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Nach dem Telekom-Angriff: So schützen Sie Ihren Router

Der Router ist unser Tor zum Internet - über ihn kommen die Daten aus dem Netz auf unsere Computer und Smartphones. Doch der Hacker-Angriff auf rund 900.000 Router von Telekom-Kunden zeigt, dass die Sicherheit unserer Router nicht selbstverständlich ist. Zum Glück kann man bereits mit wenigen Klicks für wirkungsvollen Schutz sorgen.

Speedport-Router der Telekom
Speedport W921V: Eines der betroffenen Speedport-Modelle der Telekom.
Der Hackerangriff vom 28. November 2016 legte die Internetverbindung von knapp 900.000 Menschen in Deutschland lahm. Hacker hatten versucht, auf den Speedport-Router der Telekom Schadsoftware aufzuspielen. Dabei nutzten sie eine Schwachstelle im sogenannten TR-069-Protokoll, einer Schnittstelle, die die Fernwartung des Routers durch den Provider erlaubt.

Mittlerweile hat die Telekom diese Schwachstelle durch ein Software-Update geschlossen. Dennoch stellt sich für uns die Frage: Wie können wir unsere Router vor ähnlichen Angriffen schützen? Wie macht man seinen Router angriffssicher? Hier die wichtigsten Tipps zum Schutz des Routers.

Firmware auf neuestem Stand halten

Dies ist die vielleicht wichtigste Sicherheitsmaßnahme für unsere Router. Denn nur die aktuelle Gerätesoftware enthält Patches, die vor zuvor erkannten Sicherheitslücken schützt. Wenn Sie nachschauen wollen, ob die Firmware auf dem neuesten Stand ist oder Updates anstehen, können Sie dies auf der Verwaltungs-Oberfläche ihres Routers tun. Dort befindet sich in der Regel ein Menüpunkt "Firmware" oder "Software" oder Ähnliches und Sie können dort auch per Klick das Herunterladen und Installieren eines Updates anstoßen.

Nach dem Hacking der Telekom-Router wurde daher auch empfohlen, den Router für eine halbe Minute komplett vom Stromnetz zu trennen und dann wieder einzustecken. Denn während dieses erzwungenen Neustarts fragt das Gerät beim Provider Informationen ab – unter anderem zu Updates oder Software-Patches – und lädt sie herunter. Die meisten Router besitzen zudem eine automatische Update-Funktion, die unbedingt aktiviert werden sollte.

Benutzeroberfläche eines Telekom-Routers
Über die Benutzeroberfläche des Routers kann man sich über den Stand der Firmware informieren- Die meisten Geräte besitzen zudem eine automatische Update-Funktion, die unbedingt aktiviert werden sollte
Fernwartung besser weiterhin erlauben

Die meisten Router sind so eingestellt, dass der Provider bei ihnen eine Fernwartung durchführen kann. Über dieses System werden die Geräte beispielsweise informiert, wenn ein Firmware-Update ansteht. Diese Zugriffsmöglichkeit durch den Provider ist bei den meisten Routern standardmäßig aktiviert.

Nach dem Hackerangriff wurde teilweise empfohlen, die Fernwartung zu deaktivieren, doch IT-Experten, unter anderem vom Magazin Chip, raten davon ab. Gerade Nutzer mit wenig technischen Kenntnissen seien besser beraten, wenn sie die Fernwartung anlassen. Denn dadurch können Sicherheitslücken durch den Provider geschlossen werden. Nur bei Routern, deren Firmware älter ist als von 2015 sollte die Fernwartung deaktiviert werden – zumindest bis die Firmware upgedatet ist.

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