Gesundheit A-Z

Rötelnembryopathie

schwere Missbildungen, die aufgrund einer Infektion des ungeborenen Kindes mit dem Rötelnvirus während der ersten drei Schwangerschaftsmonate entstehen. Hat die Mutter schon vor der Schwangerschaft Röteln durchgemacht bzw. ist sie gegen Röteln geimpft, ist diese Gefahr ausgeschlossen. Bei Infektion im ersten Schwangerschaftsmonat sterben 60% der Embryonen ab, im zweiten Monat 25% und im dritten Monat 10%. Im Rahmen einer Rötelnembryopathie kommen Herzfehler, Linsentrübung und Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit vor. Häufig bestehen Augenfehlbildungen, hochgradige Kurzsichtigkeit, eine Wachstumsverzögerung im Mutterleib und geistige Retardierung. Auch Organbeteiligungen wie Leber- und Milzvergrößerung, Herzmuskel- oder Gehirnentzündungen gehören zur Rötelnembryopathie Die einzig sichere Vorbeugung besteht in einer Impfung der Mutter ein halbes Jahr vor Schwangerschaftseintritt, sofern sie nicht über ausreichenden Antikörperschutz verfügt.
Zusammenhänge
Wissenschaft

Zufall oder Zusammenhang?

Maschinelles Lernen revolutioniert die Datenanalyse. Doch als statistische Methode unterscheidet es nicht zwischen Ursache und Wirkung – und kratzt daher oft nur an der Oberfläche der Realität. von THOMAS BRANDSTETTER Je bunter die Blätter der Bäume werden, desto mehr Menschen leiden an Schnupfen. Doch ist die herbstliche...

Foto von Spuren des Hochwassers im Ahrtal
Wissenschaft

Flutkatastrophe im Ahrtal hätte noch schlimmer ausfallen können

Vor fast genau vier Jahren, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, raste infolge von Starkregen eine riesige Flutwelle durch das Ahrtal und andere Flusstäler im westlichen Mitteleuropa. In den Wassermassen kamen fast 200 Menschen ums Leben. Doch es hätte noch schlimmer kommen können, zeigt eine neue Studie. So hätte es noch...

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon