Lexikon
ägyptische Literatur
Der größte Teil der ägyptischen Literatur, auf Papyrus geschrieben, ist verloren gegangen. Was überliefert ist, umfasst zum größten Teil Alltagsschrifttum (Briefe, Urkunden, Rechnungen) und wissenschaftliche Literatur zur Medizin, Mathematik und Astronomie. Wichtig ist die Totenliteratur: Aus formelhaften Grabinschriften auf den Wänden der Pyramiden (ab Ende der 5. Dynastie), die in Hymnen und Zauberformeln den Himmelsaufstieg und die Jenseitsexistenz des toten Königs schildern, entwickelten sich im Mittleren Reich Sargtexte und im Neuen Reich die mit ins Grab gegebenen Totenbücher, die auch für nichtkönigliche Personen Schutz vor Gefahren im Totenreich boten. Weisheitslehren vermitteln Regeln der rechten Lebensführung und Ratschläge für das Verhalten in der Gesellschaft, etwa die Lehre des Cheti (12. Dynastie), der seinem Sohn die Vorzüge des Schreiberberufes anpreist.
Neben diesem Schrifttum ist die „schöne“ Literatur Altägyptens nicht sehr umfangreich. Erste Werke der
erzählenden Literatur
stammen aus dem Mittleren Reich: Die abenteuerliche Geschichte des Flüchtlings Sinuhe ist wohl das bekannteste Werk der ägyptischen Literatur. Im Neuen Reich werden Göttergeschichten und Märchen verschriftlicht, z. B. das Brüdermärchen. Tempelrituale und kultische Schauspiele (Urformen des Theaters) stellen götterweltliches Geschehen dar. Zur lyrischen Dichtung zählen Götterhymnen (z. B. der Aton-Hymnus des Echnaton), Lob- und Preislieder auf den König, Liebes-, Trink- und Arbeiterlieder. Die ägyptische Literatur der Neuzeit ist ein Teil der arabischen Literatur.
Wissenschaft
Wie Roboter für das Leben lernen
Damit Roboter sinnvoll handeln können, reicht es nicht, Texte und Bilder aus dem Internet zu nutzen. KI-Roboter brauchen außerdem perfekte 3D-Simulationen und lehrreiche Daten aus der realen Welt. von ULRICH EBERL Sogar der „New York Times“ war sie eine Reportage wert: die stehende Welle des Eisbachs am südlichen Rand des...
Wissenschaft
Moleküle als Speicher für Solarenergie?
Solarenergie ist großartig. Wenn wir es darauf anlegen würden, könnten wir mit ihr den gesamten Energiebedarf der Menschheit decken. Denn global betrachtet schickt die Sonne pro Jahr etwa 7.000– bis 8.000-mal mehr Energie zur Erde, als die gesamte Menschheit im selben Zeitraum verbraucht. Ihr Potenzial für die Energiewende ist...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
In Ruhe alt werden
Neuen Viren auf der Spur
Der Mensch im Takt der Uhr
Höhlenkino im Flackerlicht
Unsere verschobene Wahrnehmung
Die aktivste Welt im Sonnensystem