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Musik und Tanz - Lernspaß mit EMiL

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Schöner Krach?

Seit es Menschen gibt, gibt es Musik auf der Welt - und so unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich erleben und fühlen wir auch Musik. Denn warum die einen Volksmusik mögen und die anderen lieber rappen, ist sehr schwer zu erklären...

Je nach Spielweise - laut, leise, energisch, langsam - kann ein und dasselbe Instrument viele verschiedene Gefühle ausdrücken.

Bei Saiteninstrumenten entstehen die Töne durch Zupfen oder Streichen der Saiten. Die Saiten der modernen Instrumente sind meist aus Nylon. Das Klavier ist ein Tasteninstrument aus der Familie der Saitenklinger. Durch das Drücken der Tasten schlagen kleine Hämmerchen an die Saiten und erzeugen so einen Ton. Die Klaviersaiten sind aus Stahl. Bei der Orgel dagegen werden durch den Tastendruck die Ventile an den Orgelpfeifen geöffnet. Die so entstehenden Luftströme erzeugen die Töne. Die Orgel ist also ein Blasinstrument!

Komponisten und Klangbilder

Das 18. und 19. Jahrhundert gilt als die Blütezeit der klassischen Musik. Die meisten heute noch gespielten Opern, Operetten und Sinfonien sind damals entstanden. Neue Opernhäuser und Konzertsäle wurden gebaut - Musik war nun nicht mehr nur einem kleinen Kreis von Menschen zugänglich, sondern einem größeren Publikum. Zu den wichtigsten Komponisten der Klassik gehören u. a. Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.

Als Wolfgang Amadeus Mozart acht Jahre alt war, schrieb er bereits Klavierstücke und kleine Menuette. Das „Wunderkind“ hat aber auch lustige Kinderlieder geschrieben, wie „Komm, lieber Mai“, „Bona nox“ oder „In einem kleinen Apfel“.

Wie die Sprache, so kann auch Musik Gefühle ausdrücken und Geschichten erzählen. Ein berühmtes Beispiel sind die „Vier Jahreszeiten“, die Antonio Vivaldi 1725 komponierte. Die Fröhlichkeit des Frühlings, die Leichtigkeit des Sommers, das Stürmische des Herbstes und die Ernsthaftigkeit des Winters werden hier durch Streichinstrumente ausgedrückt.

Musikgeschichte(n)

Wenn wir Menschen uns durch Erfindungen, technischen Fortschritt und gesellschaftliche Neuerungen verändern, dann ändert sich auch die Musik, die wir machen und hören. Gab es noch zu Mozarts Zeiten feste Regeln beim Komponieren und Musizieren, ist heute im Zeitalter der Rock- und Popmusik alles möglich - viele verschiedene Musikstile können nebeneinander bestehen und miteinander kombiniert werden.

Die Musik der Gruppen Beatles und Pink Floyd galt in den 60er Jahren als revolutionär. Mit den Beatles wurde die Rockmusik spätestens seit 1964 auf der ganzen Welt bekannt. Ihre „Pilzköpfe“ (so nannte man ihre Frisuren) waren für die meisten Erwachsenen ein Graus. Unvorstellbar, was man damals zu Tätowierungen oder Piercing gesagt hätte...

Mit der Entwicklung elektronischer Instrumente ergaben sich auch ganz andere Möglichkeiten in der Musik. Töne können jetzt nicht nur mechanisch, sondern auch elektronisch erzeugt werden. Popmusik ist die verkürzte Form von „popular music“ und bedeutet: Musik für alle.

Gesungenes Theater

Eine Oper ist so etwas wie gesungenes Theater. Die Sänger müssen gut singen und schauspielern können und eine deutliche Aussprache haben. Während der Aufführung halten sie engen Blickkontakt zum Dirigenten im Orchestergraben. In einer Operette wird auch mal gesprochen.

„Der Ring der Nibelungen“ von Richard Wagner umfasst vier Stücke, hat eine Gesamtspielzeit von mehr als 16 Stunden und benötigt ein Orchester von bis zu 110 Musikern.

Musicals sind eine musikalisch- theatralische Mischgattung mit gesprochenen Dialogen, Gesang und Tanz - also eine Mischung aus Operette, Ballett und Revue.

Ruhe bitte... das Orchester spielt

Dirigieren bedeutet leiten, also ist ein Dirigent der Leiter eines Chores oder Orchesters. Er gibt den Takt an und bestimmt, wie schnell und wie laut ein Stück gespielt wird. Auf seinem Dirigentenpult hat er die Noten von allen Musikern liegen, die Partitur, und zwar alle Stimmen übersichtlich und in einer bestimmten Reihenfolge untereinander.

Die Anzahl der Musiker hängt von den Vorgaben des Komponisten ab. So verlangt die Barockmusik meist nur drei bis fünf Instrumente, Sinfonien und Opern aus dem 18. und 19. Jahrhundert dagegen ein Orchester von bis zu 100 Musikern. Unter Kammermusik versteht man die von einer kleinen Gruppe dargebotene Kunstmusik. Als „Kammer“ bezeichnete man früher die Wohnräume der Fürsten.

Musiker wird man aus Leidenschaft. Im Studium lernt man neben Musiktheorie und Musikgeschichte mindestens zwei Instrumente in- und auswendig spielen. Musiker arbeiten dann in einem Orchester, als Lehrer oder als Solisten. Damit sie ihrem Instrument wunderschöne Klänge und ein flüssiges Spiel entlocken, müssen sie täglich üben, üben, üben. Wird ein neues Musikstück geprobt, treffen sich die Musiker zu ausgiebigen Orchesterproben - so lange, bis der Dirigent zufrieden ist und alle im Einklang spielen.

Den richtigen Ton treffen

Wie in jeder Sprache gibt es auch in der Musik ein „Alphabet“, das sind die Noten. Hinzu kommen die komplexen Regeln, nach denen die Noten zusammengesetzt werden: zum Beispiel Notenschrift, Notenlinien, Notenschlüssel aber auch Tonsystem, Tonleitern. Die Tonleiter ist die geordnete Folge von Tönen innerhalb eines Tonsystems, ob in Dur oder Moll. Sie beginnt und endet immer mit demselben Ton innerhalb einer Oktave. Die Dur-Tonleiter klingt für unser Ohr fröhlich, die Moll-Tonleiter eher traurig.

Sopran bezeichnet die höchste menschliche Stimmlage, Bass die tiefste. Dazwischen gibt es noch Alt- und Tenor- stimmen. Ähnlich unterscheidet man auch bei den Instrumenten zwischen „hohen“ Instrumenten wie der Flöte und „tiefen“ wie zum Beispiel dem Fagott.

Ballett - hoch das Bein

Ballett kommt von dem italienischen Wort „balletto“ und heißt so viel wie „Tänzchen“. Aus den Tanz- und Maskenspielen an den Königshäusern entwickelte sich die Ballettkunst mit ihren Charakter- und Spitzentänzen. Neben dem klassischen Ballett gibt es heute den modernen Ausdruckstanz, auch Modern Dance genannt.

Rhythmische Bewegungen zur Musik, nach Lust und Laune oder nach einer bestimmten Regel - Tanzen ist immer auch Ausdruck von Gefühlen. Wie die Musik erzählen auch Tänze ganze Geschichten und dienen der Unterhaltung. Bei den Tieren kann man im Frühling die Balztänze beobachten: Um die Gunst des Weibchens zu erheischen, führen die Männchen die wildesten und originellsten Tänze auf!

Moderner Tanz

Hip-Hop bezeichnet eine Jugendbewegung, die ihren Ursprung in den Ghettos von New York hat. Der Kampf um Ruhm und Ehre zwischen den Banden wird mit Hilfe von Musik, Tanz, Sprache und Kunst ausgetragen. Dazu gehören das Verfremden von Musik am Mischpult, Breakdance und Rappen ebenso wie Graffiti, das Besprühen von Wänden mit Schriftzügen und Zeichen.

Tanz ist auch eine Möglichkeit zum Ausdruck von Botschaften und Gefühlen. Rituelle Stammestänze gibt es heute noch bei Urvölkern oder bei einigen afrikanischen Stämmen. Auf diese Weise geben die Menschen Wissen, Tradition und Glaube weiter.

Instrumente der Welt

Das Didgeridoo ist ein Blasinstrument und besteht aus einem von Termiten ausgehöhlten Eukalyptusstamm. Die hohl klingenden Töne werden durch Atemtechnik und Lippenbewegungen erzeugt und verändert.

Der Dudelsack ist eine so genannte Sackpfeife, bei dem der Blasbalg durch ein Mundrohr aufgeblasen wird. An diesem gibt es eine Pfeife mit Grifflöchern und weitere ohne. Der Dudelsack ist das Nationalinstrument der Schotten, ist aber auf der ganzen Welt in verschiedenen Formen bekannt.

Willst du dir eine Panflöte basteln? Klebe zehn unterschiedlich lange Strohhalme mit einem Klebestreifen so auf ein Stück Karton, dass du über die Öffnungen blasen kannst. Merkst du: Kleine Halme produzieren hohe Töne, lange Halme tiefe. Die Panflöte ist eines der ältesten Musikinstrumente und auf der ganzen Welt bekannt. Früher war sie aus Stein, heute sind die meisten Panflöten aus Holz oder Plastik.

Ilona Einwohlt, Carlsen
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