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Mythos Unsportlichkeit

Gibt es ihn wirklich, den geborenen Sportmuffel?

Wenn Peter nicht gerade vor seinen Hausaufgaben sitzt, findet man ihn fast immer auf den Sportplätzen seiner Stadt. Er spielt Fußball, wirft Körbe, klettert Seile hoch, und im Schulsport hängt er regelmäßig seine Mitschüler ab. Eine von Ihnen ist Ines. Wenn die anderen am Reck schwingen oder ihren Kraul-Stil verfeinern, möchte sie sich am liebsten im Geräteraum verstecken oder abtauchen. Sport ist so gar nicht ihr Ding. Sie sagt, sie sei unsportlich, als wäre das eine unveränderbare Eigenschaft wie die Hautfarbe oder die Körpergröße.

Menschen wie Ines und Peter gibt es wahrscheinlich an jeder Schule und in jeder Stadt. Manche von uns können sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen, andere verzichten liebend gern auf Schweißtropfen auf der Stirn und einen pochenden Puls. Aber woran liegt das? Gibt es tatsächlich unsportliche und sportliche Menschen? Werden einige Menschen zum Spitzensportler geboren, während andere dazu verdammt sind, eine lahme Ente zu bleiben? Fragt man Wissenschaftler, fällt die Antwort eindeutig aus: Unsportlichkeit als angeborene Eigenschaft gibt es genauso wenig wie Sportlichkeit. Allerdings gibt es viele Gründe dafür, warum mache Menschen sich mehr bewegen als andere.

 

Aus sportlichen Kindern werden sportliche Erwachsene

Den größten Einfluss hat das Umfeld auf uns, unsere Eltern, unsere Freunde. Wer von ihnen lernt, dass Sport zum Alltag dazu gehört, der baut Bewegung ganz selbstverständlich in sein Leben ein. Kinder, die viel herumtoben, schon früh in einem Verein Sport treiben, entwickeln spielerisch Fitness, Kraft, Gleichgewicht und einen Sinn für Koordination. Ihr Körper richtet sich noch im Wachstum darauf aus, sich viel zu bewegen. „Aufholen lässt sich der Unterschied kaum noch. Die Strukturen aus Nerven und Muskeln bilden sich vor allem im Kindesalter“, sagt Prof. Dr. Rüdiger Reer, stellv. Leiter der Abteilung Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg. Wer in diesen Jahren seine Begeisterung für Sport entdeckt, sorgt für den Rest seines Lebens vor.

 

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von wissen.de-Autorin Nicole Simon
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