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Mit Kartoffelbomben gegen Aliens

Joystick, Aliens, Computer und ganz viel Kindermut – das ist die Abenteuerkomödie "Die Noobs - klein, aber gemein" von Mark Norton. Klingt nach Computerspiel. Ist es auch - fast, denn die Aliens, genannt: Noobs, sind natürlich echt und Menschen können wirklich ferngesteuert werden. Ganz real also, zumindest in der Fantasie der Kinder, auf der Norton seine Geschichte aufgebaut hat.

Es ist eine Geschichte, die zeigt, wie weit die Welt der Kinder und die der Erwachsenen manchmal auseinanderliegen - wie im normalen Leben: Wo Eltern keine Ahnung von dem haben, wie real Fantasie sein kann, sind Kinder mitten im Abenteuer. "Die Noobs" erinnern vom Aufbau her an "The Strangers": ein einsames Haus, Killer, die die Bewohner von der Außenwelt abschneiden und sie dann malträtieren. Nur ist es bei den Noobs bei weitem nicht so gruselig. Und das ist gut so. "Die Noobs" sind eine nette Familienunterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Die Noobs: Spark

Spark ist unglaublich geschickt, kann viele Dinge gleichzeitig erledigen und fast alles reparieren.

Dem Film haftet etwas kindlich-Unschuldiges, fast Niedliches an. Statt Bomben fliegen Böller in die Luft, statt Patronen Kartoffeln. Es gibt Maschinen, die die kniehohen Aliens in Riesen verwandeln, Zimmer, in denen durch eine Art Bombe die Schwerkraft aufgehoben wird, Menschen, die ferngesteuert werden. Und der einzig nette Alien, Spark, ist irgendwie echt süß. Voilà: das ist die (Fantasie-)Welt der heutigen Kinder als eine Art Computerspiel im Großformat.

Es ist die Fantasie, die der Regisseur hochhält und die die Kinder trotz Computerspielen nicht verloren haben wie sich zeigt, als sie gegen die "gruseligen Krabbeltiere" kämpfen müssen, wie die siebenjährige Hannah (Ashley Boettcher) die Aliens nennt. Die Aliens sind mit dem Meteoritenregen aufs Dach eines Hauses gekracht und haben dabei die Satellitenschüssel zerbrochen, weshalb der Fernseher zum Leid der Oma nicht mehr funktioniert.

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Die Noobs. Bethany Pearson (Ashley Tisdale) und Ricky (Robert Hoffman)
In diesem Haus wollte Familie Pearson eigentlich Urlaub machen. Die Erwachsenen sind auch fleißig dabei. Weder das Gepolter oder die vielen Werkzeuge, die die Kinder ins Haus schleppen, beunruhigen die Erwachsenen, noch die Tatsache, dass im Haus bald gar nichts mehr funktioniert: das Telefon nicht, das Handy nicht, der Strom nicht. Dass Tochter Bethanys (Ashley Tisdale) Flamme Ricky (Robert Hoffmann) ihnen plötzlich als ferngesteuerte Marionette mit breitem Doofi-Grinsen vor ihnen steht, irritiert sie nur leicht. Sie stören sich bloß an diesem verflixten kaputten Fernseher – und ahnen nicht im Geringsten, dass auf dem Dach des Hauses ein Kampf ums Überleben der Menschheit begonnen hat. An die Existenz von Aliens glauben sie ja nicht.
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von Dorothea Treder, wissen.de
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