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Missions (sometimes) impossible

Risiken und Nebenwirkungen

Eine Marsmission ist auch heute noch Nervensache. Deutlich mehr als die Hälfte der über 30 Expeditionen zu unserem roten Nachbarn sind bisher gescheitert. Sechs Fehlversuche zwischen 1960 und 1964 waren nötig, bis Mariner 4 im Juli 1965 die ersten 22 Nahaufnahmen vom Mars lieferte. War es früher der politisch motivierte Wettlauf der Supermächte, der die Spannung lieferte, so ist es heute nur noch der Kampf gegen die Tücken des Objekts, der Nerven kostet. Es ist heute schwerer geworden, der Öffentlichkeit den Verlust von Millionen oder gar Milliarden von Forschungsdollars bzw. -euros zu vermitteln.

Schmerzlich war zum Beispiel der Verlust des Mars Observer. 17 Jahre hatten die USA keine Sonde mehr zum Mars geschickt. 1993 sollte es dann endlich wieder einmal so weit sein. Doch drei Tage vor dem geplanten Eintritt in die Marsumlaufbahn verschwand die Sonde am 22. August plötzlich von den Monitoren der Flugüberwachung. Wahrscheinlich hatte ein fehlerhaftes Ventil zur Explosion des Triebwerks geführt. Eine Milliarde Dollar und die Arbeit von Jahren waren verloren.

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Dr. Dirk Soltau
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