Lexikon
Gefühl
Emotionpsychische Befindlichkeit (z. B. Trauer oder Freude), meist im Gegensatz zur gegenständlichen Wahrnehmung. Die begriffliche Erfassung des Phänomens wird durch seine Uneinheitlichkeit erschwert. Die Psychologie und Philosophie betrachten das Gefühl als fundamentales Monument des menschlichen Seelenlebens, das dieses tiefer und grundsätzlicher formt als Verstand oder Wille. Das wird an Gefühlen wie Liebe, Hass, Angst, Scham, Freude, Lust u. a. besonders deutlich. Mit Gefühlen gehen Veränderungen des Körperzustands einher (z. B. Erhöhung des Pulsschlags), die der willentlichen Beeinflussung nur schwer zugänglich sind. In der Philosophie wird dieser prinzipielle Charakter des Gefühls ausgedrückt durch den Kierkegaard-Heidegger’schen Begriff der Befindlichkeit oder des Gestimmtseins. Nach dem von W. Wundt vorgenommenen Klassifikationsversuch lässt sich jedes Gefühl innerhalb der Dimensionen Erregung/Beruhigung, Lust/Unlust und Spannung/Lösung einordnen.
Wissenschaft
Die Unterwelt des Roten Planeten
Raumsonden lauschen nach tiefen Mars-Beben und durchleuchten die Gesteinskruste mit Radarwellen. Was verbirgt sich unter der von Kratern zerfurchten Landschaft? von THORSTEN DAMBECK Zu Beginn des 20. Jahrhunderts glaubten manche Astronomen, der Mars würde von einer verheerenden Dürre heimgesucht. Verzweifelt würden die Marsianer...
Wissenschaft
Wie Archaebakterien Energie aus Wasserstoff gewinnen
Wissenschaftler haben ein grundlegendes Rätsel der Biologie gelüftet: Wie der Stoffwechsel der Archaeen funktioniert. Demnach gewinnen diese urtümlichen Mikroorganismen Energie mithilfe von speziellen Enzymen, die Wasserstoff umwandeln und herstellen. Diese Strategie hat den Einzellern über Milliarden Jahre hinweg das Überleben...