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Methanol hat einen neuen Namen: Windbenzin

Mit Windbenzin gegen die Ökokrise

Windräder auf Rädern
Ist künstliches Methanol die Alternative fürs Auto? Das Problem ist ja bekannt: zu viele Autos, zu viel Benzinverbrauch, zu viel Kohlenstoffdioxid, das in die Atmosphäre gelangt. Aber es gibt Hoffnung – ein Konzept sieht vor, synthetisches Methanol als Nebenprodukt von Windenergieanlagen herzustellen und es dann für Verbrennungsmotoren zu verwenden. Dieses „Windbenzin“ käme nicht nur der Umwelt zugute, es würde auch helfen, die starken Schwankungen auszugleichen, die beim Betrieb von Windanlagen entstehen. Welche Rolle könnte Methanol zukünftig spielen?   

Methanol stammt aus der Gruppe der Alkohole und ist eine farblose Flüssigkeit, die leicht brennbar ist; in der chemischen Industrie – die die Substanz in großen Mengen herstellt – dient es als Grundstoff für viele Folgeprodukte. Doch Methanol kann auch als Energieträger und damit als Kraftstoff eingesetzt werden. Das geschieht bereits, zum Beispiel im Rahmen des Biodiesels, zu dessen Herstellung Methanol benötigt wird. Doch es gibt auch Versuchsreihen, in denen umgerüstete Fahrzeuge mit reinem Methanol betankt werden. Die Ergebnisse sind durchaus ermutigend: Die Motorleistung kann bis zu 10 Prozent gesteigert werden, und der thermische Wirkungsgrad – der das Verhältnis von zugeführter und erzielter Leistung bezeichnet – lässt sich sogar um 15 Prozent verbessern.

 

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wissen.de-Autor Dr. Kai Jürgens, Sept. 2012
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