Ross, Karlheinz Böhm oder Reinhold Messner, weisen Gemeinsamkeiten auf. Ist in diesen Parallelen das Geheimnis zu finden? Klar - warum nicht?
Wenn Sie die unterschiedlichen Biographien vergleichen, werden Sie entdecken, dass alle drei Personen ihrer inneren Stimme gefolgt sind. Karlheinz Böhm ist nach seiner Karriere als Schauspieler dem Ruf gefolgt, Menschen in Afrika eine Zukunftsperspektive zu geben. Reinhold Messner lotet in extremsten Situationen an der Grenze zwischen Leben und Tod sich selbst immer wieder aufs Neue aus. Und Elisabeth Kübler-Ross findet die größte Erfüllung in der Sterbebegleitung. Alle folgen ihrer Intuition und haben ihre Aufgabe im Leben gefunden. Sie fühlen sich bei den Tätigkeiten am richtigen Platz. Dort werden sie gebraucht. Sie tun etwas für sich und für die Gemeinschaft.
Sie haben es selbst in der Hand, Ihre Aufgabe im Leben zu ergründen. Die berufliche und persönliche Zufriedenheit ist damit unweigerlich verbunden. Wie finden Sie Ihre Lebensaufgabe, falls Sie Ihnen noch unbekannt ist? Die Wege dahin sind sehr individuell. Grundsätzlich sollten Sie jedoch einer Spur folgen: dort, wo Sie gerne sind, wo Sie bei Ihrer Tätigkeit Freude empfinden, da sind Sie richtig. Ebenso verhält es sich mit Ihrem Arbeitsplatz und Ihrer beruflichen Tätigkeit. Ihr Potential lässt sich nur da ausschöpfen und weiterentwickeln, wo Sie Freude empfinden. Auf diese recht einfache Formel lässt sich die berufliche Zufriedenheit reduzieren.
Trotzdem gibt es Methoden und Techniken, die Ihnen dabei helfen, die beruflichen Aufgaben besser zu bewältigen, Ihre Effektivität zu steigern und damit Ihre Zufriedenheit im Job zu erhöhen.
Wichtig ist eine gute Arbeitsorganisation
Träumen Sie auch von einem effektiven Zeitmanagement? Es ist nicht immer leicht, die Arbeit zu erledigen und alle Termine einzuhalten, ohne unnötig unter Druck zu geraten. Da gibt es nur ein Hilfsmittel: teilen Sie sich die Arbeit gut ein. Was bedeutet das im konkreten Fall? Schreiben Sie zum Beispiel kurze Briefe oder Telefonate in der halben Stunde bis zum nächsten Meeting. Verschieben Sie die langen oder schwierigen Tätigkeiten auf einen Zeitpunkt, an dem Sie mehr Zeit zur Verfügung haben und weniger gestört werden können.
Je verantwortungsvoller Ihre Position ist, desto weniger Zeit werden Sie insgesamt für Ihre Aufgaben haben. Sie müssen ein optimales Zeitmanagement betreiben und die Projekte zügig und im Zeitplan erledigen, ohne ins Schleudern zu geraten. Legen Sie die Termine fest, geben Sie anderen Projektmitarbeitern deren Termine vor, kontrollieren Sie die Arbeitsfortschritte und rufen Sie die verteilten Tätigkeiten termingerecht ab. Ein sorgfältig geführter Terminkalender spart Ärger mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden und erleichtert die gesamte Arbeitsorganisation. Sie mögen es vielleicht wie eine lästige Zusatzarbeit empfinden, aber tragen Sie pedantisch alle festen, alle wechselnden Termine, alle wichtigen Urlaubstermine sowie die Zwischentermine und den Projektendtermin in Ihren Kalender ein. Es wird automatisch zu weniger Verwechslungen, Unstimmigkeiten und Verzögerungen kommen, wenn Sie möglichst alles in Ihrem Blickfeld haben. Vor allem können Sie die kleinen Erfolge am Kalender direkt mitverfolgen, sich dabei selbst motivieren und insgesamt Ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigern.
Die Zufriedenheit und der Spaß am Arbeitsplatz sind nicht unwesentlich von Ihrer Fähigkeit abhängig, Prioritäten zu setzen. Legen Sie die Wichtigkeit Ihrer Projekte und Aufgaben rechtzeitig fest und überprüfen Sie diese von Zeit zu Zeit. Sind die Wichtigkeiten gleich geblieben, oder haben sie sich verschoben? Gliedern Sie Ihre Aufgaben in einzelne Arbeitsschritte und legen Sie deren Reihenfolge und Zeitdauer fest.
Behindern Sie sich nicht, indem Sie auf diese wichtigen Instrumentarien der Arbeitsorganisation verzichten. Sie werden bemerken, dass Ihre Effizienz, Ihre Arbeitsqualität und letztendlich auch der berufliche Erfolg sowie die persönliche Zufriedenheit und auch die Ihrer Vorgesetzten wachsen werden.
Stress – und wie man ihn vermeiden kann
Stress ist das Modewort unserer Leistungsgesellschaft. Es geht scheinbar nicht mehr ohne den Stress - weder im beruflichen Umfeld, noch im privaten Bereich. Gänzlich werden wir dem Stress kaum aus dem Weg gehen können. Es gibt allerdings Hilfestellungen und Strategien, um Stress zu vermeiden und zu reduzieren. Diese Tipps und kleinen Übungen können Sie jederzeit auch fast unbemerkt an Ihrem Arbeitsplatz durchführen. Um längerfristig wirkungsvoll Stress vorzubeugen, gibt es ebenfalls eine ganze Reihe von Übungen. Probieren Sie aus, welche bei Ihnen am Besten wirkt.
Tipp 1: Konzentrieren Sie sich auf das Atmen
Setzen Sie sich bequem und aufrecht auf Ihren Stuhl, wobei beide Füße parallel nebeneinander auf dem Boden stehen. Schließen Sie Ihre Augen, oder sehen Sie aus dem Fenster und atmen Sie ein paar Mal tief aus und ein. Lenken Sie Ihre ganze Konzentration für etwa drei Minuten auf das Atmen.
Tipp 2: Bewegung
Das wirkungsvollste Mittel gegen den Stress ist Bewegung. Jede Form von Bewegung, vor allem in der Natur, ist eine hervorragende Möglichkeit, Stress abzubauen. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, Verspannungen lösen sich und man ist abgelenkt. Versuchen Sie, sich in Arbeitspausen so viel Bewegung wie möglich zu verschaffen. Vielleicht haben Sie eine Parkanlage in Arbeitsnähe, oder Sie gehen bewusst ein paar Straßen weiter zum Bäcker. Sollten Sie Ihr Unternehmen nicht verlassen können, dann laufen Sie so schnell wie möglich zwei- oder dreimal das Treppenhaus rauf und runter.
Tipp 3: Lachen
Herzhaftes Lachen, oder auch schon Lächeln, hebt nicht nur die Stimmung, sondern löst mentale und körperliche Spannungen. Selbst der berühmte Galgenhumor hilft, die ironische Distanz in einer schwierigen Lage zu gewinnen und der Stress ist fast vergessen. In fast jeder Situation kann man etwas Absurdes oder Humorvolles entdecken. Falls Ihnen dies nicht so richtig gelingt, hilft der Griff zu einer Witzsammlung, einem Comic, die Erinnerung an eine lustige Situation in Ihrem Leben oder notfalls die berühmte Schadenfreude.
Tipp 4: Innehalten
Falls die ersten drei Tipps gerade nicht durchführbar sind und Sie sich nur leicht gestresst fühlen, dann halten Sie einfach inne. Schauen Sie zum Fenster hinaus und hängen Sie ein paar Minuten Ihren Gedanken nach. Allerdings sollten sich die Gedanken nicht um die Arbeit drehen, sondern vielleicht mit einem lieben Menschen verbunden sein oder mit dem letzten Urlaub. Positive Gedanken und Stimmungen sind wichtig, um kurzfristig abschalten zu können. Vielleicht haben Sie ein schönes Foto an Ihrem Arbeitsplatz oder einen persönlichen Gegenstand, mit dem Sie ebenfalls schöne Erinnerungen verknüpfen.
Tipp 5: Wasser trinken
So absurd das im ersten Moment anmutet, aber wer ein Glas Wasser trinkt, der kann sich in diesem Moment nicht gestresst fühlen. Probieren Sie es einfach aus. Trinken Sie bewusst Schluck für Schluck möglichst ohne abzusetzen. Sie werden sich ruhiger, gefasster und einfach wohler fühlen.
Ein erfülltes Privatleben beeinflusst auch ihre berufliche Tätigkeit
Wie können Sie einfach mehr Freude in Ihrem Alltag entwickeln? Für manche Menschen beschränkt sich das "eigentliche Leben" auf die Freizeit und den Freundeskreis. Schade eigentlich, denn die meiste Zeit des Tages verbringen Sie an Ihrem Arbeitsplatz. Trotzdem ist ein funktionierender Freundes- und Bekanntenkreis, ein intaktes soziales Umfeld, erfüllende Freizeitaktivitäten und das richtige Verhältnis an Ruhe- und Aktivphasen der beste Garant dafür, auch im Berufsleben positiv gestimmt zu sein.
Leben Sie in der Freizeit so gut wie möglich all Ihre Bedürfnisse aus, nehmen Sie sich die Freiheit zu experimentieren und sich auf unbekanntes Terrain zu begeben. Das kann ein Theaterbesuch sein oder eine neue Sportart, oder wie wäre es mit einem Steinmetzkurs? In jedem Fall stärken Sie dadurch Ihr Selbstbewusstsein und lernen Ihre Neigungen und möglicherweise auch Ihre Grenzen besser kennen.
Vielleicht werden Sie sagen: "das ist Freizeit und hat mit der Arbeitszeit nichts zu tun". Weit gefehlt - ein erfülltes Privatleben belebt auch Ihre berufliche Tätigkeit. Falls Sie nicht das Berufliche strikt vom Privaten trennen möchten, sind gemeinsame Aktivitäten mit Kollegen die besten Gelegenheiten, um sich näher kennen zu lernen und mögliche Spannungen aus der Welt zu schaffen. Verstimmungen zwischen Kollegen oder ein insgesamt schlechtes Arbeitsklima sind der größte Hemmfaktor, um am Arbeitsplatz Spaß und Freude zu haben. Nur wenn sich die Teammitglieder besser kennen, können Sie auch bewusst Rücksicht aufeinander nehmen und respektvoller miteinander umgehen. Sie werden es erleben, und dann stellt sich der Spaß am Arbeitsplatz ganz automatisch ein.
Tipps für das Krisengespräch
Nahezu jeder Beschäftigte ist in seiner beruflichen Laufbahn einmal in der unangenehmen Situation, mit dem Vorgesetzten ein Krisengespräch zu führen. Diesem gehen meist Spannungen voraus oder eine unbefriedigende Arbeitssituation für den Beschäftigten und/oder den Vorgesetzten.
Sie sollten sich unabhängig davon, welche der beiden Parteien den Anstoß zum Gespräch gegeben hat, gut darauf vorbereiten:
- Versuchen Sie sich die Gesprächssituation so detailliert wie möglich vorzustellen - wie sieht der Raum aus, wie der Gesprächspartner,...
- Spielen Sie die möglichen Gesprächsverläufe im Kopf und später mit einem Partner durch. Tauschen Sie dabei die Rollen.
- Überlegen Sie sich Ihre Argumente sehr gut.
- Untermauern Sie Ihre Argumente möglichst mit Beispielen.
- Üben Sie in einem simulierten Gespräch, dem Gegenüber aktiv zuzuhören.
- Achten Sie auf Ihre eigene Körpersprache und Mimik.
- Lernen Sie die Körpersprache und Mimik des Gesprächpartners zu interpretieren.
- Stellen Sie durch Augenkontakt, offenen Blick und freundliche Mimik eine positive Atmosphäre her.
- Lassen Sie Ihren Gesprächspartner immer aussprechen, auch wenn Sie unterbrochen werden.
- Geben Sie Ihrem Gesprächspartner Feedback. Fragen Sie unmittelbar nach, falls Sie etwas nicht gut verstanden haben.
- Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und schildern Sie die Situation aus Ihrer Sicht. Wie hat zum Beispiel ein wichtiges Ereignis auf Sie gewirkt?
- Verstricken Sie möglichst keine weiteren Kollegen ins Krisengespräch, wie beispielsweise "Herr Volkert hat das aber so gemacht...".
- Formulieren Sie Ihr Gesprächsziel schriftlich.
- Beenden Sie das Gespräch möglichst nicht ohne das Gesprächsziel erreicht zu haben.
- Sprechen Sie nicht mit Kollegen über den Gesprächsverlauf, so lange Sie keine Lösung gefunden haben.
- Halten Sie sich unbedingt an die getroffenen Vereinbarungen.









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