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wissen.de Artikel

Naturschutz

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Die Externsteine sind Teil des gleichnamigen Naturschutzgebietes im Teutoburger Wald. Wie dieser bestehen sie aus Sandstein und die Felsgruppe wurde nach dem Abschluss der Gebirgsbildung (im Tertiär) durch tropische Regenfälle allmählich durch Verwitterung geformt.
Die Externsteine sind Teil des gleichnamigen Naturschutzgebietes im Teutoburger Wald. Wie dieser bestehen sie aus Sandstein und die Felsgruppe wurde nach dem Abschluss der Gebirgsbildung (im Tertiär) durch tropische Regenfälle allmählich durch Verwitterung geformt.
Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh
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Der Enzian, Gentiana, gehört zu den geschützten Gebirgspflanzen.
Der Enzian, Gentiana, gehört zu den geschützten Gebirgspflanzen.
Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh
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Der heimische Hirschkäfer (Männchen) steht heute unter Naturschutz, da er wegen des durch intensive Forstwirtschaft bedingten Rückganges alter Eichen und Eichenstubben sehr selten geworden ist.
Der heimische Hirschkäfer (Männchen) steht heute unter Naturschutz, da er wegen des durch intensive Forstwirtschaft bedingten Rückganges alter Eichen und Eichenstubben sehr selten geworden ist.
Il mondo degli animali - Mondadori, Mailand
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Die Kirche St. Bartholomä am oberbayerischen Alpensee Königssee im Nationalpark Berchtesgaden.
Die Kirche St. Bartholomä am oberbayerischen Alpensee Königssee im Nationalpark Berchtesgaden.
BAYERISCHER TOURISMUSVERBAND, MÜNCHEN
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Eine Brachschwalbe brütet in einer Vertiefung auf dem ausgetrockneten Salzboden, der mit Queller bestanden ist.
Eine Brachschwalbe brütet in einer Vertiefung auf dem ausgetrockneten Salzboden, der mit Queller bestanden ist.
Il mondo degli animali - Mondadori, Mailand

Naturschutz

Naturschutz umfasst alle Bemühungen um den Schutz und die Erhaltung der Natur. Dies beinhaltet die Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Bereich, die nachhaltige Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, der Pflanzen- und Tierwelt, der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft. Geschützt werden Einzelobjekte (Naturdenkmäler, Pflanzen- und Tierarten) oder ganze Lebensgemeinschaften. Der Artenschutz ist gemäß den modernen Erkenntnissen der Ökologie am erfolgreichsten durch Biotopschutz, d.h. unter Einbeziehung der gesamten Umwelt gefährdeter Arten. Der Flächenschutz unterscheidet nach Zielsetzung und rechtlicher Stellung die Begriffe Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet, Naturpark und Nationalpark.

Die Externsteine sind Teil des gleichnamigen Naturschutzgebietes im Teutoburger Wald. Wie dieser bestehen sie aus Sandstein und die Felsgruppe wurde nach dem Abschluss der Gebirgsbildung (im Tertiär) durch tropische Regenfälle allmählich durch Verwitterung geformt.

Die Externsteine sind Teil des gleichnamigen Naturschutzgebietes im Teutoburger Wald. Wie dieser bestehen sie aus Sandstein und die Felsgruppe wurde nach dem Abschluss der Gebirgsbildung (im Tertiär) durch tropische Regenfälle allmählich durch Verwitterung geformt.

Der moderne Naturschutz trennt die herkömmlichen Aufgaben der reinen Erhaltung (konservierender Naturschutz) vom gestaltenden Naturschutz, der aktiv Einfluss zu nehmen sucht auf die Gestaltung der natürlichen Umwelt, auch des Menschen. Mit der Einsicht in die zunehmende Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die menschliche Nutzung hat sich der Naturschutzbegriff zum Begriff des Umweltschutzes fortentwickelt.

Der moderne Naturschutz versucht, der Zivilisationslandschaft und der Produktionslandschaft (landwirtschaftliche Kultursteppen) eine Kultur- und Erholungslandschaft gegenüberzustellen, die ihren Ausdruck etwa in den Naturparks findet. Aktuelle Probleme des gestaltenden Naturschutzes sind: die Pflege der Gewässer und des Waldes, die Eindämmung der Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden durch Chemikalien (Industrie, Landwirtschaft), der Schutz der Naturlandschaft vor Müll, vor Zerreißung durch Industrie- und Verkehrsanlagen, vor Zersiedelung u. a. Hauptaufgabe des Naturschutzes ist es heute, der Entfremdung des Menschen von der Natur entgegenzuwirken und ein breites Bewusstsein für die Gefährdung der Natur zu wecken.

Organisation des Naturschutzes in Deutschland

Oberste Naturschutzbehörde ist das Bundesland, obere Naturschutzbehörde der Regierungs- bzw. Verwaltungspräsident, untere Naturschutzbehörde der Landkreis. Die Naturschutzbehörden unterhalten jeweils eine Naturschutzstelle, deren Geschäftsführer der Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege ist; er ist neben- oder ehrenamtlich tätig.

Rechtliches

Im juristischen Sinn versteht man unter Naturschutz die Rechtsvorschriften und sonstigen Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege der belebten und unbelebten Natur, deren Nichtbeachtung in der Regel mit Strafe oder Geldbuße bedroht ist. Der Naturschutz sucht auch die technische und industrielle Entwicklung so zu lenken, dass geringstmögliche Schäden in der Natur entstehen.

Der Enzian, Gentiana, gehört zu den geschützten Gebirgspflanzen.

Der Enzian, Gentiana, gehört zu den geschützten Gebirgspflanzen.

Die allgemeinen Vorschriften zum Naturschutz enthält das Bundes-Naturschutz-Gesetz vom 12.3.1987 für wild wachsende Pflanzen, wild lebende Tiere (begrenzte Ausnahmen: jagdbare Tiere, Jagdrecht) und für die landesrechtlich dazu erklärten und in amtlichen Listen der Landesbehörden aufgenommenen Naturschutzgebiete, Nationalparks, Landschaftsschutzgebiete, Naturparks, Naturdenkmäler und geschützten Landschaftsbestandteile. Naturdenkmäler sind Einzelschöpfungen der Natur (Felsen, Quellen, Wasserfälle, Wasserläufe und alte Bäume), deren Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen erforderlich ist. Das Bundes-Naturschutz-Gesetz wird ergänzt durch Naturschutzgesetze der Bundesländer und Rechtsverordnungen, z.B. die Bundesartenschutzverordnung von 1989.

Der heimische Hirschkäfer (Männchen) steht heute unter Naturschutz, da er wegen des durch intensive Forstwirtschaft bedingten Rückganges alter Eichen und Eichenstubben sehr selten geworden ist.

Der heimische Hirschkäfer (Männchen) steht heute unter Naturschutz, da er wegen des durch intensive Forstwirtschaft bedingten Rückganges alter Eichen und Eichenstubben sehr selten geworden ist.

In Österreich wird der Naturschutz durch Landesgesetze geregelt. Einrichtungen für den Naturschutz in Österreich sind: Naturschutzbund, gegr. 1913, mit dem Institut für Naturschutz, gegr. 1949, und einem Naturschutz-Beirat (seit 1951). - In der Schweiz ist Rechtsgrundlage für ein Bundes-Naturschutzgesetz der 1962 in die Bundesverfassung eingefügte Art. 24, daneben gibt es auch kantonale Naturschutz-Vorschriften.

Naturparks, Feuchtgebiete und Nationalparks in Deutschland

Naturschutzgebiete

sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten bestimmter wild wachsender Pflanzen- oder wild lebender Tierarten, aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit erforderlich ist.

Naturparks

sind einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende großräumige Gebiete, die sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzung für die Erholung besonders eignen. Sie sind nach den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung und Landesplanung für die Erholung oder den Fremdenverkehr vorgesehen.

Feuchtgebiete

insbesondere als Lebensräume für Wasser- und Wattvögel, sind Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete oder Gewässer, die natürlich oder künstlich, dauernd oder zeitweilig, stehend oder fließend, Süß-, Brack- oder Salzwasser sind, einschließlich solcher Meeresgebiete, die eine Tiefe von sechs Metern bei Niedrigwasser nicht übersteigen.

Nationalparks

sind rechtsverbindlich festgesetzte großräumige Gebiete von besonderer Eigenart, die zum überwiegenden Teil die Voraussetzung eines Naturschutzgebietes erfüllen und vornehmlich der Erhaltung eines artenreichen heimischen Pflanzen- und Tierbestandes dienen.

Naturparks

NameLandGründungsjahr Fläche in km²
AltmühltalBayern19692962
Arnsberger WaldNordrhein-Westfalen1961482
Augsburg-Westl. WälderBayern19741175
AukrugSchleswig-Holstein1970384
BarnimBerlin/ Brandenburg1999733
 Berlin 40
 Brandenburg 693
Bayerische RhönBayern19671240
Bayerischer SpessartBayern19631710
Bayerischer WaldBayern19672068
Bergisches LandNordrhein-Westfalen19731910
Bergstraße-OdenwaldHessen/Bayern19601666
 Hessen 1267
 Bayern 400
Dahme-HeideseeBrandenburg1998692
DiemelseeNordrhein-Westfalen/ Hessen1965334
 Nordrhein-Westfalen 124
 Hessen 210
DrömlingSachsen-Anhalt1990278
Dübener HeideSachsen2001360
DümmerNiedersachsen/ Nordrhein-Westfalen1972472
 Niedersachsen 340
 Nordrhein-Westfalen 132
EbbegebirgeNordrhein-Westfalen1964777
Eggegebirge und südl. Teutoburger WaldNordrhein-Westfalen1965683
Elbufer-DrawehnNiedersachsen1968750
Elm-LappwaldNiedersachsen1976470
Erzgebirge/VogtlandSachsen19961495
Fiedelberger SeenlandschaftMecklenburg- Vorpommern1997345
FichtelgebirgeBayern19711028
Fränkische Schweiz-Veldensteiner ForstBayern19682310
FrankenhöheBayern19741105
FrankenwaldBayern19731023
HabichtswaldHessen1962474
HarzNiedersachsen1960790
HaßbergeBayern1974804
Hessische RhönHessen1963700
Hessischer SpessartHessen1962730
HochtaunusHessen19621202
Hohe MarkNordrhein-Westfalen19631041
Hoher FlämmigBrandenburg1998827
Hoher VogelsbergHessen1958384
Hohes Venn (Nordeifel)Nordrhein- Westfalen/ Rheinland- Pfalz19601763
 Nordrhein- Westfalen 1358
 Rheinland- Pfalz 405
Holsteinische SchweizSchleswig-Holstein1986633
HomertNordrhein-Westfalen1965550
Hüttener Berge-WittenseeSchleswig-Holstein1970219
Insel UsedomMecklenburg- Vorpommern1999641
KellerwaldHessen2001406
Kottenforst-VilleNordrhein-Westfalen1959880
Lauenburgische SeenSchleswig-Holstein1959474
Lüneburger Heide, NaturschutzparkNiedersachsen1921234
Märkische SchweizBrandenburg1990205
Mecklenburgische Schweiz und Krummerower SeeMecklenburg- Vorpommern1997673
Mecklenburgisches ElbtalMecklenburg- Vorpommern1998426
Meißner-Kaufunger WaldHessen1962421
MündenNiedersachsen1959380
NassauRheinland-Pfalz1962530
Neckartal-OdenwaldBaden-Württemberg19801292
Niederlausitzer HeidelandschaftBrandenburg1996490
Niederlausitzer LandrückenBrandenburg1997587
Nördl.Teutoburger Wald/WiehengebirgeNiedersachsen/ Nordrhein-Westfalen19621220
 Niedersachsen 970
 Nordrhein- Westfalen 250
Nördl. Oberpfälzer WaldBayern1971641
Nossentiner-/Schwinzer HeideMecklenburg-Vorpommern1994365
Nuthe- nieplitzBrandenburg1999623
Obere DonauBaden-Württemberg1980857
Oberer Bayerischer WaldBayern19651738
Oberpfälzer WaldBayern1971817
PfälzerwaldRheinland-Pfalz19581793
Rhein-TaunusHessen1968808
Rhein-WesterwaldRheinland-Pfalz1962447
RothaargebirgeNordrhein-Westfalen19631355
Saar-HunsrückRheinland-Pfalz/ Saarland19801951
 Rheinland-Pfalz 654
 Saarland 1297
SchlaubetalBrandenburg1996228
SchönbuchBaden-Württemberg1974156
Schwäbisch-Fränkischer WaldBaden-Württemberg1979904
Schwalm-NetteNordrhein-Westfalen1966435
Schwarzwald Mitte/NordBaden Württemberg20033740
SiebengebirgeNordrhein-Westfalen195948
Solling-VoglerNiedersachsen1966528
Stechlin- Ruppiner LandBrandenburg2001681
SteigerwaldBayern19711280
Steinhuder MeerNiedersachsen1974310
SteinwaldBayern1970247
Stromberg-HeuchelbergBaden-Württemberg1980328
SüdeifelRheinland-Pfalz1958426
SüdheideNiedersachsen1963500
SüdschwarzwaldBaden- Württemberg20013300
Thüringer WaldThüringen20012082
Uckermärkische SeenBrandenburg1997897
Weserbergland-Schaumburg-HamelnNiedersachsen19751116
WestenseeSchleswig-Holstein1969250
WesthavellandBrandenburg19981294
Wildeshauser GeestNiedersachsen19841554

Feuchtgebiete

Name Fläche in km²
Aaland- Elbe Niederungen und Elbaue Jerichow86,0
Ostseeboddengewässer Ostufer Zingst, Westküste Rügen- Hiddensee258,0
Krakower Obersee9,0
Galenbecker See10,0
Unteres Odertal / Polder Schwedt54,0
Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und angrenzende Gebiete2990,0
Hamburgisches Wattenmeer138,0
Niedersächsisches Wattenmeer2098,0
Mühlenberger Loch6,0
Niederelbe zwischen Barnkrug und Otterndorf118,0
Elbaue zwischen Schnackenburg und Lauenburg76,0
Ostufer der Müritz48,0
Niederung der unteren Havel mit Gülper See und Schollener See89,0
Teichgebiet Peitz11,0
Helmestausee Berga-Kelbra15,0
Diepholzer Moorniederung151,0
Dümmer36,0
Steinhuder Meer57,0
Weserstaustufe Schlüsselburg16,0
Rieselfelder Münster2,0
Unterer Niederrhein250,0
Rhein zwischen Eltville und Bingen5,0
Bodensee/ Teilgebiet Wollmatinger Ried-Giehrenmoos-Hegnebucht des Gnadensee8,0
Teilgebiet Mindelsee bei Radolfzell3,0
Donauauen und Donaumoos80,0
Lech-Donau-Winkel2,0
Unterer Inn zwischen Haiming und Neuhaus20,0
Chiemsee87,0
Ismaninger Speichersee mit Fischteichen10,0
Ammersee65,0
Starnberger See57,0

Nationalparks

Name Land GründungsjahrFläche in km²
Bayerischer WaldBayern1970243

 

BerchtesgadenBayern1978208

Die Kirche St. Bartholomä am oberbayerischen Alpensee Königssee im Nationalpark Berchtesgaden.

Die Kirche St. Bartholomä am oberbayerischen Alpensee Königssee im Nationalpark Berchtesgaden.

EifelNordrhein- Westfalen2004107
HainichThüringen199776
Hamburgisches WattenmeerHamburg1990138
HarzNiedersachsen1994158
HochharzSachsen-Anhalt199089
JasmundMecklenburg-Vorpommern199030
Kellerwald- EderseeHessen200457
Müritz-NationalparkMecklenburg-Vorpommern1990319
Niedersächsisches WattenmeerNiedersachsen19862777
Sächsische SchweizSachsen199093
Schleswig-Holsteinisches WattenmeerSchleswig-Holstein19854415

Eine Brachschwalbe brütet in einer Vertiefung auf dem ausgetrockneten Salzboden, der mit Queller bestanden ist.

Eine Brachschwalbe brütet in einer Vertiefung auf dem ausgetrockneten Salzboden, der mit Queller bestanden ist.

Unteres OdertalBrandenburg1995106
Vorpommersche BoddenlandschaftMecklenburg-Vorpommern1990805

Quelle: "Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2004", hrsg. vom Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, S. 330-332

Bibliografie

Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Daten zur Natur 2004, Münster 2005

Wolfgang Köck, Herwig Unnerstall: Naturschutzrecht, Stuttgart 2005

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