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Alvah Crocker

Der Industrielle und sein Traum

Alvah Crocker wird am 14. Oktober 1801 in Leominster, Massachusetts, als erstes Kind von Deacon Samuel Crocker und seiner Frau geboren. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Der wichtigste Leitspruch des religiösen Alvah lautet „Arbeit ist Gebet“ und so erstaunt es nicht, dass er sehr leistungsorientiert und aufopferungsvoll jede Arbeit angeht. Mit acht Jahren verdient er für die Familie noch 25 Cent die Stunde durch seine Arbeit in der Papiermühle, später besitzt er u. a. acht Fabriken. Aber bei allem geschäftlichen Erfolg, hat er größere Träume. Er will die Wirtschaft von Massachusetts ankurbeln und den Reichtum seiner Heimat mehren. Und dafür braucht es neue Transportwege, vor allem Richtung Westen, doch da stehen die Berkshire Mountains.

 

Crocker geht das technische, finanzielle und politische Wagnis ein, einen Tunnel durch den Hoosac-Mountain zu graben. Immer wieder gilt es neue Schwierigkeiten zu überwinden und Gegner zu überzeugen, aber Crocker gibt sein Projekt nicht auf. Am 9. Februar 1875 ist es schließlich soweit, der 8 Kilometer lange Hoosac-Tunnel wird nach über 26 Jahren Planungs- und Bauzeit eröffnet. Noch heute ist der Hoosac-Tunnel der längste Eisenbahntunnel östlich der Rocky Mountains und nach wie vor eine enorm wichtige Schienenachse zwischen Neuengland und den Großen Seen. Alvah Crocker stirbt kurz vor der endgültigen Fertigstellung des Tunnels am 26. Dezember 1874.

von Dietmar Hefendehl, wissen.de
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