Lexikon

Adventsten

Siebenten-Tags-Adventisten
eine protestantische freikirchliche Glaubensgemeinschaft, die der von William Miller (* 1782,  1849) seit 1831 in den USA verkündigten Endzeitbotschaft entsprang. Als die für 1844 angekündigte Wiederkunft Christi ausblieb, zersplitterten sich die Anhänger, von denen nur die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (1863 gegründet) bedeutend wurde. Diese sammelte sich um die als Prophetin geltenden Ellen G. White (* 1827,  1915) und empfing durch ihre Schriften die hauptsächlichen Lehrelemente: Erwartung der nahen Wiederkunft, Heiligung des Sabbats statt des als heidnisch-antichristlich bezeichneten Sonntags (deshalb „Siebenten-Tags-Adventisten“), Vegetarismus und Gesundheitspflege. Als das „Endzeitvolk“ Gottes betreiben die Adventisten eine weltweite Mission, auch durch Schriften sowie Radio und Fernsehen („Stimme der Hoffnung“). Sie unterhalten ein umfangreiches Gesundheits- und Bildungswerk, u. a. Krankenhäuser und Kliniken, höhere Schulen und eine theologische Hochschule. In Deutschland rund 36 000 Mitglieder, weltweit knapp 16 Mio. Mitglieder. Sitz der Generalkonferenz ist Silver Spring, Maryland, USA.
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